BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Zusatzqualifizierungen

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Zusatzqualifizierungen

Zusatzqualifizierung und vom Bundesamt anerkannte DaF/DaZ-Zertifikate (Äuqivalenzen) für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache

Eine ausreichende Qualifikation für die Lehrtätigkeit in Integrationskursen besteht grundsätzlich aus einem erfolgreich absolvierten Hochschulstudium in den Fächern Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache (Möglichkeit einer direkten Zulassung nach §15 Absatz 1 IntV).

Weitere Zulassungsmöglichkeiten sind der neuen Matrix zu entnehmen. Die "Zu-lassungskriterien für Lehrkräfte in Integrationskursen" (s. rechte Spalte) zeigen die Mindestvoraussetzungen für die Zulassung zu einer Zusatzqualifizierung Deutsch als Zweitsprache.
Die Zusatzqualifizierung können Lehrkräfte grundsätzlich nur bei einer vom Bundesamt akkreditierten Einrichtung erwerben (s. rechte Spalte).

Die Anmeldung für die Zusatzqualifizierung erfolgt durch die Lehrkraft direkt bei der Qualifizierungseinrichtung. Nach erfolgreichem Abschluss der vom Bundesamt vorgegebenen Zusatzqualifizierung erhalten Lehrkräfte in Integrationskursen ein entsprechendes Zertifikat des Bundesamtes.

Alternativ zur Zusatzqualifizierung kann für eine Zulassung als Integrationskurslehrkraft ein Lehrgang zum Erwerb eines einschlägig anerkannten DaF/DaZ-(Hochschul-)Zertifikates (s. Liste rechte Spalte) absolviert werden. Jedes dieser Zertifikate ist vom Bundesamt als Äquivalenz sowohl zur verkürzten als auch zur unverkürzten Zusatzqualifizierung anerkannt und führt darüber hinaus in Verbindung mit jedem Hochschulabschluss bzw. jedem sprachlichen Berufsabschluss zu einer Zulassung als Integrationskurslehrkraft.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch hier eine Kostenerstattung für die Teilnahme an solchen Lehrgängen möglich (siehe unten Erstattung der Kosten).

Hervorhebung als Achtung: Hinweis

Ausnahmegenehmigung: Personen, deren Antrag auf Zulassung als Lehrkraft in Integrationskursen mit Bescheid des Bundesamtes unter Verweis auf eine noch erforderliche verkürzte oder unverkürzte Zusatzqualifikation abgelehnt wurde, dürfen ab sofort in Integrationskursen - mit Ausnahme von Alphabetisierungskursen - unterrichten. Diese generelle Ausnahme gilt bis zum 31.12.2016. Die bis zu diesem Stichtag bereits begonnenen Integrationskurse können von der Lehrkraft zu Ende geführt werden, selbst wenn die Zusatzqualifikation bis dahin noch nicht erworben wurde.

Erstattung der Kosten der Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache

Seit 01.09.2015 besteht die Möglichkeit einer Rückerstattung der Kosten für die Zusatzqualifizierung im Bereich Deutsch als Zweitsprache. So können Lehrkräfte, die diese Zusatzqualifizierung für die Zulassung als Lehrkraft für Integrationskurse durchlaufen haben, auf ihren Antrag hin unter den nachfolgend angeführten Voraussetzungen die ihnen vom Kursträger in Rechnung gestellten Kurskosten für die Zusatzqualifizierung rückerstattet bekommen (keine Erstattung von Hotel- und Reisekosten).

Die Rückerstattung ist bei der unverkürzten Zusatzqualifizierung auf den Höchstbetrag von 1.380 € beschränkt, bei der verkürzten ZQ auf den Höchstbetrag von 700 €.

Für eine Rückerstattung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Teilnahme an der Zusatzqualifizierung muss auf Grundlage eines Bescheides des Bundesamtes erfolgt sein.
  • Eine bereits vor dem 01.09.2015 zugelassene Lehrkraft muss innerhalb von 18 Monaten - gerechnet ab dem 01.09.2015 - also bis spätestens 28.02.2017, mindestens 900 UE als Lehrkraft in Integrationskursen bei vom Bundesamt zugelassenen Integrationskursträgern absolviert haben.
  • Eine ab dem 01.09.2015 zugelassene Lehrkraft muss innerhalb von 18 Monaten - gerechnet ab dem Datum des Zulassungsbescheids - mindestens 900 UE als Lehrkraft in Integrationskursen bei vom Bundesamt zugelassenen Integrationskursträgern absolviert haben.Soweit auf Grundlage der seit 06.10.2015 gültigen und bis Ende 2016 befristeten generellen Ausnahmegenehmigung Unterrichtsstunden in Integrationskursen des Bundesamts vor der Zulassung nach § 15 Abs. 2 IntV geleistet wurden, können diese auf die 900 UE angerechnet werden, soweit die gesamten 900 UE innerhalb von 18 Monaten abgeleistet wurden.
  • Eine Rückerstattung kommt nur in den Fällen in Frage, in denen die Kosten nicht bereits von anderer Seite (z.B. BA, Jobcenter, Kursträger) übernommen worden sind.

Der Antrag auf Rückerstattung ist beim Bundesamt, Referat 314, zu stellen. Das Antragsformular ist nunmehr als Download auf der rechten Seite an erster Stelle eingestellt.

