BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Integrationskurszahlen

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Geschäftsstatistik zum Integrationskurs

Die Geschäftsstatistik zum Integrationskursliefert umfassende Zahlen zu den Entwicklungen rund um die Teilnahme am zentralen sprachlichen Integrationsangebot des Bundes seit 2005. Der vorliegende Bericht bezieht sich auf das erste Halbjahr 2016.

Schutzberechtigte aus den Asylverfahren bewirken weiter steigende Zugänge beim Integrationskurs

Die Zahl der ausgestellten Teilnahmeberechtigungen ist mit einer vorläufigen Anzahl von 278.404 Berechtigungen weiter ansteigend. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 entspricht das einer Steigerung von über 110 Prozent vor. Besonders angestiegen sind erneut die von den Ausländerbehörden erteilten Berechtigungen an Neuzugewanderte  (115.402). Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 liegt eine Steigerung von ca. 120 Prozent vor, bei den durch die Ausländerbehörden verpflichteten Personen von über 120 Prozent. Zu dem letztgenannten Personenkreis gehören insbesondere Schutzberechtigte aus den Asylverfahren. Zudem sind die vom Bundesamt zugelassenen Teilnehmerberechtigungen (139.476) erheblich angestiegen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 liegt eine Steigerung von über 120 Prozent vor. Hierrunter gehören insbesondere Personen aus der neuen Zielgruppe der Asylbewerbenden mit guter Bleibeperspektive, von Geduldeten mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 60 a Abs. 2 Satz 3 AufenthG sowie für Inhaber einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 5 AufenthG.

Die Gesamtzahl der neuen Kursteilnehmenden im ersten Halbjahr 2016 ist mit 154.589 Personen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 um rund 70 Prozent angestiegen. Sehr deutlich wird auch bei den neuen Teilnehmenden der starke Anstieg der von den Ausländerbehörden berechtigten Neuzugewanderte (69.500, Anstieg um ca. 110 % im Vergleich zum maßgeblichen Vorjahreszeitraum). Die Anzahl der von den Ausländerbehörden verpflichteten Personen weist ebenfalls eine Steigerung von ca. 116 Prozent auf. Bei den vom Bundesamt zugelassenen neuen Kursteilnehmenden liegt eine Steigerung von ca. 45 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 vor.

Syrien, Irak und Eritrea sind Hauptherkunftsländer

Der Anteil der syrischen Staatsangehörigen beträgt 42,6 Prozent an den Gesamtteilnehmenden und zeigt damit einen sehr deutlichen Abstand zu den auf Platz zwei liegenden irakischen Staatsangehörigen (Anteil 6,1 %). Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 hat sich die Zahl der syrischen Staatsbürger um rund 340 Prozent erhöht. Die Gruppe der irakischen Staatsangehörigen ist erstmals auf Platz zwei der häufigsten Staatsangehörigkeiten zu finden (1. Halbjahr 2015 nicht unter den zehn häufigsten Staatsangehörigkeiten). Auf Platz drei folgt erstmalig Staatsangehörige aus Eritrea mit einem Anteil von 6 Prozent der Gesamtteilnehmer (im Halbjahr 2015 nicht unter den zehn häufigsten Herkunftsländer zu finden).

Integrationskurs für EU-Bürgerinnen und Bürger

Die Zahl der neuen Kursteilnehmer aus den EU-Mitgliedstaaten befindet sich mit 34.909 auf einem nach wie vor sehr hohen Niveau – allerdings gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 leicht sinkend (- 11 %).

Kapazitäten im Integrationskurssystem werden weiter ausgebaut

Mit einer Anzahl von 9.600 begonnenen Kursen wurden im ersten Halbjahr 2016 insgesamt 3.574 (+ 60n %) mehr Kurse gestartet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Anzahl der Träger konnte verglichen mit dem ersten Quartal 2015 um 23,5 Prozent auf 1.663 gesteigert werden.

Allgemeiner Integrationskurs ist häufigste Kursart, Alphabetisierungskurse nehmen zu

Mit einem Anteil von ca. 76 Prozent bleibt der allgemeine Integrationskurs die Kursart, die von neuen Kursteilnehmenden am häufigsten besucht wird. 15,4 Prozent der neuen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer begannen im ersten Halbjahr 2016 einen "Alphabetisierungskurs" (im ersten Halbjahr 2015: 11,3 %) – das entspricht einer Steigerung von 4,1 Prozent.

Mehr Männer als Frauen in Integrationskursen

Der Anteil der Männer ist im ersten Halbjahr 2016 auf 64,1 Prozent angestiegen (erstes Halbjahr 2015: 48,2 %) und damit wie im vorherigen Quartal höher als der der Frauen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Anteil der Männer unter den Geflüchteten seit 2015 ebenfalls gestiegen ist.

Teilnehmende an Sprachprüfung (DTZ)

Im ersten Halbjahr 2016 schlossen 63,7 Prozent der Teilnehmenden den Deutsch-Test für Zuwanderer mit dem B1 Niveau ab und konnten somit das Niveau im Vergleichszeitraum des Vorjahres in etwa halten (65 %). Das A 2 Niveau erreichten 29,9 Prozent der Teilnehmenden und befanden sich damit ebenfalls im Bereich des ersten Halbjahres 2015 (29,2 %).

Datum 27.10.2016

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