BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Projekt Kosovo URA

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Kosovo: Rückkehr und Reintegration mit URA

Frauen und Männer stehen auf einer Brücke.Unterstützung vor Ort: Die "URA 2"-Mitarbeiter in Priština Quelle: BAMF (212)

Das Projekt URA bietet kosovarischen Rückkehrerinnen und Rückkehrern umfassende Beratungsleistungen und zahlreiche Angebote zur Reintegration und Unterstützung an. Ziel ist es, den Menschen eine nachhaltige Wiedereingliederung in ihrem Herkunftsland zu ermöglichen.

Hervorhebung als Achtung: Rückkehrberatung immer wichtiger

Das Reintegrationsprojekt "URA" ist zentrale Anlaufstelle für Menschen, die aus Deutschland in ihre Herkunftsregion Kosovo zurückkehren. Bis zur Mitte des Jahres 2016 haben sich bereits mehr als 3.000 Rückkehrerinnen und Rückkehrer zur Sozialberatung angemeldet. Innerhalb der ersten sechs Monate des Jahres 2016 betreute das Rückkehrzentrum Priština eine um nahezu 500 Prozent höhere Zahl an Personen als noch im Gesamtjahr 2014.

Das stetig steigende Interesse an der Integrationsförderung stellt für das Projektteam eine enorme organisatorische Herausforderung dar, da allen Rückkehrenden der Zugang zu den einzelnen Förderbereichen, zum Beispiel der kostenlosen Sozialberatung, garantiert wird. Damit sind vielfältige Unterstützungsleistungen verbunden.Gegenwärtig kann es hierbei zu Wartezeiten kommen.

In sorgfältigen Einzelfallprüfungen wurden darüber hinaus die besonders schutzbedürftigen Familien der ersten Jahreshälfte 2016 identifiziert, die eine zusätzliche finanzielle Soforthilfe erhalten. Die große Rückkehrerzahl erfordert eine solche Konzentration der finanziellen Unterstützungsleistungen. Rückkehrer, die nicht den Kriterien der besonderen Vulnerabilität entsprechen, können ausschließlich durch Sozialberatung und Arbeitsvermittlung, nicht aber finanziell gefördert werden.

Diese Maßnahmen sind notwendig, um der hohen Gesamtzahl von zu betreuenden Rückkehrerinnen und Rückkehrern gerecht zu werden.

Angebote, die über eine Sozialberatung hinausgehen, werden individuell nach der Bedürftigkeit beziehungsweise besonderer Schutzbedürftigkeit entschieden.

Es gibt keinen Rechtsanspruch auf die Unterstützungsangebote.

Die Soforthilfe kann bei Bedarf umfassen:  

  • kostenfreie Sozialberatung/Arbeitsvermittlung
  • Teilerstattung von Fahrtkosten zum Zentrum
  • einmalige Gewährung eines Überbrückungsgeldes
  • einmalige Erstattung von Behandlungs- und Medizinkosten
  • Gewährung eines monatlichen Mietkostenzuschusses

Zu den Reintegrationsangeboten können gegebenenfalls zählen:  

  • einmalige Übernahme von Schulungskosten für Sprachkurse
  • Bereitstellung einer Schul-Grundausstattung (Sachmittel)
  • Angebot von Nachhilfeunterricht für schulpflichtige Kinder und Jugendliche
  • Zuschuss zu den Ausbildungskosten für eine theoretische und praktische Berufsfortbildung
  • Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten während einer Ausbildung
  • Arbeitsvermittlung/Vermittlung von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen

Zur Unterstützung von Existenzgründungen kann einmalig und nur bei freiwilliger Rückkehr gewährt werden:

  • Ausbildungskosten
  • Ausbildungsbeihilfe
  • Startgeld für erfolgsversprechende Geschäftsideen

Hervorhebung als Achtung: Hinweis

Die finanziellen Unterstützungsangebote sind nur begrenzt verfügbar und können lediglich von Rückkehrerinnen und Rückkehrern in den Bundesländern:

  • Baden-Württemberg
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Thüringen (nur freiwillig)
  • Berlin
  • Bremen

bis zum 31.12.2017 genutzt werden.

Dies gilt für Rückkehrerinnen und Rückkehrer, die sich vor ihrer Rückkehr mindestens sechs Monate in der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten haben.
Die Beantragung von Unterstützungsleistungen erfolgt ausschließlich im Rückkehrzentrum in Priština.

Der individuelle Förderbedarf wird im Rahmen von Beratungsgesprächen ermittelt.

Das Projekt "URA" ist jährlich befristet. Derzeit läuft es bis zum 31.12.2017. Nach Ablauf wird das Projekt um ein weiteres Jahr verlängert.  

Ansprechpartner

Wer über eine Rückkehr in seine Heimatregion in Kosovo nachdenkt und weitere Informationen zu "URA" wünscht, wendet sich bitte direkt an das Bundesamt oder unser Rückkehrzentrum in Pristina.

Die Beantragung von Unterstützungsleistungen erfolgt ausschließlich im Rückkehrzentrum in Pristina.

Sprechzeiten sind Dienstag bis Donnerstag 9.00-11.30 und 12.30-15.00 Uhr

Hervorhebung als Tipp: Folgende Unterlagen sind für die Antragstellung nötig

  • Schulbescheinigung aus Deutschland für noch minderjährige Kinder
  • Geburtsurkunden für Kinder, die in Deutschland geboren sind
  • Unterlagen zum Asylverfahren wie zum Beispiel die Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender (kurz "BÜMA" bzw. den Ankunftsnachweis)
Datum 23.01.2017

Zusatzinformationen

Rückkehrberatungsstellen

Kontakt

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Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Rückkehrhotline

Frankenstraße 210
90461 Nürnberg
Telefon: +49 911 943 - 0
Telefax: +49 911 943 - 1000
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Ansprechpartner im BAMF

Informieren Sie sich weiter

Weitere Informationen finden Sie unter den angegebenen Adressen oder über den Link wichtige Adressen am Ende der Liste.

Rückkehrzentrum "URA – Die Brücke"

Rr. Mark Isaku Nr. 24
10000 Priština
Republic of Kosova
Telefon: +381 (0) 3823 300 270 0
Telefax: +381 (0) 3822-3772
E-Mail: Nachricht schreiben

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