Erstattung der Kosten für die Teilnahme an Lehrgängen zum Erwerb eines einschlägig anerkannten DaF/DaZ-(Hochschul-)Zertifikates

Die Kostenerstattung ist an dieselben Voraussetzungen und Höchstgrenzen gebunden, die auch für Kostenerstattung der Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache gelten.

  • Grundlage einer Kostenerstattung ist ein Bescheid des Bundesamtes, in dem die antragstellende Person vor der Teilnahme an dem Zertifikatslehrgang auf das Erfordernis einer Zusatzqualifizierung hingewiesen worden ist.
  • Eine zugelassene Lehrkraft muss innerhalb von 18 Monaten - gerechnet ab dem Datum des Zulassungsbescheids - mindestens 900 UE als Lehrkraft in Integrationskursen bei vom Bundesamt zugelassenen Integrationskursträgern absolviert haben.
  • Eine Rückerstattung kommt nur in den Fällen in Frage, in denen die Kosten nicht bereits von anderer Seite (z.B. BA, Jobcenter, Kursträger) übernommen worden sind. Hotel- und Reisekosten werden nicht erstattet.

Hervorhebung als Achtung: Hinweis

Neben der Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache werden auch additive Zusatzqualifizierungen für Lehrkräfte in Alphabetisierungs- und Orientierungskursen angeboten. Das Qualifikationsprofil für diese Lehrkräfte setzt die für den allgemeinen Integrationskurs geforderten Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich Deutsch als Zweitsprache voraus.

Additive Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Alphabetisierungskursen

Das Konzept für einen bundesweiten Alphabetisierungskurs weist darauf hin, dass die dortigen curricularen und methodischen Vorschläge nur dann optimal umgesetzt werden können, wenn die in Alphabetisierungskursen des Bundes tätigen Lehrkräfte entsprechende spezifische Kenntnisse besitzen.

Für die Lehrtätigkeit in Alphabetisierungskursen muss daher gemäß § 15 Abs. 3 Satz 2 IntV eine ausreichende fachliche Qualifikation und Eignung nachgewiesen werden.

Hervorhebung als Achtung: Hinweis

Im Weg einer generellen Ausnahmegenehmigung wird gestattet, dass nach § 15 Abs. 1 oder Abs. 2 IntV zugelassene Lehrkräfte zunächst ohne die nach § 15 Abs. 3 Satz 2 IntV erforderliche Qualifikation in Alphabetisierungskursen unterrichten dürfen. Diese generelle Ausnahme gilt bis zum 31.12.2016. Die bis zu diesem Stichtag bereits begonnenen Alphabetisierungskurse können von der Lehrkraft zu Ende geführt werden, selbst wenn die additive Qualifikation bis dahin noch nicht erworben wurde. Für alle ab dem 01.01.2017 beginnenden Alphabetisierungskurse ist für einen Einsatz als Lehrkraft in einem Alphabetisierungskurs der Nachweis der additiven Zusatzqualifikation wieder erforderlich.

Der Übersicht „Zulassungskriterien für Lehrkräfte in Integrationskursen mit Alphabetisierung“ (siehe Download rechte Spalte) ist zu entnehmen, welche Voraussetzungen für die ergänzende Zulassung bzw. für eine Zulassung zu einer additiven Qualifizierung (ZQ Alpha) im Sinne von § 15 Absatz 3 Satz 2 erforderlich sind.

Je nach Art der bereits erworbenen Qualifikationen im Bereich der Alphabetisierung muss entweder eine verkürzte oder eine unverkürzte ZQ Alpha absolviert werden. Die verkürzte ZQ Alpha umfasst 40 Unterrichtsstunden und die unverkürzte ZQ Alpha 80 Unterrichtsstunden.
Die additive Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Alphabetisierungskursen können Lehrkräfte nur bei einer vom Bundesamt akkreditierten Einrichtung erwerben (siehe Download rechte Spalte).

Die Anmeldeformalitäten für die additive Zusatzqualifizierung muss die Lehrkraft mit der Qualifizierungseinrichtung selbst abstimmen. Nach erfolgreichem Abschluss der vom Bundesamt vorgegebenen Zusatzqualifizierung erhalten Lehrkräfte in Integrationskursen ein entsprechendes Zertifikat des Bundesamtes und die Zulassung für Lehrkräfte in Alphabetisierungskursen.

Additive Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Orientierungskursen

Für die Lehrtätigkeit in Orientierungskursen wird durch § 15 Absatz 3 Satz 1 IntV eine ausreichende fachliche Qualifikation und Eignung gefordert.

Eine solche ausreichende fachliche Qualifikation und Eignung gilt für Lehrkräfte mit einer Zulassung nach § 15 Abs. 1 und 2 IntV als erworben.

Das Curriculum für einen bundesweiten Orientierungskurs weist auf Besonderheiten der Methodik und Didaktik im Orientierungskurs hin. Um die Lernziele und Lerninhalte in den zur Verfügung stehenden 60 Unterrichtseinheiten optimal umsetzen zu können, sind entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten der Lehrkräfte erforderlich.

Eine Teilnahme an der ergänzenden, 30 UE umfassenden „Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte im Orientierungskurs“ wird auch weiterhin empfohlen.

Datum 13.05.2016

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