BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Zulassung - Zulassung von Lehrkräften in Integrationskursen

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Zulassung von Lehrkräften in Integrationskursen

Gut qualifizierte Lehrkräfte sind die Voraussetzung für den Erfolg von Integrationskursen. Neben hoher pädagogischer und interkultureller Kompetenz zeichnen sich diese Lehrkräfte durch hohe fachliche Qualifikation aus.

Rechtsgrundlagen

Die Integrationskursverordnung (IntV) definiert die Zulassungsvoraussetzungen für Lehrkräfte wie folgt:

  • Lehrkräfte, die im Integrationskurs Deutsch als Zweitsprache unterrichten, müssen ein erfolgreich abgeschlossenes Studium Deutsch als Fremdsprache oder Deutsch als Zweitsprache vorweisen (§ 15 Absatz 1 IntV).
  • Soweit diese fachlichen Qualifikationen nicht vorliegen, ist eine Zulassung zur Lehrtätigkeit nur möglich, wenn die Lehrkraft an einer vom Bundesamt vorgegebenen Zusatzqualifizierung teilgenommen hat (§ 15 Absatz 2 IntV).
  • Lehrkräfte, die in einem Alphabetisierungskurs unterrichten, müssen neben einer Zulassung nach § 15 Abs. 1 oder 2 IntV zusätzlich eine ausreichende fachliche Qualifikation und Eignung im Bereich der Alphabetisierung nachweisen können (§ 15 Absatz 3 Satz 2 IntV i.V.m. Artikel 2 Abs. 2 der Änderungsverordnung).
  • Lehrkräfte im Orientierungskurs müssen eine für die Vermittlung der Ziele nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 IntV ausreichende fachliche Qualifikation und Eignung nachweisen (§ 15 Absatz 3 Satz 1 IntV).

Zulassungskriterien

Seit dem 01.09.2015 gelten neue Zulassungskriterien.

Zulassung von Lehrkräften in Integrationskursen (§ 15 Absatz 1 und 2 IntV)

  • Lehrkräfte, die über ein in Deutschland abgeschlossenes DaF/DaZ-Studium verfügen, werden gemäß § 15 Absatz 1 IntV sofort zugelassen.
  • Weitere Zulassungsmöglichkeiten und ggf. notwendige Zusatzqualifizierungen sind der Matrix: Zulassungskriterien für Lehrkräfte zum Integrationskurs zu entnehmen (vgl. Download in der rechten Spalte).

Zulassung von Lehrkräften in Alphabetisierungskursen (§ 15 Absatz 3 Satz 2 IntV)

Die Zulassung nach § 15 Absatz 3 Satz 2 IntV setzt die Zulassung nach § 15 Absatz 1 oder 2 IntV voraus.

  • Lehrkräfte, die Qualifikationen im Bereich der Alphabetisierung  gemäß § 15 Absatz 3 Satz 2 IntV nachweisen können, erhalten die Zulassung für das Unterrichten in Alphabetisierungskursen.
  • Lehrkräfte, die über wenig oder keine Qualifikationen im Bereich der Alphabetisierung verfügen, müssen an einer Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Alphabetisierungskursen teilnehmen. Das Bundesamt entscheidet in diesen Fällen, ob für eine Zulassung noch eine verkürzte Zusatzqualifizierung (40 Unterrichtsstunden) oder eine unverkürzte Zusatzqualifizierung (80 Unterrichtsstunden) zu absolvieren ist, siehe hierzu Matrix: Zulassungskriterien für die Zusatzqualifizierung von Lehrkräften in Integrationskursen mit Alphabetisierung (ZQ Alpha).

Zulassungsverfahren

Die Zulassung der Lehrkräfte erfolgt zentral durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in der Regionalstelle Würzburg, Referat 314.

  • Lehrkräfte, die noch über keine Zulassung für den Unterricht in Integrationskursen verfügen, müssen im Rahmen des Zulassungsverfahrens den "Antrag auf Zulassung von Lehrkräften in Integrationskursen" stellen.
    Gleichzeitig dazu können die Lehrkräfte, die eine Zulassung für das Unterrichten im Alphabetisierungskurs anstreben, diese mit dem Vordruck "Antrag auf eine ergänzende Zulassung als Lehrkraft in Alphabetisierungskursen" beantragen.
  • Lehrkräfte, die bereits über eine Zulassung für den Unterricht in Integrationskursen verfügen und zusätzlich die Zulassung für das Unterrichten in Alphabetisierungskursen begehren, verwenden hierzu ebenfalls den Vordruck "Antrag auf eine ergänzende Zulassung als Lehrkraft in Alphabetisierungskursen".

Hervorhebung als Checkliste: Checkliste

Durch geeignete Kopien sind nachzuweisen:

  • Nachweis von Deutschkenntnissen auf C1-Sprachniveau (Liste der vom BAMF anerkannten C1–Nachweise findet sich in rechter Spalte). Nachweis nicht erforderlich bei einem in einem deutschsprachigen Land erworbenen deutschsprachigen Abitur oder Hochschulabschluss in einem deutschsprachigen Studienfach.
  • Studienabschlüsse (mit Nachweis der Studienfächer)/Berufsabschlüsse (Kopie des Originaldokuments und Übersetzung in deutscher Sprache durch einen vereidigten Übersetzer).
  • Bei ausländischen Studienabschlüssen, die eine sprachliche Lehrbefähigung attestieren, Nachweis von Unterrichtspraxis im Umfang von einem Jahr in Anlehnung an das deutsche Referendariat (erforderlich für eine sofortige Zulassung bzw. Zulassung zu einer verkürzten Zusatzqualifizierung
  • Zusatzqualifikationen in DaF/DaZ.
  • Nachweise über Sprachlehrerfahrung in der Erwachsenenbildung (Nachweise durch Bestätigung der Schulen/Einrichtungen mit Angabe des Zeitraums und/oder Angabe der Anzahl der Unterrichtsstunden).
  • Zusatzqualifikationen im Alphabetisierungsbereich.

Das Bundesamt entscheidet nach Prüfung aller im Antragsverfahren vorgelegten schriftlichen Unterlagen und teilt seine Entscheidung mit.

Datum 16.06.2017

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