BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Zusatzqualifizierungen

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Zusatzqualifizierungen

Zusatzqualifizierung und vom Bundesamt anerkannte DaF/DaZ-Zertifikate (Äquivalenzen) für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache

Eine ausreichende Qualifikation für die Lehrtätigkeit in Integrationskursen besteht grundsätzlich aus einem erfolgreich absolvierten Hochschulstudium in den Fächern Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache (Möglichkeit einer direkten Zulassung nach §15 Absatz 1 IntV).

Weitere Zulassungsmöglichkeiten sind der Matrix zu entnehmen. Die "Zulassungskriterien für Lehrkräfte in Integrationskursen" (s. rechte Spalte) zeigen die Mindestvoraussetzungen für die Zulassung zu einer Zusatzqualifizierung Deutsch als Zweitsprache.
Die Zusatzqualifizierung können Lehrkräfte grundsätzlich nur bei einer vom Bundesamt akkreditierten Einrichtung erwerben (s. rechte Spalte).

Die Anmeldung für die Zusatzqualifizierung erfolgt durch die Lehrkraft direkt bei der Qualifizierungseinrichtung. Nach erfolgreichem Abschluss der vom Bundesamt vorgegebenen Zusatzqualifizierung erhalten Lehrkräfte in Integrationskursen ein entsprechendes Zertifikat des Bundesamtes.

Alternativ zur Zusatzqualifizierung kann für eine Zulassung als Integrationskurslehrkraft ein Lehrgang zum Erwerb eines einschlägig anerkannten DaF/DaZ-(Hochschul-)Zertifikates (s. Liste rechte Spalte) absolviert werden. Jedes dieser Zertifikate ist vom Bundesamt als Äquivalenz sowohl zur verkürzten als auch zur unverkürzten Zusatzqualifizierung anerkannt und führt darüber hinaus in Verbindung mit jedem Hochschulabschluss bzw. jedem sprachlichen Berufsabschluss zu einer Zulassung als Integrationskurslehrkraft.Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch hier eine Kostenerstattung für die Teilnahme an solchen Lehrgängen möglich (siehe unten Erstattung der Kosten).

Darüber hinaus hat das Bundesamt einige weitere DaF/DaZ-Qualifizierungsprogramme von anderen Bildungsträgern, welche mindestens 100 Unterrichtseinheiten aufweisen, anerkannt und als "andere DaF/DaZ-Zertifikate" aufgelistet (s. rechte Spalte). Solche Zertifikate stellen keine Äquivalenz zur Zusatzqualifizierung dar. Daher ist keine Erstattung der Teilnahmegebühren durch das Bundesamt möglich, sie können jedoch je nach Gesamtqualifikation der Lehrkraft den Zugang zum Integrationskurssystem erleichtern, vgl. Matrix "Zulassungskriterien für Lehrkräfte in Integrationskursen". Die genannten Fortbildungen sind in der Matrix als "andere DaF/DaZ-Zertifikate (mind. 100 UE)" dargestellt.

Erstattung der Kosten der Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache

Seit 01.09.2015 besteht die Möglichkeit einer Rückerstattung der Kosten für die Zusatzqualifizierung im Bereich Deutsch als Zweitsprache. So können Lehrkräfte, die diese Zusatzqualifizierung für die Zulassung als Lehrkraft für Integrationskurse durchlaufen haben, auf ihren Antrag hin unter den nachfolgend angeführten Voraussetzungen die ihnen vom Kursträger in Rechnung gestellten Kurskosten für die Zusatzqualifizierung rückerstattet bekommen (keine Erstattung von Hotel- und Reisekosten).

Die Rückerstattung ist bei der unverkürzten Zusatzqualifizierung auf den Höchstbetrag von 1.380 € beschränkt, bei der verkürzten ZQ auf den Höchstbetrag von 700 €. Bei Zusatzqualifizierungen, die ab dem 01.01.2017 beginnen, erhöht sich der Höchstbetrag bei der unverkürzten ZQ auf 1.470 €, bei der verkürzten ZQ auf 735 €.

