BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Projekt ERIN

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Projekt ERIN

ERIN (European Reintegration Instrument Network) ist ein gemeinsames Rückkehr- und Reintegrationsprojekt von sieben europäischen Partnerstaaten (Niederlande, Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland sowie Norwegen mit Sonderstatus als Nicht-EU-Staat).

Vertragspartner (Service Provider) helfen Rückkehrern im Herkunftsland bei ihrem Neuanfang.

Das zweijährige Projekt (Juni 2014 - Mai 2016) wird weitgehend durch die EU-Kommission finanziert.

Hervorhebung als Tipp: Ausschreibung zur Betreuung und Unterstützung von Rückkehrern in bestimmten Herkunftsländern

Die Ausschreibungsfrist endet am 18. Mai 2016 unter der Referenz-Nummer 100100 bei TenderNed (Ausschreibungssystem der niederländischen Regierung). Angebote sind ausschließlich in englischer Sprache abzugeben.

Weitere Informationen zur Ausschreibung und zum Registrierungsverfahren finden Sie in der rechten Spalte unter „Zum Thema“. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Ansprechpartner auf der rechten Seite.

Hervorhebung als Achtung: Wichtiger Hinweis

Die ERIN-Unterstützung endet Ende Mai 2016 (Projektende). Bitte senden Sie vorübergehend keine weiteren Anträge zu. Eine Anschlussförderung in verschiedene Herkunftsländer ist ab Juni 2016 geplant. Hierzu ergehen in Kürze weitere Hinweise zu Zielländern, Förderumfang und Verfahren.

Schwerpunkte des Projektes

  • Reintegrationsunterstützung nach Rückkehr in das Herkunftsland (Drittstaat)
  • Soziale Begleitung und berufliche Unterstützung von Rückkehrern durch Vertragspartner für eine dauerhafte Reintegration im Herkunftsland
  • Etablierung eines Beschaffungsteams (joint procurement team) für die Suche, Ausschreibung und Vertragszeichnung von Partnerorganisationen aus den Zielstaaten
  • Strukturelle Fortsetzung des Beschaffungsteams über die Projektdauer hinaus

Zielstaaten

Reintegrationsleistungen für Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus Deutschland stehen in diesen Staaten zur Verfügung:

  • Afghanistan
  • Iran
  • Nigeria
  • Pakistan
  • Somaliland

Weitere Zielstaaten für die europäischen Partnerländer sind:

  • Demokratische Republik Kongo
  • Guinea
  • Irak/ARK
  • Marokko
  • Russische Föderation
  • Somalia (Mitte/Süd)
  • Sri Lanka

Reintegrationshilfen

Die Reintegrationshilfen umfassen z. B.

  • Service bei der Ankunft
  • Beratung und Begleitung zu behördlichen, medizinischen und caritativen Einrichtungen
  • Berufliche Qualifizierungsmaßnahmen, Hilfe bei Arbeitsplatzsuche
  • Unterstützung bei einer Geschäftsgründung.

Die Unterstützung wird über den Service Provider als Sachleistung gewährt (keine Direktzahlungen).

Service Provider

Der Service Provider ist meist eine (lokale) nichtstaatliche Organisation mit sozialer und humanitärer Verpflichtung gegenüber schutzbedürftigen Personen. In vertrauensvoller Zusammenarbeit soll für Rückkehrer ein Neuanfang im Herkunftsland sowie die dauerhafte Reintegration gestärkt werden. Der Fokus liegt auf der sozialen/psychologischen Begleitung der Rückkehrer sowie Hilfestellung zu tragfähigen Existenzgründungen.

Die Kontaktdaten der ERIN-Vertragspartner stehen im Antragsformular. 

Zielgruppen/Höhe der Reintegrationshilfen

Reintegrationshilfen stehen freiwilligen Rückkehrern und rückgeführten Personen zu.

Freiwillige Rückkehrer: bis zu 1.300,- EUR; bei Gründung eines eigenen Geschäftes bis zu 2.000,- EUR.

Rückgeführte Personen: bis zu 700,- EUR.

Antrag

Die Reintegrationshilfen werden nur auf Antrag gewährt (kein Rechtsanspruch).  

Das Antragsformular sowie Verfahrenshinweise finden Sie unter Download (rechte Spalte).

Beschaffungsteam (Joint Procurement Team - JPT)

Das JPT (FEDASIL - belgische Partnerbehörde) ist eine eigenständige Stelle im ERIN-Projekt und handelt im Auftrag der ERIN-Partnerstaaten. Die Aufgaben des JPT sind:

  • Suche von Vertragspartnern (Service Provider/lokale Partner) in Drittstaaten
  • Ausschreibung und Verhandlungsführung mit Partnerorganisationen
  • Vertragszeichnung nach Vorgabe der ERIN-Partnerstaaten.

Das Ausschreibungsverfahren orientiert sich am EU-Vergaberecht (subsidiär belgisches Ausschreibungsrecht).

Andere europäische Staaten können ebenfalls die Dienste des JPT in Anspruch nehmen.

Finanzierung

Die Europäische Union trägt 90 Prozent der Projektkosten. Die weiteren Kosten sowie die Reintegrationshilfen für Rückkehrer tragen die ERIN-Partnerstaaten.

Sonstige Hinweise

ERIN unterstützt die Reintegration nach erfolgter Rückkehr. Vorbereitende Maßnahmen (z. B. Beratungsgespräche, Aufwändungen für die Beschaffung von Reisedokumenten) sind nicht förderfähig.

Können Rückkehrer ihre Ausreisekosten nicht selbst finanzieren, besteht - neben den ERIN-Leistungen - eine weitere Fördermöglichkeit über das humanitäre Rückkehrprogramm REAG/GARP. Für das Antragsverfahren gelten die jährlich festgelegten Förderbestimmungen REAG/GARP (s. Merkblatt).

Weitere Auskünfte zu ERIN erhalten Sie über die Koordinierungsstelle Rückkehr und Reintegration (s. Kontaktfeld rechte Spalte).

Datum 08.03.2016

Zusatzinformationen

Ko-finanziert durch den Europ. Rückkehrfonds

Europaflagge

Kontakt

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Johann Ehrnsperger

Frankenstraße 210
90461 Nürnberg
Telefon: +49 911 943-24154
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