BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Einkaufen und Verbraucherschutz

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Einkaufen
und Verbraucherschutz

Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs können Sie in Lebensmittelmärkten, Einkaufszentren oder Fachgeschäften kaufen. Aber beachten Sie: Gleiche oder ähnliche Waren haben in verschiedenen Läden häufig unterschiedliche Preise. Besonders günstige Preise – Sonderangebote – gelten oft nur für kurze Zeit. Es lohnt sich daher, sich genau zu informieren sowie Qualität und Preise zu vergleichen.

Bei größeren Anschaffungen kann es sinnvoll sein, Testberichte zu den Produkten zu  lesen. Es gibt viele Möglichkeiten herauszufinden, wie gut ein Angebot wirklich ist. Informationen und Produktbewertungen in Presseberichten, Fachmagazinen oder Veröffentlichungen im Internet bieten insbesondere die Stiftung Warentest und die Verbraucherzentralen der Bundesländer an.

Ladenöffnungszeiten

Die Geschäfte haben in Deutschland nicht überall gleich lange geöffnet. Die Öffnungszeiten unterscheiden sich in den einzelnen Bundesländern. In der Regel sind die Geschäfte von Montag bis Samstag von 9 bis 20 Uhr geöffnet.

Einkäufe bezahlen

Sie können überall in Deutschland mit Bargeld bezahlen. Die Möglichkeit bargeldlos zu bezahlen, besteht ebenfalls vielfach. Haben Sie ein Konto bei einer Bank oder einer Sparkasse, wird Ihnen häufig eine girocard oder eine Kreditkarte ausgestellt (zum Teil gegen Gebühr), mit der Sie bezahlen können. Der bezahlte Betrag wird dann automatisch von Ihrem Konto abgebucht.

Einkaufen im Internet

Viele Waren kann man heute über das Internet bestellen. Allerdings sind nicht alle Angebote seriös. Sie sollten deshalb gerade bei Einkäufen im Internet und bei Internetauktionen vorsichtig sein. Auf sichere Art können Sie im Internet einkaufen, wenn Sie zum Beispiel erst dann bezahlen müssen, wenn die Ware und die Rechnung bei Ihnen angekommen sind. Ebenfalls sicher ist das so genannte Lastschriftverfahren, bei dem das Geld direkt von Ihrem Bankkonto abgebucht wird. Hierzu müssen Sie zuvor Ihre Erlaubnis geben. Das Verfahren hat den Vorteil, dass Sie in der Regel Ihr Geld innerhalb von acht Wochen von Ihrer Bank zurückholen lassen können.

Hervorhebung als Tipp: Tipp

Wenn Sie Opfer eines Betrugs im Internet geworden sind, sollten Sie so schnell wie möglich Anzeige bei der Polizei erstatten und den Betreiber der Internetseite informieren. Verlieren Sie dabei keine Zeit - bei der Suche nach der Betrügerin oder dem Betrüger zählt jeder Tag.

Hervorhebung als Achtung: Hinweis

Vorsicht bei Gewinnspielen
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Ihre Adresse angeben sollen. Bei Gewinnspielen werden oftmals Adressen gesammelt. Hinterher erhalten die betroffenen Kunden Werbung in großer Menge per Post, per E-Mail oder per Telefon. Viele Menschen fühlen sich davon belästigt. Auch Kunden-und Bonuskarten können dazu dienen, Adressen für unerwünschte Werbung zu sammeln.

Gewährleistung und Garantie

Jeder Verkäufer muss sicherstellen, dass der Kunde die Ware frei von Mängeln erhält. Bemerkt er innerhalb von zwei Jahren nach der Ablieferung Mängel oder Fehler, die schon beim Erhalt der Ware vorhanden waren, hat er einen gesetzlichen Anspruch auf Gewährleistung. Das gilt auch bei reduzierter Ware und Sonderangeboten. Diesen Anspruch haben Sie natürlich nicht, wenn sich ein Produkt durch den Gebrauch abgenutzt hat. Wenn in den ersten sechs Monaten nach einem Kauf zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher ein Mangel auf taucht, muss der Verkäufer beweisen, dass die Ware ohne Fehler oder Mangel verkauft wurde. Wenn mehr als 6 Monate vergangen sind, müssen Sie als Kunde nachweisen, dass die Ware von Beginn an fehlerhaft war.

Hervorhebung als Achtung: Hinweis

Garantie und Gewährleistung sind nicht das Gleiche. Als Garantie wird das Versprechen eines Herstellers bezeichnet, dass sein Produkt über bestimmte Eigenschaften verfügt und/oder für eine bestimmte Dauer funktioniert. Jede Garantie ist freiwillig. Kein Hersteller muss eine Garantie für seine Ware geben.

Umtauschen

Ein Umtausch ist immer freiwillig. Kein Geschäft muss gekaufte Ware umtauschen, wenn kein Mangel vorliegt.

Hervorhebung als Tipp: Tipp

Wenn Sie gekaufte Ware wegen eines Mangels zurückgeben oder umtauschen möchten, brauchen Sie dafür keine Originalverpackung. Niemand kann von Ihnen verlangen, Kartons oder Plastikfolien aufzubewahren. Auch den Kassenbon brauchen Sie nicht unbedingt. Der Bon macht es zwar leichter zu beweisen, wo ein Produkt gekauft wurde. Als Beweis können aber auch ein Kontoauszug oder eine Zeugenaussage dienen.

   

"Haustürgeschäfte" und per Brief, Fax, E-Mail oder im Internet geschlossene Verträge

Ein Vertrag ist schnell abgeschlossen und unterschrieben – manchmal zu schnell, vor allem an der Haustür, im Internet oder am Telefon. Deshalb haben Sie bei solchen Verträgen in der Regel ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen. Das bedeutet, dass Sie Ihre Vertragserklärung widerrufen können. Sie sind dann an den Vertrag nicht mehr gebunden. Ihren Widerruf müssen Sie nicht begründen. Aus Beweisgründen empfiehlt es sich jedoch, den Widerruf in Textform (also z. B. per Brief, Fax oder E-Mail) zu erklären. Sollten dennoch Probleme auftreten, können Sie sich an eine Verbraucherzentrale wenden.

Hervorhebung als Checkliste: Checkliste

Diese Regel gilt im Allgemeinen für

  • Vereinbarungen, die an Ihrem Arbeitsplatz, in einer Privatwohnung, am Telefon, auf der Straße oder in Verkehrsmitteln getroffen wurden
  • (Kauf-)Verträge, die zwar in Geschäftsräumen geschlossen werden, bei denen Sie aber vorher außerhalb der Geschäftsräume persönlich und individuell vom Unternehmer angesprochen worden sind
  • (Kauf)Verträge, die im Internet abgeschlossen wurden,
  • Katalogbestellungen
  • Vereinbarungen, die per Brief, Fax oder E-Mail geschlossen wurden
  • Vereinbarungen, die auf Verkaufsausflügen (häufig Kaffeefahrten genannt) getroffen wurden
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              

Grundsätzlich gilt: Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht wirklich verstanden haben. Informieren Sie sich vor dem Kauf, ob und wie Sie den Vertrag widerrufen können und welche Ausnahmen es gibt (zum Beispiel bei Hotelbuchungen). Meist haben Sie nur 14 Tage Zeit, um den Widerruf zu erklären. Warten Sie deshalb damit nicht zu lange!

Datum 08.09.2015

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