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Reintegrationsprogramm ERIN

ERIN (European Reintegration Network) ist ein gemeinsames Reintegrationsprogramm von zahlreichen europäischen Partnerstaaten unter der Leitung der Niederlande.

Vertragspartner (Service Provider) helfen Rückkehrenden im Herkunftsland bei ihrem Neuanfang.

Das Programm (06/2016 - 12/2021) wird weitgehend durch die Europäische Union finanziert.

Schwerpunkte des Programms

  • individuelle Unterstützung nach der Rückkehr in das Herkunftsland (Drittstaat)
  • Hilfestellung bei Existenzgründung und soziale Begleitung durch den Vertragspartner
  • Intensivierung des Dialogs mit Drittstaaten

Zielstaaten

Reintegrationshilfen für Rückkehrende (Drittstaatsangehörige) aus Deutschland können vorerst für folgende Staaten angeboten werden:

  • Afghanistan
  • Bangladesch
  • Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste)
  • Indien
  • Iran*
  • Irak
  • Marokko
  • Nigeria*
  • Pakistan
  • Russische Föderation (nur Tschetschenien)
  • Senegal
  • Somaliland*
  • Sri Lanka*
  • Sudan
  • Ukraine

*In diesen Ländern kommt es aktuell zu Verzögerungen bei der Förderung im Rahmen von ERIN. Anträge werden jedoch weiterhin entgegengenommen.

Reintegrationshilfen

Die Reintegrationshilfen umfassen z. B.:

  • Service bei der Ankunft
  • berufliche Qualifizierungsmaßnahmen, Hilfe bei der Arbeitsplatzsuche
  • Unterstützung bei einer Geschäftsgründung.
  • Beratung und Begleitung zu behördlichen, medizinischen und caritativen Einrichtungen 

Die Unterstützung wird durch den Vertragspartner als Sachleistung gewährt (keine Barauszahlungen).

Bei Nutzung der Programmhilfen wird eine zeitnahe Kontaktaufnahme mit dem Vertragspartner empfohlen.

Vertragspartner

Der Vertragspartner ist meist eine (lokale) nicht-staatliche Organisation mit sozialer und humanitärer Verpflichtung gegenüber schutzbedürftigen Personen. In vertrauensvoller Zusammenarbeit soll ein Neuanfang im Herkunftsland mit dem Ziel einer dauerhaften Reintegration ermöglicht werden. Der Schwerpunkt  der Unterstützung liegt auf tragfähigen Existenzgründungen, Hilfe bei der Arbeitssuche sowie der sozialen/psychologischen Begleitung.

Kontaktdaten der ERIN-Vertragspartner finden Sie rechts zum Herunterladen (s. Download, ERIN Service Provider). 

Zielgruppen/Höhe der Reintegrationshilfen

Reintegrationshilfen stehen freiwillig Rückkehrenden und rückgeführten Personen zu. Die Höhe der Unterstützung orientiert sich an der Anzahl der Rückkehrer im Familienverbund und an der Vulnerabilität des Rückkehrers.

Grundsätzliche Förderhöhen:

  • Freiwillige Rückkehr, Einzelperson: bis zu 1.500,- Euro
  • Freiwillige Rückkehr im Familienverbund: bis zu 2.800 Euro
  • Bei festgestellter Vulnerabilität: + 500,- Euro
  • rückgeführte Personen: bis zu 700,- Euro.

Als vulnerabel gelten: Personen ab 60 Jahren, unbegleitete Minderjährige (<18 Jahre), Personen mit einer Behinderung, schwangere Frauen, Personen mit besonderem medizinischen Bedarf, alleinerziehende Elternteile mit minderjährigen Kindern und Personen, die Folter, Vergewaltigung oder andere schwerwiegende Formen von psychologischer, physischer oder sexueller Gewalt erlitten haben.

Ein Rechtsanspruch auf Förderung durch dieses Programm besteht nicht!

Verträge mit Service Providern

Ein eigenes Beschaffungsteam im ERIN-Programm ist mit der Suche von Partnerorganisationen und der Ausarbeitung von Dienstleistungen beauftragt. Hauptaufgaben sind dabei:

  • Suche von Vertragspartnern (lokale Partner)
  • Ausschreibung und Verhandlungsführung mit Partnerorganisationen
  • Vertragszeichnung nach Vorgabe der ERIN-Partnerstaaten.

Der Grundvertrag mit jedem Vertragspartner wird von allen teilnehmenden Staaten genutzt. Die individuellen Reintegrationshilfen bestimmen die ERIN-Partnerstaaten jedoch selbst.

Finanzierung

Die Europäische Union trägt 90 Prozent der Programmkosten. Die weiteren Kosten sowie die Reintegrationshilfen für Rückkehrende tragen die ERIN-Partnerstaaten.

Datum 08.12.2017

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Kontakt

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