BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - StarthilfePlus - StarthilfePlus

Navigation und Service

StarthilfePlus

Das Bundesprogramm StarthilfePlus bietet in Ergänzung des Bund-Länder-Programms REAG/GARP (Reintegration and Emigration Programme for Asylum-Seekers in Germany/Government Assisted Repatriation Programme) eine zusätzliche finanzielle Unterstützung für Asylsuchende, die sich verbindlich für eine freiwillige Ausreise entscheiden. Die Antragstellung ist zu jedem Zeitpunkt des Asylverfahrens möglich, muss jedoch spätestens innerhalb der Ausreisepflicht erfolgen.

Voraussetzung für die Gewährung von StarthilfePlus ist, dass eine freiwillige Rückkehr mit dem REAG/GARP-Programm bewilligt wird und dem Rückkehrwilligen eine Starthilfe nach der Liste der GARP-geförderten Herkunftsländer gewährt wird. Wie auch bei REAG/GARP ist die Mittellosigkeit des Antragstellenden Voraussetzung für eine Bewilligung von StarthilfePlus. Ein Anspruch auf Unterstützung besteht nicht.

Der Kreis der Personen, die StarthilfePlus beantragen können, orientiert sich an der GARP-Staatenliste. Personen aus den Staaten Aserbaidschan, Armenien, Georgien, Russische Föderation, Türkei und Ukraine können nur dann gefördert werden, wenn sie ihren Antrag auf Asyl vor dem 01.12.2017 gestellt haben.

Hervorhebung als Achtung: Hinweis

Georgische und ukrainische Staatsangehörige müssen vor der jeweiligen Visaliberalisierung (Georgien 28.03.2017/Ukraine 11.06.2017) eingereist sein um StarthilfePlus erhalten zu können. Andernfalls können nur die Reisekosten übernommen werden.

Hervorhebung_Gesetzgebung: Stufensystem von StarthilfePlus

Stufe 1: Eine finanzielle Unterstützung von 1.200,– Euro (pro Person ab 12 Jahren) wird gewährt, wenn noch vor Zustellung des Asylbescheids die verbindliche Entscheidung getroffen wird, freiwillig aus Deutschland auszureisen und der Asylantrag zurückgenommen wird.

Stufe 2: Eine finanzielle Unterstützung von 800,– Euro (pro Person ab 12 Jahren) wird gewährt, wenn nach Erhalt eines negativen Asylbescheids die verbindliche Entscheidung, freiwillig aus Deutschland auszureisen, noch innerhalb der Ausreisefrist erfolgt und keine Rechtsbehelfe oder Rechtsmittel gegen die Entscheidung eingelegt werden. Falls bereits Rechtsmittel eingelegt wurden, müssen diese zurückgenommen werden.

Stufe S: Eine finanzielle Unterstützung von 800,– Euro wird Personen gewährt, die nach deutschem Recht schutzberechtigt sind und mit REAG/GARP in ihr Herkunftsland zurückkehren. Anders als die anderen Stufen gilt die Stufe S für alle Staatsangehörigkeiten im Rahmen von REAG.

Stufe D – Geduldete – Reintegrationshilfen (Pilotierung ab 01.01.2018):
Stufe D gilt für Langzeitgeduldete (mind. zwei Jahre) Personen mit serbischer oder albanischer Staatsangehörigkeit. Bei der Entscheidung für eine freiwillige Rückkehr können diese eine einmalige finanzielle Unterstützung durch StarthilfePlus sowie eine Reintegrationsunterstützung im Herkunftsland erhalten.

  • finanzielle Unterstützung StarthilfePlus in Höhe von 500,– Euro pro Person ab 12 Jahren: Die Auszahlung erfolgt einmalig nach der Ankunft im Herkunftsland durch das IOM-Büro vor Ort.
  • Reintegrationsunterstützung in Form von Sachleistungen:
    -> Wohnkostenzuschuss von insgesamt bis zu 2.000,– Euro für Familien und insgesamt bis zu 1.000,– Euro für Einzelpersonen
    -> medizinische Kostenübernahme von insgesamt bis zu 3.000,– Euro für Familien und insgesamt bis zu 1.500,– Euro für Einzelpersonen

Minderjährige können nur im Familienverband unterstützt werden.
Personen, die in ein aufnahmebereites Drittland weiterwandern, erhalten keine Stufe D.

