BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Voraussetzungen

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Voraussetzungen für die Zulassung und Zulassungsdauer

Die Zulassungsdauer hängt ausschließlich von der Bewertung der Angaben im Erst- bzw. Folgezulassungsantrag für die Zulassung als Integrationskursträger zur Durchführung von allgemeinen Integrationskursen ab. Die Bewertung erfolgt anhand eines Punkte- bzw. Bewertungssystems, welches das Erreichen von Standards bei den Zulassungskriterien abbildet.

Die Bewertungs- und Punktekataloge finden Sie als PDF-Download in der rechten Spalte (sortiert nach Erst- und Folgeantrag).

Erstzulassungsverfahren

Die Zulassungsdauer im Erstzulassungsverfahren beträgt maximal drei Jahre. Sie ist abhängig von folgenden Voraussetzungen:

  • Vorliegen aller zwingend erforderlichen Erklärungen und Angaben,
  • Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (als solche im Antrag gekennzeichnet),
  • Mindestens 75 von 100 möglichen Bewertungspunkten gemäß „Punktekatalog für den Erstantrag“ hinsichtlich der dort genannten Kriterien,
  • Vergütung für alle Honorarlehrkräfte von mindestens 20 Euro pro Unterrichtsstunde.

Wird bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen lediglich eine Vergütung für einzelne oder alle Honorarlehrkräfte von unter 20 Euro pro Unterrichtsstunde gezahlt, beträgt die Zulassungsdauer nur ein Jahr.

Folgezulassungsverfahren

Im Folgezulassungsverfahren kann eine Zulassung für drei, vier oder maximal fünf Jahre erteilt werden. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:  

  • Vorliegen aller zwingend erforderlichen Erklärungen und Angaben,
  • Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (als solche im Antrag gekennzeichnet),

    • 3 Jahre: mindestens 8 von 11 Bewertungskriterien gemäß „Bewertungskatalog für den Folgeantrag“ erfüllt,
    • 4 Jahre: mindestens 10 von 11 Bewertungskriterien gemäß „Bewertungskatalog für den Folgeantrag“ erfüllt,
    • 5 Jahre: mindestens 10 von 11 Bewertungskriterien gemäß „Bewertungskatalog für den Folgeantrag“ sowie alle Bonuskriterien gemäß „Bonussystem Folgezulassung“ erfüllt,
  • Positive Gesamtbewertung des Trägers unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus vorangegangenen Zulassungszeiträumen,
  • Vergütung für alle Honorarlehrkräfte von mindestens 20 Euro pro Unterrichtsstunde.

Wird bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen lediglich eine Vergütung für einzelne oder alle Honorarlehrkräfte von unter 20 Euro pro Unterrichtsstunde gezahlt, beträgt die Zulassungsdauer nur ein Jahr.

Spezielle Integrationskurse

Die Zulassung für die speziellen Integrationskurse (Eltern-, Frauen- und Jugendintegrationskurse sowie Alphabetisierungskurse) setzt voraus, dass etwaige Ausschlussgründe nicht  vorliegen sowie eine etwaige geforderte Mindestpunktzahl gemäß dem jeweiligen Punktekatalog erreicht wird. Die Zulassungsdauer wird davon nicht beeinflusst. Diese bestimmt sich allein nach der Bewertung des Antrags auf Zulassung für die Durchführung allgemeiner Integrationskurse. Im Einzelnen sind folgende Mindestpunktzahlen für die Zulassung zur Durchführung spezieller Integrationskurse zu erfüllen: 

Erstanträge spezielle Integrationskurse:

  • Alphabetisierungskurse: mindestens 7 von 14 Qualitätspunkten
  • Elternintegrationskurse: mindestens 4 von 8 Qualitätspunkten
  • Jugendintegrationskurse: mindestens 7 von 13 Qualitätspunkten
  • Frauenintegrationskurse: keine Punktbewertung

Folgeanträge spezielle Integrationskurse:

  • Alphabetisierungskurse: mindestens 6 von 12 Qualitätspunkten
  • Elternintegrationskurse: mindestens 5 von 9 Qualitätspunkten
  • Jugendintegrationskurse: mindestens 9 von 17 Qualitätspunkten
  • Frauenintegrationskurse: keine Punktbewertung.

Prüfstelle

Die Zulassung als Prüfstelle für den „Deutsch-Test für Zuwanderer“ und / oder den Test „Leben in Deutschland“ setzt voraus, dass alle erforderlichen Kriterien erfüllt sind. Eine Punktebewertung erfolgt nicht. Die Dauer der Zulassung als Prüfstelle richtet sich nach der Zulassungsdauer, die für die allgemeine Zulassung als Integrationskursträger im Erst- bzw. Folgezulassungsverfahren gewährt wurde.

Datum 10.12.2012