BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Integrationskurszahlen

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Geschäftsstatistik zum Integrationskurs

Weiterhin hohe Zugangszahlen beim Integrationskurs - insbesondere aus dem humanitären Bereich

Im 1. Quartal 2017 wurden bislang rd. 125.000 Berechtigungen zum Integrationskurs erteilt. Davon sind ca. 51.500 Berechtigungen von den Ausländerbehörden ausgestellt worden, rd. 34.500 von den Trägern der Grundsicherung und ca. 32.000 vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (hierzu zählen vor allem Personen aus der Zielgruppe der Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive, Geduldete mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 60 a Abs. 2 Satz 3 AufenthG sowie Inhaber einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 5 AufenthG). Im Vergleich zum 1. Quartal 2016 ist die Anzahl der von den Ausländerbehörden und vom Bundesamt ausgestellten Berechtigungen gesunken (-18 % bzw. -48 %). Die Träger der Grundsicherung haben dagegen deutlich mehr Berechtigungen als im entsprechenden Vorjahresquartal ausgestellt (+215 %). Diese Entwicklung ist zum einen auf die Verkürzung der Asylverfahren bei Neuzuwanderern und zum anderen auf die gesunkene Anzahl an Neuzuwanderern insgesamt zurückzuführen.
Die Anzahl der neuen Kursteilnehmer ist mit 90.790 Personen um rd. 50 % gegenüber dem 1. Quartal 2016 angestiegen (1. Quartal 2016: 61.556 Personen). Sehr deutlich wird der starke Anstieg abermals bei den von den Trägern der Grundsicherung (+ 271 %) berechtigten Neuzuwanderern sowie bei den von Ausländerbehörden berechtigten Neuzuwanderern (+ 27 %).

Ausweitung der Kapazitäten im Integrationskurssystem schreitet voran

Mit rd. 5.750 begonnenen Kursen im 1. Quartal 2017 wurden 1.749 (+ 30 %) Kurse mehr gestartet als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Die Anzahl der Träger konnte im selbigen Vergleichszeitraum um rd. 15 % auf 1.750 gesteigert werden.


Syrien belegt weiterhin mit weitem Abstand die Spitzenposition bei den Hauptherkunftsländern, Irak auf Platz 2, gefolgt vom Iran

Mit einem Anteil von 42,1 % an allen neuen Kursteilnehmern liegt Syrien mit deutlichem Abstand auf Platz 1 der häufigsten Staatsangehörigkeiten. Im Vergleich zum 1. Quartal 2016 hat sich die Zahl der Syrer um rund 90 % erhöht. Auf Platz 2 (10,4 %) folgt die Gruppe der Iraker (1. Quartal 2016 auf Platz 6). Iran nimmt mit einem Anteil von 5,3 % den 3. Platz der häufigsten Staatsangehörigkeiten ein (1. Quartal 2016 nicht unter den TOP 10).

Integrationskurs für EU-Bürger nach wie vor attraktiv

Die Zahl der neuen Kursteilnehmer aus den EU-Mitgliedstaaten befindet sich mit rd. 14.500 Personen auf einem weiterhin hohen Niveau. Gegenüber dem 1. Quartal 2016 sind die Teilnehmerzahlen aus der EU allerdings rückläufig (- 23 Prozentpunkte).

Allgemeiner Integrationskurs häufigste Kursart; Alphabetisierungskurse nehmen weiter zu:

Mit einem Anteil von 65,9 % bleibt der allgemeine Integrationskurs die am stärksten besuchte Kursart. Auf Platz 2, mit einem Anteil von 25,9 %, folgt der Alphabetisierungskurs – gegenüber dem 1. Quartal 2016 bedeutet dies eine Zunahme von über 10 Prozentpunkten. Erstmalig wird der im Februar dieses Jahres bundesweit neu eingeführte Integrationskurs für Zweitschriftlernende in der Integrationskursgeschäftsstatistik ausgewiesen.

Mehr Männer als Frauen in Integrationskursen

Der Anteil der Männer in Integrationskursen liegt im 1. Quartal 2017 bei 62 %. Im Vergleich zum Vorjahresquartal liegt ein Zuwachs von rund 5 Prozentpunkten vor. Der weiter steigende, männliche Anteil in Integrationskursen ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die größte Teilnehmergruppe weiterhin aus dem Bereich der humanitären Zuwanderung stammt und aus diesen Herkunftsländern ganz überwiegend Männer zuwandern.

Teilnehmer Sprachprüfung (DTZ)

Im 1. Quartal 2017 schlossen 53,2 % der Teilnehmenden (einschließlich Kurswiederholer) den Deutsch-Test für Zuwanderer mit dem B1 Niveau ab (im 1. Quartal 2016: 60,2 %). Das A2 Niveau erreichten im 1. Quartal 2017 37,8 % der Teilnehmenden; im Vorjahresquartal lag der entsprechende Anteil bei 31,8 %.

Datum 01.09.2017

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