BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Erstverteilung der Asylsuchenden

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Erstverteilung der Asylsuchenden (EASY)

Asylsuchende werden zunächst in den nächstgelegenen Aufnahmeeinrichtungen des jeweiligen Bundeslandes aufgenommen. Eine solche Einrichtung kann für die vorübergehende oder auch für die längerfristige Unterbringung zuständig sein.

Die Zuweisung in eine bestimmte Aufnahmeeinrichtung entscheidet sich nach den aktuellen Kapazitäten. Darüber hinaus spielt es eine Rolle, in welcher Außenstelle des Bundesamtes oder in welchem Ankunftszentrum das jeweilige Herkunftsland der Asylsuchenden bearbeitet wird: Es gilt die sogenannte Herkunftsländerzuständigkeit. Je nach Herkunftsland können Asylsuchende bis zu sechs Monate lang oder bis zur Entscheidung ihres Antrags in Aufnahmeeinrichtungen untergebracht werden. Unter bestimmten Umständen, beispielsweise zur Familienzusammenführung, können sie innerhalb dieser Zeit aber auch einer anderen Einrichtung zugewiesen werden.

EASY - Das Quotensystem für eine gerechte Verteilung

Das Quotensystem EASY (Erstverteilung von Asylbegehrenden) richtet sich nach dem sogenannten "Königsteiner Schlüssel". Die Verteilungsquote wird jährlich von der Bund-Länder-Kommission ermittelt und legt fest, welchen Anteil der Asylsuchenden jedes Bundesland aufnimmt. So soll eine angemessene und gerechte Verteilung auf die Bundesländer sichergestellt werden.

Für 2017 fallen die Verteilungsquoten wie folgt aus:

BundeslandQuote
Baden-Württemberg
12,96662%
Bayern15,53327%
Berlin5,08324%
Brandenburg3,03655%
Bremen0,95331%
Hamburg2,55752%
Hessen7,39885%
Mecklenburg-Vorpommern2,01240%
Niedersachsen9,33138%
Nordrhein-Westfalen21,14424%
Rheinland-Pfalz4,83089%
Saarland1,21111%
Sachsen5,05577%
Sachsen-Anhalt2,79941%
Schleswig-Holstein3,39074%
Thüringen2,69470%
Datum 01.01.2017

Zusatzinformationen

Screenshot aus dem Film

Film: Informationen zum Asylverfahren. Ihre Rechte und Pflichten.

Der Film "Informationen zum Asylverfahren. Ihre Rechte und Pflichten" ist eine visuelle Ergänzung zu der gesetzlich vorgeschriebenen schriftlichen Belehrung bei der Asylantragstellung.

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