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Digitalisierungsagenda 2020

Die vielen ankommenden Geflüchteten in den Jahren 2015 und 2016 stellten das Bundesamt für Migration und Flüchtlingen (BAMF) vor besondere Herausfor­derungen. Schwerpunkte der Arbeit waren, neben der Registrierung, die zügige Bearbeitung anhängiger und neuer Asylverfahren sowie die gesellschaftliche Integration von Asylsuchenden mit guter Bleibeperspektive. Das BAMF hat hier enormes geleistet und insbesondere die Bearbeitungszeiten erheblich verkürzt, aber auch den Zugang zu Integrations- und Sprachkursen beschleunigt. Außerdem übernimmt das Bundesamt weitere Aufgaben etwa bei der Rückkehrunterstützung, dem Resettlement und der Ausgestaltung humanitärer Aufnahmeprogramme.

Um die Vielzahl der Herausforderungen zu bewältigen, initiierte das BAMF im Sommer 2016 die Digitalisierungsagenda 2020. Digitalisierung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das BAMF. Die hohe Varianz der Antragstellungen, die durch die Mitarbeitenden des BAMF bearbeitet werden – bei gleichzeitig hohem Anspruch an die Qualität der Asylentscheidungen – stellt alle Betroffenen und Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Obwohl 2017 nur noch 220.000 Anträge gegen­über 750.000 im Jahr 2016 gestellt wurden, bleibt die Zahl der Anträge nach wie vor sehr hoch. Hinzu kommt seit 2017 ein erneuter Anstieg von Wiederaufnahme-, Klage- und Familiennachzugsverfahren. Dadurch steigen auch die Anforderungen an die Informationstechnologie (IT) des BAMF: Die Digitalisierung ist mehr als nur die Einführung neuer Technologien – sie ist essenzieller Bestandteil des fachlichen Erfolgs des BAMF. Aus diesem Grund verfolgte das BAMF zunächst das Ziel, die IT-Systeme aufzurüsten und zu stabilisieren, um die große Zahl der Anträge zu bewältigen und Systemausfälle deutlich zu reduzieren. Dies wurde durch die Modernisierung der IT-Infrastruktur und des Asylverfahrens realisiert. Nachdem diese Herausforderung gemeistert war, setzte sich das BAMF bis 2020 das ambitionierte Ziel, eine „digitale, atmende Behörde“ zu werden.

Dies bedeutet im Wesentlichen:

  • die technische Skalierbarkeit bei sehr stark schwankenden technischen und/oder organisatorischen Lastspitzen zu garantieren und
  • die fachliche Flexibilität von Prozessen bei sich ändernden Rahmenbedingungen und Anforderungen zu gewährleisten.

Grafik: Digitalisierung im BAMFDigitalisierung betrifft alle Bereiche des BAMF sowie die Schnittstellen zu anderen Behörden Quelle: © BAMF

Das BAMF ist der Überzeugung: Wenn es darum geht, die Mitarbeitenden bei ihren Aufgaben optimal zu unterstützen, ist Digitalisierung ein zentraler Bestandteil. So ist es notwendig, Prozesse Ende-zu-Ende zu digitalisieren (Stichwort: Eliminierung von Medienbrüchen) und Entscheidungsprozesse systemisch zu unterstützen (z.B. durch künstliche Intelligenz). Klassische, monolithische Architekturen der Anwen­dungen müssen aufgebrochen und in eine moderne, modulare IT-Architektur überführt werden. Zusätzlich soll die IT-Infrastruktur Abweichungen in der Aus­lastung abfangen und verarbeiten können. Neben diesen technischen Fähigkeiten müssen neue Arbeitsweisen, wie die agile Entwicklung, in der Gesamtorganisation der Behörde eingeführt werden.

Grafik: Digitalisierung im BAMF; Neue digitale ArbeitsweisenDie Informationstechnologie des BAMF muss sich stets neuen Anforderungen und Rahmenbedingungen stellen. Quelle: © BAMF

Das BAMF sieht sich mit seiner Digitalisierungsagenda 2020 auch langfristig in einer Vorreiterrolle. Es geht darum, die "Digitalisierungsrendite" in den Vordergrund zu stellen, und nicht darum, Prozesse um der Digitalisierung Willen zu digitali­sieren. Es sollen diejenigen Prozesse digitalisiert werden, die den höchsten fachlichen Nutzen mit sich bringen, wie z.B. die Identitätsfeststellung von Asyl­antragstellenden oder die Digitalisierung von Schriftgut.

Einen Film zu Projekten der Digitalisierung des Bundesamtes sowie weitere In­formationen zu einzelnen Projekten stehen Ihnen unter den Links in der rechten Spalte zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre der BAMF Digitalisierungs­agenda 2020 (siehe Download in der rechten Spalte).

Datum 12.12.2018

Zusatzinformationen

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Informationsfilm über das IT-Labor im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Um die vielen Projekte im Rahmen der Digitalisierungsagenda zeitnah abschließen zu können, beschreitet das Bundesamt auch bei der Umsetzung neue Wege und hat dafür ein IT-Labor eingerichtet.

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