Für eine Rückerstattung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Teilnahme an der Zusatzqualifizierung muss auf Grundlage eines Bescheides des Bundesamtes erfolgt sein.
  • Eine bereits vor dem 01.09.2015 zugelassene Lehrkraft muss innerhalb von 18 Monaten - gerechnet ab dem 01.09.2015 - also bis spätestens 28.02.2017, mindestens 900 UE als Lehrkraft in Integrationskursen des Bundesamtes / ESF-BAMF-Kursen / DeuFöV-Kuren absolviert haben.
  • Eine ab dem 01.09.2015 zugelassene Lehrkraft muss innerhalb von 18 Monaten - gerechnet ab dem Datum des Zulassungsbescheids - mindestens 900 UE als Lehrkraft in Integrationskursen des Bundesamtes / ESF-BAMF-Kursen / DeuFöV-Kursen absolviert haben. Soweit auf Grundlage der seit 06.10.2015 gültigen und bis Ende 2016 befristeten generellen Ausnahmegenehmigung Unterrichtsstunden in Integrationskursen des Bundesamtes / ESF-BAMF-Kursen / DeuFöV-Kursen vor der Zulassung nach § 15 Abs. 2 IntV geleistet wurden bzw. im Rahmen der Verlängerung der Ausnahmegenehmigung für bereits in 2015 und/oder 2016 aktive Lehrkräfte bis zum 31.12.2017 geleistet werden, können diese auf die 900 UE angerechnet werden, soweit die gesamten 900 UE innerhalb von 18 Monaten abgeleistet wurden.
  • Eine Rückerstattung kommt nur in den Fällen in Frage, in denen die Kosten nicht bereits von anderer Seite (z.B. BA, Jobcenter, Kursträger) übernommen worden sind.

Hervorhebung als Achtung: Hinweis zu Rückerstattungsanträgen von Lehrkräften in ESF-BAMF-Kursen/Berufssprachkursen

Die Bearbeitung dieser Anträge ist im Moment zurückgestellt. Sie kann erst erfolgen, wenn eine dafür notwendige und auch geplante Änderung/Ergänzung der DeuFöV erfolgt ist. Sobald dies der Fall ist - voraussichtlich im Herbst 2018 - werden die Anträge umgehend bearbeitet werden.

Der Antrag auf Rückerstattung ist beim Bundesamt, Referat 314, zu stellen. Das Antragsformular ist nunmehr als Download auf der rechten Seite an erster Stelle eingestellt.

Erstattung der Kosten für die Teilnahme an Lehrgängen zum Erwerb eines einschlägig anerkannten DaF/DaZ-(Hochschul-)Zertifikates

Die Kostenerstattung ist an dieselben Voraussetzungen und Höchstgrenzen gebunden, die auch für Kostenerstattung der Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache gelten.

  • Grundlage einer Kostenerstattung ist ein Bescheid des Bundesamtes, in dem die antragstellende Person vor der Teilnahme an dem Zertifikatslehrgang auf das Erfordernis einer Zusatzqualifizierung hingewiesen worden ist.
  • Eine zugelassene Lehrkraft muss innerhalb von 18 Monaten - gerechnet ab dem Datum des Zulassungsbescheids - mindestens 900 UE als Lehrkraft in Integrationskursen des Bundesamtes / ESF-BAMF-Kursen / DeuFöV-Kuren absolviert haben.
  • Eine Rückerstattung kommt nur in den Fällen in Frage, in denen die Kosten nicht bereits von anderer Seite (z.B. BA, Jobcenter, Kursträger) übernommen worden sind. Hotel- und Reisekosten werden nicht erstattet.

Hervorhebung als Achtung: Hinweis

Neben der Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache werden auch additive Zusatzqualifizierungen für Lehrkräfte in Alphabetisierungs- und Orientierungskursen angeboten. Das Qualifikationsprofil für diese Lehrkräfte setzt die für den allgemeinen Integrationskurs geforderten Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich Deutsch als Zweitsprache voraus.

Additive Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Alphabetisierungskursen

Das Konzept für einen bundesweiten Alphabetisierungskurs weist darauf hin, dass die dortigen curricularen und methodischen Vorschläge nur dann optimal umgesetzt werden können, wenn die in Alphabetisierungskursen des Bundes tätigen Lehrkräfte entsprechende spezifische Kenntnisse besitzen.

Für die Lehrtätigkeit in Alphabetisierungskursen muss daher gemäß § 15 Abs. 3 Satz 2 IntV eine ausreichende fachliche Qualifikation und Eignung nachgewiesen werden.

Hervorhebung als Achtung: Hinweis

Im Wege einer generellen Ausnahmegenehmigung ist aktuell gestattet, dass nach § 15 Abs. 1 oder 2 IntV zugelassene Lehrkräfte ohne die nach § 15 Abs. 3 IntV erforderliche Qualifikation in Alphabetisierungskursen unterrichten dürfen.
Diese Ausnahmegenehmigung wird zum 31.03.2019 aufgehoben.

In allen Alphabetisierungskursen dürfen damit ab dem 01.04.2019 ausschließlich Lehrkräfte eingesetzt werden, welche die erforderliche Qualifikation vorweisen können.
Diese Regelung gilt ausnahmslos für alle Kurse unabhängig vom Beginn des Kurses oder des Kursabschnittes, also ausdrücklich auch für Kurse, die bereits vor dem 01.04.2019 begonnen haben oder noch beginnen werden.

