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Digitalisierungsagenda 2020

Die vielen ankommenden Geflüchteten in den Jahren 2015 und 2016 stellten das Bundesamt für Migration und Flüchtlingen (BAMF) vor besondere Herausforderungen. Schwerpunkte der Arbeit waren, neben der Registrierung, die zügige Bearbeitung anhängiger und neuer Asylverfahren sowie die gesellschaftliche Integration von Asylsuchenden mit guter Bleibeperspektive. Das BAMF hat hier enormes geleistet und insbesondere die Bearbeitungszeiten erheblich verkürzt, aber auch den Zugang zu Integrations- und Sprachkursen beschleunigt. Außerdem übernimmt das Bundesamt weitere Aufgaben etwa bei der Rückkehrunterstützung, dem Resettlement und der Ausgestaltung humanitärer Aufnahmeprogramme.

Um die Vielzahl der Herausforderungen zu bewältigen, initiierte das BAMF im Sommer 2016 die Digitalisierungsagenda 2020. Bis 2020 sollen die internen Abläufe mithilfe von Informationstechnologie vereinfacht und beschleunigt werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zielgerichtet unterstützt, indem die Prozesse in und zwischen den Geschäftsfeldern effizienter gestaltet werden. Überdies will das Bundesamt die Kommunikation mit den Asylsuchenden sowie mit Bürgerinnen und Bürger verbessern und zugleich Schnittstellen zu anderen Behörden verstärkt digitalisieren.

Das besondere an der Digitalisierungsagenda 2020 des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ist, dass sie praktisch alle Arbeitsbereiche der Behörde umfasst. Sukzessive und im laufenden Betrieb werden bestehende Anwendungen erweitert, neu implementiert, miteinander verknüpft und neu skaliert. Der Umfang der Digitalisierung macht das Bundesamt in der Behördenlandschaft zum Vorreiter, was mehrere Auszeichnungen im Jahr 2016 belegen. Die besondere Leistung der Mitarbeitenden besteht darin, dass sie sich in einer außergewöhnlichen Situation nicht auf schnelle Lösungen beschränkt haben. Vielmehr wurde die Chance genutzt, darüber hinaus zu denken und Weiterentwicklungen umzusetzen.

"Die Zukunftsorientiertheit und Handlungsfähigkeit auch in schwierigen Situationen ist ein elementarer Bestandteil der IT-Strategie des Bundesamtes", so Dr. Markus Richter, Abteilungsleiter für Infrastruktur und IT im Bundesamt.

Ein Ziel ist die vollständige Digitalisierung von Geschäftsprozessen, insbesondere zu externen Partnern, wie beispielweise den Verwaltungsgerichten. Hierfür wurden bereits digitale Lösungen umgesetzt, um aus den vorhandenen IT-Anwendungen des Bundesamtes heraus mit anderen Behörden effizient zu kommunizieren und einen sicheren und aktuellen Datenaustausch zu gewährleisten. Exemplarisch dafür steht der Austausch von elektronischen Akten mit den Gerichten.

Darüber hinaus sind bereits weitere Projekte im Rahmen der Digitalisierung im vergangenen Jahr umgesetzt worden. Dolmetscher, vor allem für seltene Sprache, werden per Video-Konferenz in die Anhörungen zugeschaltet, ein Service-Center bündelt alle Anfragen zentral, was die Beratungskompetenz erhöht und die Beschäftigten in den Ankunftszentren und Außenstellen entlastet. Die App "Ankommen" hilft Geflüchteten bei der ersten Orientierung in Deutschland. Herzstück der Digitalisierung ist das "Integrierte Flüchtlingsmanagement" mit Kerndatensystem und Ankunftsnachweis.

Grafik: Digitalisierung im BAMFDigitalisierung betrifft alle Bereiche des BAMF sowie die Schnittstellen zu anderen Behörden Quelle: BAMF

Die Digitalisierungsagenda 2020 umfasst drei Stufen:

  • Stufe I "Elektronische Datenhaltung"
  • Stufe II "Digitale Workflows"
  • Stufe III "Systemische Entscheidungsunterstützung"

Die Initiativen der Stufe I schaffen die technischen Voraussetzungen für die aufwendigen Vorhaben in den Stufen II und III. Die erste Stufe wird bis Ende 2017 in den Kernbereichen weitgehend abgeschlossen sein, daraufhin starten die Initiativen der zweiten und dritten Stufe.

Grafik: Stufen der Digitalisierung im BAMFDie Digitalisierung des BAMF erfolgt in drei Stufen Quelle: BAMF

Mit den erfolgreich umgesetzten Projekten der Digitalisierung hat das Bundesamt bereits an Flexibilität und Agilität gewonnen. Prozesse werden heute schon so gestaltet, dass sich auch künftige Herausforderungen bewältigen lassen.

Einen Film zu Projekten der Digitalisierung des Bundesamtes sowie weitere Informationen zu einzelnen Projekten stehen Ihnen unter den Links in der rechten Spalte zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre der BAMF Digitalisierungsagenda 2020 (siehe Download in der rechten Spalte).

Datum 06.07.2017

Zusatzinformationen

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Informationsfilm über das IT-Labor im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Um die vielen Projekte im Rahmen der Digitalisierungsagenda zeitnah abschließen zu können, beschreitet das Bundesamt auch bei der Umsetzung neue Wege und hat dafür ein IT-Labor eingerichtet.

Screenshot aus dem Film

BAMF - Digitalisierung

In diesem Film werden die Neuerungen und Optimierungen aller wesentlichen Verfahrenschritte vorgestellt und erklärt, wie diese zu einer Beschleunigung des Asylverfahrens beitragen.

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Wichtige Mitteilung

Wenn Technik auf Asylverfahren trifft

Als eine der ersten deutschen Behörden hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ein zukunftweisendes IT-Labor eingerichtet, das eine agile Softwareentwicklung systematisch fördert. Damit kann das Bundesamt auf sich verändernde Anforderungen, wie schwankende Zugangszahlen, technisch noch flexibler reagieren. "Als moderne Behörde ist es entscheidend, schnell und flexibel auf Veränderungen zu reagieren. Das IT-Labor verbessert mit seinen agilen Softwarelösungen unsere technische Anpassungsfähigkeit – ein weiterer wichtiger Schritt hin zur ‚atmenden Behörde‘", so Ralph Tiesler, Vizepräsident des Bundesamts.

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Screenshot aus dem Film