Familienzuschlag: Ein Familienzuschlag von 500,– Euro pro Familie wird gewährt, wenn mehr als vier Familienmitglieder gemeinsam einen Antrag auf StarthilfePlus stellen.

Ein Anspruch auf Unterstützung besteht nicht.

Hervorhebung als Achtung: "Dein Land. Deine Zukunft. Jetzt!" - Reintegrationsunterstützung im Bereich Wohnen:

Personen, die freiwillig in ihr Herkunftsland zurückkehren und StarthilfePlus erhalten, können vom 15.09.2018 bis 31.12.2018 zusätzlich angemessene und notwendige Sachleistungen im Bereich Wohnen erhalten.

Familien können durch Sachleistungen in Höhe von maximal 3.000,- Euro, Einzelpersonen in Höhe von maximal 1.000,- Euro unterstützt werden.

Mögliche Sachleistungen sind zum Beispiel Miete, Bau- und Renovierungsarbeiten oder die Grundausstattung für Küche oder Bad. Die konkrete Form der Unterstützung wird nach der Rückkehr mit IOM im Zielland abgestimmt. Der Antrag für die Reintegrationsunterstützung mit dem Namen "Dein Land. Deine Zukunft. Jetzt!" wird bei IOM gemeinsam mit dem StarthilfePlus-Antrag gestellt.

Bitte beachten: Personen, die im Rahmen von StarthilfePlus Stufe D oder Stufe S erhalten oder in ein aufnahmebereites Drittland weiterwandern, können keine zusätzliche Reintegrationsunterstützung im Bereich Wohnen erhalten. Dies gilt auch für Personen, die in die palästinensischen Autonomiegebiete oder nach Somalia zurückkehren.

Mehr Informationen finden Sie im Onlineportal "Returning from Germany" (siehe rechte Spalte).

In jedem Fall muss unverzüglich nach der Antragstellung auf Unterstützung durch StarthilfePlus die Ausreise erfolgen, das heißt ohne schuldhaftes Zögern des Antragstellenden.

Die StarthilfePlus wird abhängig von der Stufe in ein oder zwei Schritten ausgezahlt. Die Auszahlung der ersten Hälfte des Unterstützungsbetrags erfolgt gleichzeitig mit der Auszahlung der regulären GARP-Starthilfe bei der Ausreise. Die Auszahlung der zweiten Hälfte soll sechs bis acht Monate später im Herkunftsland erfolgen. Bei Stufe S erfolgt die Auszahlung der gesamten Förderung vor Ausreise am Flughafen. Bei Stufe D wird die Starthilfe in einer Rate nach der Rückkehr im Herkunftsland ausgezahlt. Die individuelle Reintegrationsunterstützung wird vor Ort abgestimmt..

StarthilfePlus wird – aufbauend auf REAG/GARP – von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) im Auftrag des Bundes durchgeführt.

Ein umfangreiches Merkblatt zu StarthilfePlus und der Erweiterung, eine Länderübersicht über die bundesweiten Rückkehrprogramme sowie die von den antragsübermittelnden Stellen an IOM zu übermittelnden Unterlagen stehen unter ReturningfromGermany (s. Link in der rechten Spalte) als Downloads zur Verfügung.

Fragen beantworten IOM-Vertretung in Nürnberg wie auch die Mitarbeitenden der Rückkehrhotline des Bundesamtes.

Datum 01.03.2018

Zusatzinformationen

FAQ: Freiwillige Rückkehr

Personen, die unabhängig von ihrem Aufenthaltstitel daran interessiert sind, in ihr Herkunftsland zurückzukehren, können sich für eine freiwillige Rückkehr entscheiden. Was dabei zu beachten ist und welche Vorteile eine freiwillige Rückkehr hat, beantworten diese FAQs.

Mehr: FAQ: Freiwillige Rückkehr …

Zum Thema

Kontakt

Sie haben Fragen an uns? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns!

IOM Internationale Organisation für Migration – Vertretung in Nürnberg

Neumeyerstraße 20-26
90411 Nürnberg
Deutschland
Telefon: +49 (0)911 4300 - 0
Telefax: +49 (0)911 4300 - 260

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Rückkehrhotline

Frankenstraße 210
90461 Nürnberg
Telefon: +49 911 943 - 0
Telefax: +49 911 943 - 1000
E-Mail: Nachricht schreiben
zum Kontaktformular

Ansprechpartner im BAMF

Direktlinks zu den sozialen Medien