BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Aufnahmevoraussetzungen

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Aufnahmevoraussetzungen

Für jüdische Zuwanderer gelten in Deutschland besondere Aufnahmevoraussetzungen. Hier finden Sie die wichtigsten Regeln und Informationen über spezielle Regeln für Opfer nationalsozialistischer Verfolgung.

Die Antragsteller müssen:

  • Staatsangehörige eines Nachfolgestaates der ehemaligen Sowjetunion sein oder als staatenlose Personen mindestens seit 1. Januar 2005 dort wohnen.
  • jüdischer Nationalität sein bzw. von mindestens einem jüdischen Elternteil oder von einem jüdischen Großelternteil abstammen und sich zu keiner anderen Religion bekennen.
  • Deutschkenntnisse nachweisen, die mindestens der Niveaustufe A1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen entsprechen. Dies gilt auch für Familienangehörige. Ausnahmen gelten für Kinder, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, wenn die Ausreise vor ihrem 15. Geburtstag erfolgt.
  • nachweisen, dass sie in einer jüdischen Gemeinde in Deutschland aufgenommen werden. Den Nachweis holt sich das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) über eine gutachterliche Stellungnahme der Zentralen Wohlfahrtsstelle der Juden ein. Die Union der Progressiven Juden wird in das Verfahren eingebunden und kann eine Stellungnahme abgeben.
  • eine positive Integrationsprognose nachweisen. Diese erstellt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf der Grundlage des Antrages. Das BAMF bindet hierbei das familiäre Umfeld ein. Kriterien sind unter anderem Sprachkenntnisse, Qualifikation und Berufserfahrung sowie das Alter der Zuwanderer.

Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung

Bei Personen, die vor dem 1. Januar 1945 in einem Nachfolgestaat der ehemaligen Sowjetunion geboren wurden, wird angenommen, dass sie Opfer nationalsozialistischer Verfolgung sind. Personen, die vor dem 1. Januar 1945 außerhalb dieses Gebietes geboren wurden, können sich auf diese Regelung berufen, müssen ihre Verfolgung aber glaubhaft darlegen.
Opfer nationalsozialistischer Verfolgung müssen keine Deutschkenntnisse nachweisen. Eine Integrationsprognose ist für sie nicht vorgesehen.

Härtefälle

In Härtefällen kann das Bundesamt auf den Nachweis von Deutschkenntnissen verzichten

Datum 17.12.2015

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