BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Beratung

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Beratungsstelle Radikalisierung

Eltern, Angehörige, Freundinnen und Lehrer sind oft die ersten, denen eine Radikalisierung eines jungen Menschen auffällt. Gleichzeitig sind sie auch die letzten, zu denen dieser trotz zunehmender Isolierung Kontakt hält.

Oft ziehen sich die Betroffenen stark aus ihrem bisherigen Umfeld zurück und lassen keinerlei "Einmischung" mehr zu. Dies führt bei Freunden, besonders aber bei Eltern zu Verunsicherung: Was bedeutet diese Abwendung?

Das Team der Beratungsstelle Radikalisierung ist Ihr erster Ansprechpartner, wenn Sie den Eindruck haben, Ihr Kind, Ihr Freund, Ihre Schülerin wendet sich einer radikal islamistischen Gruppe zu. Egal welche Fragen Sie haben, rufen Sie uns an.

Die Mitarbeiter der "Beratungsstelle Radikalisierung" beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sind erste Anlaufstelle und bieten konkrete Hilfe:

  • Sie geben Antworten auf häufige Fragen und klären im Rahmen eines ersten Überblicks über die Problematik auf.
  • Sie finden für Sie Hilfsangebote in Ihrer Nähe.
  • Sie vermitteln im Einzelfall persönliche Beratung und Betreuung durch eine geeignete Stelle.
  • Sie stellen den direkten Kontakt zu Spezialisten in allen Bereichen her.
  • Sie vermitteln den Kontakt zu anderen Betroffenen in ähnlicher Situation und/oder Selbsthilfe-Initiativen.

Wir hören zu, beantworten Ihre Fragen und entscheiden mit Ihnen gemeinsam über die nächsten Schritte. Auf Wunsch vermitteln wir einen Ansprechpartner vor Ort, der Sie individuell berät und mit praktischen Tipps zum Umgang mit Ihrem Kind, ihrer Freundin oder Ihrem Schüler begleitet.

Hervorhebung_Gesetzgebung: Über die Beratungsstelle

Seit Schaltung der Hotline Anfang 2012 haben die Mitarbeitenden der Beratungsstelle Radikalisierung mehr als 4.100 Telefonate geführt.

Mitte 2013 hat die Zahl der Anfragen sehr stark zugenommen. Im Besonderen nach den islamistisch motivierten Anschlägen in Ansbach und Würzburg haben sich vermehrt Personen ratsuchend an die Beratungsstelle Radikalisierung gewandt. So hat die Beratungsstelle im Bundesamt allein im Jahr 2016 über 1.040 Anrufe entgegengenommen. Die Zahlen sind damit im Vergleich zu 2015 nochmals deutlich gestiegen. In 2017 stabilisierte sich das Anrufaufkommen mit über 750 entgegengenommenen Gesprächen auf weiterhin hohem Niveau. Derzeit gehen pro Monat zwischen 40 und 50 Anrufe ein.

Das gesamte Beratungsnetzwerk hat von Januar bis Ende April 2018 mehr 140 Beratungsfälle betreut. Dies zeigt einen weiterhin hohen Bedarf im Arbeitsfeld.

In der Beratungsstelle Radikalisierung des Bundesamtes arbeiten fünf Personen, die an der Hotline die Fälle aufnehmen und gemeinsam mit den NGOs die Ratsuchenden individuell und bedarfsorientiert betreuen.

Vor Ort sind es an die 70 Personen bundesweit. Unter den Mitarbeitenden sind Sozialpädagogen, Politikwissenschaftler, Islamwissenschaftler und Psychologen, alle entsprechend geschult um die Gespräche zu führen, Beratungsstrategien zu entwickeln und gemeinsam mit den Ratsuchenden umzusetzen.

Beraten wird in den Sprachen Deutsch, Türkisch, Arabisch, Englisch, Farsi, Russisch und Urdu.

(Stand: April 2018)

Zusatzinformationen

Fragen und Antworten

Gibt es die Beratung auch in anderen Sprachen als Deutsch?

Ja, wir beraten auch in Englisch, Französisch, Arabisch, Türkisch, Russisch, Usbekisch und Persisch.

Kontakt

Sie haben Fragen an uns? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns!

Beratungsstelle Radikalisierung

Montag bis Freitag
9 bis 15 Uhr

Telefon: +49 911 943 43 43
E-Mail: Nachricht schreiben

Ansprechpartner im BAMF

Cover der gleichnamige Broschüre

Broschüre: Glaube oder Extremismus?

Die Broschüre des Bundesamtes "Glaube oder Extremismus" informiert Sie über das Angebot der Beratungsstelle Radikalisierung im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Mehr: Broschüre: Glaube oder Extremismus? …

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