Der Übersicht "Zulassungskriterien für Lehrkräfte in Integrationskursen mit Alphabetisierung“ (siehe Download rechte Spalte) ist zu entnehmen, welche Voraussetzungen für die ergänzende Zulassung bzw. für eine Zulassung zu einer additiven Qualifizierung (ZQ Alpha) im Sinne von § 15 Absatz 3 Satz 2 erforderlich sind.

Der Antrag auf eine ergänzende Zulassung als Lehrkraft in Alphabetisierungskursen (siehe Download rechte Spalte) kann direkt beim Bundesamt – Regionalstelle Würzburg – gestellt werden. Die Antragstellung über einen Integrationskursträger ist nicht erforderlich.

Über die Zulassung als Lehrkraft in Alphabetisierungskursen entscheidet das Bundesamt auf der Grundlage der Matrix „Zulassungskriterien für Lehrkräfte in Alphabetisierungskursen“ (siehe Download). Wenn die bereits erworbene Qualifikation für eine Direktzulassung nicht ausreicht, kann zum Erlangen der Zulassung je nach Qualifikation entweder eine verkürzte (40 Unterrichtsstunden) oder eine unverkürzte (80 Unterrichtsstunden) Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Alphabetisierungskursen (ZQ Alpha) absolviert werden.

Die ZQ Alpha können Lehrkräfte nur bei einer vom Bundesamt akkreditierten Einrichtung erwerben (siehe Download rechte Spalte).

Die Teilnahme an einer Zusatzqualifizierung im Bereich Alphabetisierung wird bei Vorliegen folgender Voraussetzungen gefördert:

  1. Bescheid des Bundesamtes mit Verweis auf eine ZQ Alpha
  2. Lehrtätigkeit in einem laufenden Integrationskurs (nachzuweisen mit Formular: "Nachweis des Integrationskursträgers zur Förderung der Teilnahme an der ZQ Alpha" – siehe Download rechte Spalte). Dieses Formular ist bei der Anmeldung zur Teilnahme an der ZQ Alpha beim Träger der ZQ vorzulegen.

Die Förderung erfolgt ausschließlich gegenüber dem Träger der Zusatzqualifizierung. Bei einer verkürzten ZQ beträgt die maximale Förderung 420 €, bei einer unverkürzten ZQ maximal 840 €.

Die Anmeldeformalitäten für die ZQ Alpha muss die Lehrkraft mit der Qualifizierungseinrichtung selbst abstimmen.

Nach erfolgreichem Abschluss der vom Bundesamt vorgegebenen Zusatzqualifizierung erhalten Lehrkräfte in Integrationskursen ein entsprechendes Zertifikat des Bundesamtes und die Zulassung für Lehrkräfte in Alphabetisierungskursen.

Additive Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Orientierungskursen

Für die Lehrtätigkeit in Orientierungskursen wird durch § 15 Absatz 3 Satz 1 IntV eine ausreichende fachliche Qualifikation und Eignung gefordert.

Eine solche ausreichende fachliche Qualifikation und Eignung gilt für Lehrkräfte mit einer Zulassung nach § 15 Abs. 1 und 2 IntV als erworben.

Das Curriculum für einen bundesweiten Orientierungskurs weist auf Besonderheiten der Methodik und Didaktik im Orientierungskurs hin. Um die Lernziele und Lerninhalte in den zur Verfügung stehenden 100 Unterrichtseinheiten optimal umsetzen zu können, sind entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten der Lehrkräfte erforderlich.

Eine Teilnahme an der ergänzenden, 30 UE umfassenden "Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte im Orientierungskurs" wird auch weiterhin empfohlen.

Individuelle Förderung von Fortbildungen im Bereich "Arbeit mit traumatisierten Geflüchteten"

Das Bundesamt möchte die Lehrkräfte der Integrationskurse möglichst zeitnah für den Umgang mit traumatisierten Integrationskursteilnehmenden sensibilisieren und ihnen Hilfsmittel für einen traumasensiblen Unterricht an die Hand geben. Aus diesem Grund fördert das Bundesamt bis zum 31.08.2018 individuell die Teilnahme zugelassener Integrationskurslehrkräfte an bereits bestehenden Fort- und Weiterbildungen im Bereich "Arbeit mit traumatisierten Geflüchteten".

Das Bundesamt hat hierfür eine Liste mit etablierten Trägern erstellt, die bereits Fort- und Weiterbildungen im Bereich "Arbeit mit traumatisierten Geflüchteten" anbieten.

Für die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen bei diesen Trägern können bis zu maximal 200 € pro Lehrkraft erstattet werden.

Datum 19.09.2018

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