BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - integrationsprojekte

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Den Menschen im Blick. Schützen. Integrieren.

Fragen und Antworten zu gemeinwesenorientierten Integrationsprojekten

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind Verbände, Vertriebeneneinrichtungen, Kirchen, anerkannte Träger der politischen Bildung, Migrantenorganisationen, Kommunen und Einrichtungen, die in der Arbeit mit Zuwanderern auf überregionaler oder lokaler Ebene tätig sind

Welche Zielgruppen werden gefördert?

Gefördert werden alle TeilnehmerInnen in Projekten, welche rechtmäßig eine dauerhafte Bleibeperspektive haben. Von einem dauerhaften Aufenthalt (Bleibeperspektive ) ist in der Regel auszugehen, wenn der Ausländer eine Aufenthaltserlaubnis von mindestens einem Jahr erhält oder seit über 18 Monaten eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, es sei denn, der Aufenthalt ist vorübergehender Natur. Zum berechtigten Teilnehmerkreis gehören auch Flüchtlinge aus Krisenregionen, bei denen eine Rückkehr in ihr Heimatland nicht absehbar ist (§§ 44 Abs. 1 Satz 2, 23 Abs.2 AufenthG).

Welche Altersgruppen werden gefördert?

Innerhalb der Projektförderung wird unterschieden zwischen einem Jugendprojekt (die Teilnehmenden sind zwischen 12 und 27 Jahre alt) und einem altersunabhängigen Projekt (ab 12 Jahren ohne Begrenzung nach oben).

Wann kann ich einen Antrag beim BAMF zur Förderung eines Integrationsprojektes stellen?

Das BAMF veröffentlicht jährlich eine Ausschreibung zur Förderung von Integrationsprojekten. Diese wird im Internet unter www.bamf.de veröffentlicht und kann grundsätzlich jeweils ab Mai/Juni dort abgerufen werden.

Warum muss ich für ein bereits bewilligtes Integrationsprojekt einen Fortsetzungsantrag einreichen?

Die Zuwendungsbescheide werden grundsätzlich für maximal ein Haushaltjahr (01.01. – 31.12.) erteilt. Eine Verlängerung der Förderung (bis höchstens 36 Monate) erfolgt immer vorbehaltlich zur Verfügung stehender Fördermittel.

Wie hoch ist das maximale Förderbudget?

Ein Integrationsprojekt kann mit bis zu 50.000,00 Euro je Haushaltsjahr (01.01. – 31.12.) gefördert werden. Beginnt ein Projekt im Laufe eines Haushaltsjahres (z.B. ab dem 01.10.) reduziert sich die Fördersumme anteilig.

Für welchen Zeitraum können Integrationsprojekte gefördert werden?

Die maximale Förderdauer beträgt 36 Monate. Eine darüber hinaus gehende Förderung ist nach den geltenden Förderrichtlinien nicht möglich, da die Förderung zum Ziel hat, dass Projekte im Zuge einer guten Nachhaltigkeitsarbeit im Anschluss ohne Bundesmittel fortbestehen. Die Förderung erfolgt somit als Anschubfinanzierung.

Welche Ausgaben sind zuwendungsfähig (förderfähig)?

Eine nicht abschließende Übersicht von zuwendungsfähigen Ausgaben können Sie dem Leitfaden für die Beantragung, Durchführung und Abrechnung von gemeinwesenorientierten Integrationsprojekten entnehmen.

Wann erhalte ich den Zuwendungsbescheid?

Sofern Ihr Projekt für eine Förderung ausgewählt wurde, erhalten Sie den Zuwendungsbescheid nach Vorlage eines aktualisierten und mit dem BAMF abgestimmten Finanzplans im Folgejahr nach der Antragstellung.

Wie können bewilligte Mittel angefordert werden und für welchen Zeitraum?

Das Formular zur Anforderung von Bundesmitteln ist neben anderen Vordrucken im Zuwendungsbescheid als Anlage aufgeführt. Dieses müssen Sie elektronisch downloaden. Geben Sie hierzu auf der Internetseite des BAMF die im Zuwendungsbescheid genannte Vordrucknummer ein (z.B. GWO-04a).
Sofern Sie Mitglied bei einem Wohlfahrtsverband sind und Ihren Förderantrag über den Bundesverband beim BAMF eingereicht haben, informieren Sie sich bitte ausschließlich dort über die Modalitäten einer Mittelanforderung.
Wenn die angeforderten Mittel auf Ihrem Konto eingehen, haben Sie nach geltendem Recht sechs Wochen Zeit, diese zu verausgaben. Für bereits getätigte Ausgaben können Sie unabhängig von der vorgenannten Regelung Geld anfordern.

Können bewilligte Mittel ins nächste Haushaltsjahr übertragen werden?

Nein, aufgrund der sog. „Jährlichkeit“ im Haushaltsrecht können für das Haushaltsjahr 20XX bewilligte Mittel nicht ins Folgejahr übertragen werden. Nicht angeforderte Mittel verfallen.

Was ist ein Verwendungsnachweis und wann muss dieser eingereicht werden?

Mit dem Verwendungsnachweis legen Sie Rechenschaft über die ordnungsgemäße Verwendung der Ihnen zur Verfügung gestellten Bundesmittel ab. Dieser besteht aus einem Sachbericht sowie einem rechnerischen Nachweis.
Die Frist zur Einreichung endet i.d.R. sechs Monate nach Ende des Bewilligungszeitraums. Ist der Träger eines Integrationsprojektes eine Gebietskörperschaft, endet die Frist abweichend von o.g. Regelung zwölf Monate nach Ende des Bewilligungszeitraums.

Wann der Bewilligungszeitraum endet, können Sie dem Zuwendungsbescheid auf Seite 2 entnehmen.

In welchen Fällen müssen bereits ausbezahlte Mittel zurückgezahlt werden?

Werden ausbezahlte Mittel nicht mehr benötigt oder können diese nicht innerhalb der im Zuwendungsbescheid genannten Frist (grundsätzlich sechs Wochen) für projektbezogene Ausgaben verwendet werden, sind diese an das BAMF zurück zu überweisen.

Des Weiteren müssen Mittel an das BAMF zurückgezahlt werden, die nicht zweckgerecht verwendet wurden.