BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Blaue Karte EU

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Blaue Karte EU

In Umsetzung der Hochqualifizierten-Richtlinie, die darauf abzielt, einen gemeinsamen Aufenthaltstitel für Hochqualifizierte auf EU-Ebene einzuführen, diesen attraktiv auszugestalten und so die Migration von Hochqualifizierten zu erleichtern und zu fördern, wurde mit der Blauen Karte EU ein neuer Aufenthaltstitel für Ausländer mit akademischem oder diesem gleichwertigen Qualifikationsniveau und einem bestimmten Mindestgehalt in das Aufenthaltsgesetz aufgenommen. Mit der Blauen Karte EU können Drittstaatsangehörige, die einen Hochschulabschluss oder eine vergleichbare Qualifikation besitzen, einen Aufenthaltstitel zum Zweck einer ihrer Qualifikation angemessenen Beschäftigung erhalten.

Bei der Blauen Karte EU handelt es sich um eine bei erstmaliger Erteilung auf höchstens vier Jahre befristete Aufenthaltserlaubnis. Voraussetzungen für die Erteilung sind:

  • deutscher oder anerkannter ausländischer oder vergleichbarer ausländischer Hochschulabschluss,
  • Vorlage eines Arbeitsvertrages oder eines verbindlichen Arbeitsplatzangebotes,
  • grundsätzlich Nachweis eines jährlichen Mindestbruttogehalts von 50.800 Euro,

    Ausnahme: Bei Erteilung einer Blauen Karte EU an Naturwissenschaftler, Mathematiker und Ingenieure sowie an Ärzte und IT-Fachkräfte wird eine niedrigere Gehaltsgrenze von 39.624 Euro zu Grunde gelegt.

  • Befristung auf höchstens vier Jahre bei erstmaliger Erteilung

    Ausnahme: Bei kürzerem als vierjährigem Arbeitsvertrag wird die Erteilung des Aufenthaltstitels auf die Dauer des Arbeitsvertrages zuzüglich drei Monate befristet.

Dem Inhaber einer Blaue Karte EU ist eine unbefristete Niederlassungserlaubnis zu erteilen, wenn er

  • seine Beschäftigung als Hochqualifizierter über 33 Monate ausgeübt hat,
  • in diesem Zeitraum Pflichtbeiträge oder andere Belege für Aufwendungen auf einen Anspruch auf Versicherungsleistungen, die denen aus der gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbar sind, nachweisen kann und
  • die übrigen für die Erteilung einer Niederlassungserlaubnis allgemein notwendigen Voraussetzungen vorliegen. 
  • Soweit der Inhaber der Blauen Karte EU über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt (Niveau B1), wird die Niederlassungserlaubnis bereits nach 21 Monaten erteilt.

Auskunft erteilen die Ausländerbehörden

Nähere Auskünfte erteilt die zuständige Ausländerbehörde. Diese finden Sie über das Geo-Informationssystem Web-GIS des Bundesamtes.

Zu den Voraussetzungen und Vorteilen der Blauen Karte siehe: "Bildung und Beruf“, Seite 16 ff. und Seite 35

Hervorhebung als Achtung: Hinweis

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch in der rechten Spalte dieser Seite.

Datum 28.12.2015

Zusatzinformationen

Ab wann erhalten Personen, die eine Aufenthaltsgestattung oder eine Duldung besitzen, eine Genehmigung zur Ausübung einer Beschäftigung?

Personen, die sich seit drei Monaten zur Durchführung eines Asylverfahrens gestattet im Bundesgebiet aufhalten, kann die Ausübung einer Beschäftigung genehmigt werden.

Die Frist beginnt mit der Ausstellung des Ankunftsnachweises oder, wenn diese nicht erfolgt, mit der Stellung des Asylantrages. Ein vorangegangener Aufenthalt wird auf die Frist angerechnet, wenn die Person aufgrund eines Aufenthaltstitels erlaubt oder wegen einer vorübergehenden Aussetzung der Abschiebung geduldet war. Die Genehmigung der Beschäftigung ist allerdings ausgeschlossen, solange die Pflicht in einer Aufnahmeeinrichtung zu wohnen besteht; diese Pflicht gilt bis zu sechs Monate, im Falle von Asylantragstellenden aus sicheren Herkunftsstaaten aber auch darüber hinaus (§§ 47 Abs. 1 und 1a, 55 Abs. 1 Satz 1 und 3 und § 61 AsylG).

Auch bei Personen mit einer Duldung gilt für die Genehmigung zur Ausübung einer Beschäftigung grundsätzlich eine Wartezeit von drei Monaten; direkt davor liegende Zeiten eines gestatteten oder erlaubten Aufenthalts werden hierbei angerechnet (§ 32 Abs. 1 BeschV). Keine Wartezeit besteht bei Personen, die eine Duldung besitzen, für bestimmte Beschäftigungen - wie die Berufsausbildung in einem staatlich anerkannten oder vergleichbar geregelten Ausbildungsberuf -, für deren Genehmigung es keiner Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit bedarf.

Detaillierte Informationen erteilen die zuständigen Ausländerbehörden.

Kontakt

Sie haben Fragen an uns? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns!

Nationale Kontaktstelle (Blaue Karte EU)

Frankenstraße 210
90461 Nürnberg
Telefon: +49 30-1815-1111
E-Mail: Nachricht schreiben

Ansprechpartner im BAMF

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