Handlungsfeld Bildung
- Eltern mit Migrationshintergrund
- Offenheit und gegenseitiger Respekt
- Lehrkräfte mit Migrationshintergrund – Kompetenzen und Herausforderungen
- Hochschulen als Orte der Integration
Um bestehende Prozesse zur Stärkung der Bildungserfolge von Kindern und Jugendlichen aus Migrantenfamilien zu fördern, hat sich das bundesweite Integrationsprogramm v.a. mit Eltern und Lehrkräften beschäftigt.
Die derzeitigen Schwerpunktthemen des bundesweiten Integrationsprogramms im Handlungsfeld Bildung und Integration sind:
- Eltern mit Migrationshintergrund: Bildungs- und Erziehungskompetenzen stärken, Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen unterstützen;
- Lehramtsstudierende und Lehrkräfte mit Migrationshintergrund gewinnen
- Hoschulen als Orte der Integration
Eltern mit Migrationshintergrund
- Bildungs- und Integrationschancen hängen nicht nur vom Bildungssystem und den Angeboten der individuellen Förderung ab, sondern werden auch stark durch das Wissen und die Unterstützung der Eltern geprägt. Damit Kooperation und Kommunikation erfolgreich verlaufen können, müssen
- Berührungsängste auf beiden Seiten abgebaut werden
- Zugänge zum Bildungssystem für Eltern mit Migrationshintergrund erleichtert werden
- Angebote und Bildungseinrichtungen interkulturell geöffnet werden
Offenheit und gegenseitiger Respekt
Entscheidend für eine erfolgreiche Bildungspartnerschaft ist die "gleiche Augenhöhe" aller Beteiligten. Offenheit, gegenseitige Wertschätzung, Respekt und Partizipation sind wichtig für ein gelingendes Miteinander und erfolgreiche Bildungskarrieren.Elternvereine sind wichtig als Dialogpartner, Brückenbauer, Multiplikatoren und Bildungspaten. Vereine von Eltern mit Migrationshintergrund zeigen großes Engagement und haben wichtiges Know-how in diesem Bereich aufgebaut. Um Eltern mit Migrationshintergrund zu erreichen und für den Bildungserfolg ihrer Kinder zu aktivieren, werden sie daher zunehmend von Bildungsinstitutionen angesprochen. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gemeinsam mit vielen Experten Empfehlungen erarbeitet und im Herbst 2010 veröffentlicht.
Lehrkräfte mit Migrationshintergrund – Kompetenzen und Herausforderungen
Lehrkräfte mit Migrationsbiografie werden als Beispiele gelungener Integration wahrgenommen und gelten als Wegbereiter der interkulturellen Öffnung von Schule und Unterricht. Bundesweit liegt der Anteil der Personen mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit bei den Lehrkräften derzeit aber nur bei ungefähr ein bis zwei Prozent. Zur Verbesserung dieser Situation hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit einem Netzwerk unterschiedlicher Experten im Rahmen des bundesweiten Integrationsprogramms vielfältige praxisbezogene Empfehlungen zur Steigerung des Anteils von Lehrkräften mit Migrationshintergrund entwickelt und Umsetzungsschritte eingeleitet.
Hochschulen als Orte der Integration
Hochschulen haben für die Integration durch Bildung eine Doppelrolle: Einerseits sind sie Ausbildungsstätten für künftige Lehrende, andererseits sind sie durch ihre internationale Studierendenschaft ein Ort, an dem Integration gelebt und praktiziert wird. Hier sind junge Menschen mit Migrationshintergrund deutlich unterrepräsentiert. Um die Situation von Studierenden mit Migrationshintergrund zu verbessern, bedarf es individueller Fördermaßnahmen und struktureller Veränderungen.


