BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Integrationskurszahlen

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Geschäftsstatistik zum Integrationskurs

Nach wie vor hohe Zugangszahlen beim Integrationskurs

Im 1. Halbjahr 2017 wurden bislang rd. 220.000 Berechtigungen zum Integrationskurs erteilt. Davon sind ca. 94.000 Berechtigungen von den Ausländerbehörden ausgestellt worden, rd. 60.400 von den Trägern der Grundsicherung und ca. 53.600 vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (hierzu zählen vor allem Personen aus der Zielgruppe der Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive, Geduldete mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 60 a Abs. 2 Satz 3 AufenthG sowie Inhaber einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 5 AufenthG). Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2016 ist die Anzahl der von den Ausländerbehörden und vom Bundesamt ausgestellten Berechtigungen gesunken (-19 % bzw. -61 %). Die Träger der Grundsicherung haben dagegen deutlich mehr Berechtigungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum ausgestellt (+188 %). Diese Entwicklung ist zum einen auf die Verkürzung der Asylverfahren bei Neuzuwanderern und zum anderen auf die gesunkene Anzahl an Neuzuwanderern insgesamt zurückzuführen.
Die Anzahl der neuen Kursteilnehmer ist mit rd. 166.000 Personen um rd. 8 % leicht gegenüber dem 1. Halbjahr 2016 angestiegen (1. Halbjahr 2016: 154.600 Personen). Sehr deutlich wird der Anstieg bei den von den Trägern der Grundsicherung (+ 165 %) berechtigten Neuzuwanderern, wohingegen die von den Ausländerbehörden berechtigten Neuzuwanderern leicht abgenommen haben (- 6 %).

Ausweitung der Kapazitäten im Integrationskurssystem schreitet voran

Mit rd. 10.500 begonnenen Kursen im 1. Halbjahr 2017 wurden 866 (+ 9 %) Kurse mehr gestartet als im 1. Halbjahr des Jahres 2016. Die Anzahl der Träger konnte im selbigen Vergleichszeitraum um rd. 5 % auf 1.752 gesteigert werden.


Syrien belegt weiterhin mit weitem Abstand die Spitzenposition bei den Hauptherkunftsländern, Irak auf Platz 2, gefolgt vom Iran

Mit einem Anteil von 39,1 % an allen neuen Kursteilnehmern liegt Syrien weiterhin mit deutlichem Abstand auf Platz 1 der häufigsten Staatsangehörigkeiten (1. Halbjahr 2016: 42,6%). Auf Platz 2 mit 10,2 % folgt die Gruppe der Iraker (1. Halbjahr 2016 ebenfalls auf Platz 2). Afghanistan nimmt mit einem Anteil von 5,5 % den 3. Platz der häufigsten Staatsangehörigkeiten ein (1. Halbjahr 2016 nicht unter den TOP 10).

Integrationskurs für EU-Bürger nach wie vor attraktiv

Die Zahl der neuen Kursteilnehmer aus den EU-Mitgliedstaaten befindet sich mit rd. 26.700 Personen auf einem weiterhin hohen Niveau. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2016 sind die Teilnehmerzahlen aus der EU allerdings rückläufig (- 23 Prozentpunkte).

Allgemeiner Integrationskurs häufigste Kursart; Alphabetisierungskurse nehmen weiter zu

Mit einem Anteil von 64,4 % bleibt der allgemeine Integrationskurs die am stärksten besuchte Kursart. Auf Platz 2, mit einem Anteil von 25,9 %, folgt der Alphabetisierungskurs – gegenüber dem 1. Halbjahr 2016 bedeutet dies eine Zunahme von rund 10 Prozentpunkten.

Weiterhin mehr Männer als Frauen in Integrationskursen

Der Anteil der Männer in Integrationskursen liegt im 1. Halbjahr 2017 bei 60,8 %. Im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr liegt eine Verringerung von rund 4 Prozentpunkten vor. Der weiterhin hohe männliche Anteil in Integrationskursen ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die größte Teilnehmergruppe weiterhin aus dem Bereich der humanitären Zuwanderung stammt und aus diesen Herkunftsländern ganz überwiegend Männer zuwandern.

Teilnehmer Sprachprüfung (DTZ)

Im 1. Halbjahr 2017 schlossen 51,9 % der Teilnehmenden (einschließlich Kurswiederholer) den Deutsch-Test für Zuwanderer mit dem B1 Niveau ab (im 1. Halbjahr 2016: 59,3 %). Das A2 Niveau erreichten im 1. Halbjahr 2017 38,9 % der Teilnehmenden; im Vorjahreshalbjahr lag der entsprechende Anteil bei 32,9 %.

Datum 20.11.2017

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