BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Integrationskurszahlen - Geschäftsstatistik zum Integrationskurs

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Geschäftsstatistik zum Integrationskurs

Nach wie vor hohe Zugangszahlen beim Integrationskurs

Bis Ende des 3. Quartals 2017 wurden bislang über 300.000 Berechtigungen zum Integrationskurs erteilt. Davon sind ca. 127.000 Berechtigungen von den Ausländerbehörden ausgestellt worden, rd. 81.000 von den Trägern der Grundsicherung und ca. 76.000 vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (hierzu zählen vor allem Personen aus der Zielgruppe der Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive, Geduldete mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 60 a Abs. 2 Satz 3 AufenthG sowie Inhaber einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 5 AufenthG). Im Vergleich zum 3. Quartal 2016 ist die Anzahl der von den Ausländerbehörden und vom Bundesamt ausgestellten Berechtigungen gesunken (-28 % bzw. -56 %). Die Träger der Grundsicherung haben dagegen deutlich mehr Berechtigungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum ausgestellt (+83 %). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Verkürzung der Asylverfahren bei Neuzuwanderern zurückzuführen, sodass diese zeitnah von den Trägern der Grundsicherung zum Integrationskurs verpflichtet werden können.
Die Anzahl der neuen Kursteilnehmer ist mit rd. 230.000 Personen um rd. 7 % leicht gegenüber dem 3. Quartal 2016 gesunken (3. Quartal 2016: 246.0000 Personen). Abgenommen haben dabei die Teilnehmerzahlen vor allem bei den vom Bundesamt zugelassenen Personen (- 32%) sowie bei den von den Ausländerbehörden berechtigten Neuzuwanderer (- 16%), wohingegen die Teilnehmerzahlen bei den von den Trägern der Grundsicherung berechtigten Neuzuwanderern deutlich zugenommen haben (+ 104%)

Weiterhin hohe Kapazitäten im Integrationskurssystem

Mit rd. 14.800 begonnenen Kursen bis Ende des 3. Quartals 2017 wurden nahezu gleich viele Kurse gestartet wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Anzahl der Träger konnte im selbigen Vergleichszeitraum leicht auf 1.737 (+3 %) gesteigert werden.


Syrien belegt weiterhin mit weitem Abstand die Spitzenposition bei den Hauptherkunftsländern, Irak auf Platz 2, gefolgt von Afghanistan

Mit einem Anteil von 37,1 % an allen neuen Kursteilnehmern liegt Syrien weiterhin mit deutlichem Abstand auf Platz 1 der häufigsten Staatsangehörigkeiten (3. Quartal 2016: 46,6%). Auf Platz 2 (9,8 %) folgt die Gruppe der Iraker (3. Quartal 2016 ebenfalls auf Platz 2). Afghanistan nimmt mit einem Anteil von 6,6 % den 3. Platz der häufigsten Staatsangehörigkeiten ein (3. Quartal 2016 nicht unter den TOP 10).

Integrationskurs für EU-Bürger nach wie vor attraktiv

Die Zahl der neuen Kursteilnehmer aus den EU-Mitgliedstaaten befindet sich mit rd. 37.700 Personen auf einem weiterhin hohen Niveau. Gegenüber dem 3. Quartal 2016 sind die Teilnehmerzahlen aus der EU allerdings rückläufig (- 20 %).

Allgemeiner Integrationskurs häufigste Kursart; Alphabetisierungskurse nehmen weiter zu

Mit einem Anteil von 63,0 % bleibt der allgemeine Integrationskurs die am stärksten besuchte Kursart (3. Quartal 2016: 74,9%). Auf Platz 2, mit einem Anteil von 26,4 %, folgt der Alphabetisierungskurs – gegenüber dem 3. Quartal 2016 bedeutet dies eine Zunahme von über 10 Prozentpunkten.

Weiterhin mehr Männer als Frauen in Integrationskursen

Der Anteil der Männer in Integrationskursen liegt bis Ende des 3. Quartals 2017 bei 58,6 %. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum liegt eine Verringerung von rund 8 Prozentpunkten vor. Der noch immer höhere männliche Anteil in Integrationskursen ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die größte Teilnehmergruppe weiterhin aus dem Bereich der humanitären Zuwanderung stammt und aus diesen Herkunftsländern ganz überwiegend Männer zuwandern.

Teilnehmer Sprachprüfung (DTZ)

Bis Ende des 3. Quartals 2017 schlossen 50,3 % der Teilnehmenden (einschließlich Kurswiederholer) den Deutsch-Test für Zuwanderer mit dem B1 Niveau ab (3. Quartal 2016: 59,6 %). Das A2 Niveau erreichten bis Ende des 3. Quartals 2017 39,9 % der Teilnehmenden; im entsprechenden Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Anteil bei 32,6 %.

Datum 02.02.2018

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