BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - IT-Labor

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IT-Labor des Bundesamtes

Mit der Digitalisierungsagenda hat sich das BAMF ein sehr ambitioniertes Programm vorgenommen. Um die vielen Projekte zeitnah abschließen zu können, beschreitet das Bundesamt auch bei der Umsetzung neue Wege und hat dafür ein IT-Labor eingerichtet. Hier setzt das Bundesamt als eine der ersten deutschen Behörden die agile Entwicklungsmethode Scrum strukturiert in der Softwareentwicklung ein.

Scrum ist ein iteratives und inkrementelles Vorgehensmodell der agilen Softwareentwicklung (von englisch scrum = Gedränge, viel auf einmal; der Name für das Entwicklungsmodell wurde in den 1990er-Jahren geprägt).

Nach dem Scrum-Prozess wird eine Software in wiederkehrenden Zyklen entwickelt, den sogenannten Sprints, das heißt Entwicklungszeiträumen mit fester Länge (in der Regel zwei Wochen), die zu Beginn gemeinsam vom Team geplant werden. Das Ergebnis jedes Sprints ist ein minimal funktionsfähiges Produkt bzw. Produkt-Inkrement, das unbedingt erforderliche Basisfunktionen umfasst. Die Scrum-Methode zeichnet sich dadurch aus, dass Fachseite und Entwicklungsteam sehr eng zusammenarbeiten und das jeweilige Projekt sehr schnell an Veränderungen angepasst werden kann.

Grafik: Scrum ProzessDie Entwicklung nach Scrum erfolgt in wiederkehrenden Sprints Quelle: BAMF

Das Scrum-Team im Entwicklungsprozess besteht aus folgenden drei gleichberechtigten Rollen als Basis für strukturierte Abstimmung:

  1. Der Product Owner: Der Product Owner kommuniziert die Vision, verantwortet und analysiert das Produkt wirtschaftlich, spricht mit den Fachabteilungen und den Nutzenden bzgl. der Spezifikationen und definiert und priorisiert die fachlichen Anforderungen.
  2. Das Entwicklungsteam: Das Team besteht aus fünf bis acht Personen, die zusammen alle erforderlichen Fähigkeiten besitzen, um die Anforderungen umsetzen zu können.
  3. Der Scrum-Master: Er hat eine moderierende, schützende und unterstützende Funktion über das Team. In dieser Rolle achtet er auf die Einhaltung von Regeln (Firmen-, Team- und Scrum-Regeln), beschützt das Team vor inneren und äußeren Störungen, hilft dem Team sich selbst zu verbessern und moderiert die Scrum-Meetings.

Um die Scrum-Methode im Bundesamt zukünftig bei weiteren Projekten erfolgreich anzuwenden, wurden drei neue Räume speziell zu einem "IT-Labor" umgebaut:

  1. Der Arbeitsraum bietet Arbeitsplätze mit neuester technischer Ausstattung und ermöglicht die enge Zusammenarbeit von IT und Fachseite.
  2. Der Kommunikationsraum ist ein Forum zur Diskussion und zum Entwickeln von neuen Ideen. Der informelle Austausch wird durch diverse Sitzgelegenheiten gefördert.
  3. Der Präsentations- und Meetingraum bietet Raum zur Demonstration von Ergebnissen, Vorführungen sowie Besprechungen.

In der Pilotierungsphase arbeitetet zunächst ein erstes Pilotteam nach dem Scrum-Modell. Ein permanentes und leistungsstarkes Scrum-Team wird dauerhaft im IT-Labor eingesetzt und sukzessive weitere Projekte umsetzen. Die Vorgehensweise von Scrum wird Stück für Stück auch bei anderen IT-Projekten innerhalb der Organisation eingeführt.

Grafik zu einer RaumstrukturDie Grafik können Sie herunterladen, wenn Sie darauf klicken und danach dieGrafik / das Bild mit rechter Maustaste speichern. Quelle: © BAMF

Das Projekt Migrationstracker (MigTra) ist das Pilotprojekt für Scrum als Vorgehensweise im BAMF. Im Dublin-Verfahren soll Transparenz über die aktuellen Verfahrensstände geschaffen werden. Der MigTra gibt auf einer webbasierten Oberfläche Übersicht über 15 Kennzahlen, die das Dublin-Verfahren vom Asylantrag bis zur Überstellung in einem EU-Mitgliedsstaat abbilden.

Vor Pilotbeginn wurden 20 BAMF-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Scrum-Master geschult und zertifiziert, um die Softwareentwicklung nach Scrum-Prinzipien durchzuführen.

Scrum als Vorgehen erwies sich gleich zu Beginn des Pilotprojekts als hilfreich und hat sich über den gesamten Verlauf bewährt: Unmittelbar nach jedem Sprint waren die Ergebnisse verfügbar; eine enge Zusammenarbeit zwischen IT und Fachseite ermöglichten regelmäßige Absprachen. Die frühzeitige Demonstration der Arbeitsergebnisse ermöglichte, Anpassungen an den ausgewählten Kennzahlen mit der Fachseite zu identifizieren. Das iterative und zügige Vorgehen ermöglichte Anpassungen, ohne, dass bis dahin erbrachte Arbeitsergebnisse obsolet wurden. Während des gesamten Projekts zeigte sich eine sehr hohe Zufriedenheit und Motivation im Pilotteam.

Datum 06.07.2017

Informationsfilm über das IT-Labor

Um die vielen Projekte im Rahmen der Digitalisierungsagenda zeitnah abschließen zu können, beschreitet das Bundesamt auch bei der Umsetzung neue Wege und hat dafür ein IT-Labor eingerichtet.

Der Film kann auch mit Untertiteln heruntergeladen werden. Starten Sie den Download bitte mit der rechten Maustaste und Ihrer Wahl "Ziel speichern unter".

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Wichtige Mitteilung

Wenn Technik auf Asylverfahren trifft

Als eine der ersten deutschen Behörden hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ein zukunftweisendes IT-Labor eingerichtet, das eine agile Softwareentwicklung systematisch fördert. Damit kann das Bundesamt auf sich verändernde Anforderungen, wie schwankende Zugangszahlen, technisch noch flexibler reagieren. "Als moderne Behörde ist es entscheidend, schnell und flexibel auf Veränderungen zu reagieren. Das IT-Labor verbessert mit seinen agilen Softwarelösungen unsere technische Anpassungsfähigkeit – ein weiterer wichtiger Schritt hin zur ‚atmenden Behörde‘", so Ralph Tiesler, Vizepräsident des Bundesamts.

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Screenshot aus dem Film