BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Integrationskurszahlen

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Geschäftsstatistik zum Integrationskurs

Die Geschäftsstatistik zum Integrationskurs liefert umfassende Zahlen zu den Entwicklungen rund um die Teilnahme am zentralen sprachlichen Integrationsangebot des Bundes seit 2005. Der vorliegende Bericht bezieht sich auf das dritte Quartal 2016.

Schutzberechtigte aus den Asylverfahren sowie Asylsuchende und Asylbewerber (aus den 5 HKL) bewirken weiter steigende Zugänge beim Integrationskurs

Die Zahl der Teilnahmeberechtigungen hat sich mit 400.628 ausgestellten Berechtigungen weiter stark erhöht. Im Vergleich zum dritten Quartal 2015 liegt eine Steigerung von über 100 % vor. Besonders angestiegen sind erneut die von den Ausländerbehörden erteilten Berechtigungen an Neuzuwanderer (176.614). Verglichen mit dem dritten Quartal 2015 bedeutet dies einen Zuwachs von ca. 110 %, bei den durch die Ausländerbehörden verpflichteten Personen von über 120 %, bei den durch die Träger der Grundsicherung verpflichteten Personen von ca. 170 %. Zu dem letztgenannten Personenkreis gehören insbesondere Schutzberechtigte aus den Asylverfahren. Zudem haben sich ebenfalls die vom BAMF zugelassenen Teilnehmerberechtigungen (174.943) weiterhin erhöht (+ 85 %). Hierzu zählen vor allem Personen aus der neuen Zielgruppe der Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive, Geduldete mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 60 a Abs. 2 Satz 3 AufenthG sowie Inhaber einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 5 AufenthG.
Die Zahl der neuen Kursteilnehmer im dritten Quartal 2016 ist gegenüber dem dritten Quartal 2015 mit 246.125 Personen um rund 90 % angestiegen. Sehr deutlich wird der starke Anstieg bei den von Ausländerbehörden berechtigten Neuzuwanderern (+ 120 %). Die von den Ausländerbehörden verpflichteten Personen weisen ebenfalls eine signifikante Zunahme von über 120 % auf. Bei den vom BAMF zugelassenen neuen Kursteilnehmern liegt eine Steige-rung von ca. 57 % gegenüber dem dritten Quartal 2015 vor.


Syrien belegt weiterhin die Spitzenposition bei den Hauptherkunftsländern, Irak auf Platz 2, gefolgt von Eritrea

Mit einem Anteil von 46,4% an allen neuen Kursteilnehmern liegt Syrien mit deutlichem Ab-stand auf Platz 1 der häufigsten Staatsangehörigkeiten. Im Vergleich zum dritten Quartal 2015 hat sich die Zahl der Syrer um rund 380 % erhöht. Auf Platz 2 (7,3 %) folgt die Gruppe der Iraker (3. Quartal 2015 auf Platz 10). Eritrea nimmt mit einem Anteil von 5,6 % den 3. Platz der häufigsten Staatsangehörigkeiten ein (im 3. Quartal 2015 nicht unter den TOP 10).

Integrationskurs für EU-Bürger nach wie vor attraktiv

Die Zahl der neuen Kursteilnehmer aus den EU-Mitgliedstaaten befindet sich mit 46.752 Personen auf einem weiterhin hohen Niveau. Gegenüber dem dritten Quartal 2015 sind die Teilnehmerzahlen aus der EU allerdings leicht rückläufig (- 17 %).


Deutliche Ausweitung der Kapazitäten im Integrationskurssystem schreitet voran

Mit rd. 14.800 begonnenen Kursen im dritten Quartal 2016 wurden 6.084 (+ 70 %) mehr Kur-se gestartet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Anzahl der Träger konnte im selbi-gen Vergleichszeitraum um rd. 22 % auf 1.699 gesteigert werden.

Allgemeiner Integrationskurs weiterhin häufigste Kursart; Alphabetisierungskurse nehmen weiter zu:
Mit einem Anteil von ca. 75 % bleibt der allgemeine Integrationskurs die am stärksten be-suchte Kursart. Auf Platz 2, mit einem Anteil von 16,8 %, folgt der Alphabetisierungskurs – gegenüber dem dritten Quartal 2015 bedeutet dies eine Zunahme von + 5 %.

Mehr Männer als Frauen in Integrationskursen

Der Anteil der Männer hat sich im dritten Quartal 2016 auf 66,1 % erhöht (3. Quartal 2015: 48,9 %) und liegt damit wie im letzten Quartal höher als der der Frauen. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die größte Teilnehmergruppe mittlerweile aus dem Bereich der humanitären Zuwanderung stammt und aus diesen Herkunftsländern ganz überwiegend Männer zuwandern.

Teilnehmer Sprachprüfung (DTZ)

Im dritten Quartal 2016 schlossen 63,3 % der Teilnehmer den Deutsch-Test für Zuwanderer mit dem B1 Niveau ab. Damit konnte das Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahres in etwa gehalten werden (65%). Das A2 Niveau erreichten 30,2 % der Teilnehmer und befindet sich damit ebenfalls im Bereich des dritten Quartals 2015 (28,5 %).

Datum 20.03.2017

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