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Strukturförderung von Migrantenorganisationen auf Bundesebene

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert zehn Modellprojekte.

Migrantenorganisationen haben eine wichtige Scharnierfunktion zwischen Zuwanderern und Aufnahmegesellschaft. Sie bündeln Engagement, Migrationserfahrung und Kompetenzen in der Integrationsarbeit vor Ort. Damit die überwiegend ehrenamtlich arbeitenden Organisationen den wachsenden Anforderungen gerecht werden können, möchten wir sie beim Aufbau tragfähiger Strukturen und Netzwerke nunmehr noch stärker unterstützen.

65 Migrantenorganisationen haben sich im Frühjahr 2013 für eine strukturelle Förderung durch das Bundesamt beworben. Aus dem Auswahlverfahren sind zehn Organisationen hervorgegangen, die nun mit ihren Projekten an den Start gehen:

  • Bund der Spanischen Elternvereine in Deutschland e.V. - Confederación
  • Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in der Bundesrepublik Deutschland e.V.
  • BundesArbeitsgemeinschaft MigrantInnenNetzwerke Deutschland
  • Bundesverband der Vietnamesen in Deutschland e.V.
  • Bundesverband Russischsprachiger Eltern e.V.
  • Föderation der Türkischen Elternvereine in Deutschland e.V.
  • Kroatischer Weltkongress in Deutschland e.V.
  • Türkische Gemeinde in Deutschland e.V.
  • Verband Griechischer Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland e.V.
  • Zentralrat der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland und Europäischen Sektionen e.V.

Ziel der dreijährigen Modellprojekte ist es, bundesweit tätigen Migrantenorganisationen zu helfen, ihre Kompetenzen noch stärker und systematischer in die Integrationsförderung einzubringen und sich als kontinuierliche Ansprechpartner des Bundes zu etablieren. Mit den Projekten soll der Auf- und Ausbau von Dach- bzw. Bundesverbandstrukturen sowie die Zusammenarbeit zwischen Migrantenorganisationen und anderen staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren der Integrationsarbeit auf Bundesebene gefördert werden.

Im Rahmen einer fachlichen Begleitung werden die beteiligten Migrantenorganisationen vom Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung an der Universität Hannover (ies) in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen (amfn) beim Strukturaufbau unterstützt und beraten. Die Dokumentation und Auswertung der Projektergebnisse soll zudem Erkenntnisse für die Entscheidung über eine langfristige Implementierung von Strukturförderung für Migrantenorganisationen bringen.

Datum 31.01.2014

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