BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Arbeitsrecht

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Arbeitsrecht

Eine volle Arbeitsstelle umfasst in Deutschland etwa 40 Stunden pro Woche. Es ist auch möglich, in Teilzeit zu arbeiten.

Arbeitszeit

Die maximale Arbeitszeit pro Woche ist gesetzlich begrenzt, durchschnittlich auf 48 Stunden (60 Stunden mit Ausgleich auf 48 Stunden innerhalb von 6 Monaten).

Normalerweise arbeiten Sie von Montag bis Freitag. Gesetzlich zulässig ist Arbeit an allen Werktagen der Woche (Montag bis Samstag) sowie Nacht- und Schichtarbeit.

In vielen Bereichen, zum Beispiel im Gesundheitswesen, in der Gastronomie und in Verkehrsbetrieben, ist auch Arbeit an Sonn- und Feiertagen erlaubt.

Urlaub

Wer fünf Tage pro Woche arbeitet, hat einen gesetzlichen Anspruch auf mindestens 20 Arbeitstage Urlaub im Jahr.

Jugendliche haben bei einer Fünf-Tage-Woche einen längeren gesetzlichen Urlaubsanspruch: bei einem Alter unter 16 Jahren mindestens 25 Tage, unter 17 Jahren mindestens 23 Tage und unter 18 Jahren mindestens 21 Tage.

Krankheit

Wenn Sie krank sind, zahlt Ihr Arbeitgeber sechs Wochen lang Ihr volles Gehalt.

Sind Sie länger als sechs Wochen krank und gesetzlich versichert, bezahlt Ihre Krankenkasse 70 Prozent Ihres Lohnes. Bei privaten Krankenversicherungen gelten verschiedene Regeln. Fragen Sie direkt bei Ihrer Krankenkasse nach.

Wichtig ist, dass Sie Ihrem Arbeitgeber sofort melden, wenn Sie krank sind. Sollten Sie länger als drei Tage krank sein, müssen Sie spätestens am vierten Tag eine Bescheinigung vom Arzt (Attest) bei Ihrem Arbeitgeber einreichen. Der Arbeitgeber ist allerdings berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung auch früher zu verlangen.

Hervorhebung als Achtung: Hinweis

Welche Krankheit Sie haben, müssen Sie Ihrem Arbeitgeber nicht sagen. Diese Information unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht und steht deshalb auch nicht auf dem Attest, das Sie von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt bekommen.

Kündigungsschutz

In Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gilt in Deutschland das Kündigungsschutzgesetz, das vor sozial nicht gerechtfertigten Kündigungen schützt.

Einen besonderen Kündigungsschutz genießen zum Beispiel Betriebsratsmitglieder, Schwangere und Mütter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung, Arbeitnehmer in der Elternzeit und schwerbehinderte Menschen.

Je länger Sie für eine Firma arbeiten, desto länger ist auch Ihre gesetzliche Kündigungsfrist, wenn der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis kündigt. Kündigungsfristen können sich allerdings auch aus einem anzuwendenden Tarifvertrag ergeben.

Datum 06.11.2015

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