BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Elterngeld und Elternzeit

Navigation und Service

Elterngeld und Elternzeit

In Deutschland unterstützt Sie der Staat dabei, Ihre Kinder aufzuziehen. Elterngeld und Elternzeit sind die wichtigsten Angebote für Eltern.

Elternzeit

Die Elternzeit bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihr Kind zu betreuen und gleichzeitig den Anschluss an das Berufsleben nicht zu verlieren.

Als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer haben Sie bis zum dritten Geburtstag Ihres Kindes einen Anspruch auf Elternzeit. In diesem Zeitraum müssen Sie nicht arbeiten - ihr Arbeitsplatz bleibt bestehen und darf vom Arbeitgeber nicht gekündigt werden. Elternzeit können Mütter und Väter alleine oder gemeinsam nehmen. Auch Großeltern können einen Anspruch auf Elternzeit haben, wenn der Elternteil noch minderjährig ist oder sich in einer Ausbildung befindet, die aufgenommen wurde, als der junge Elternteil noch minderjährig war. Der Anspruch für Großeltern besteht nur für Zeiten, in denen keiner der Elternteile des Kindes selbst Elternzeit beansprucht.

Hervorhebung als Checkliste: Checkliste

Wichtig ist, dass Sie:

  • mit dem Kind in einem Haushalt leben
  • das Kind überwiegend selbst betreuen und erziehen
  • während der Elternzeit nicht mehr als 30 Wochenstunden arbeiten.

Den Antrag auf Elternzeit bis zur Vollendung des dritten Geburtstags müssen Sie spätestens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit bei Ihrem Arbeitgeber einreichen. Nach der Elternzeit muss Ihr Arbeitgeber Ihnen einen gleichwertigen Arbeitsplatz bieten.

Bei Geburten bis zum 30. Juni 2015 ist mit Zustimmung des Arbeitgebers auch ein Anteil der Elternzeit von bis zu 12 Monaten bis zum achten Geburtstag des Kindes übertragbar. Für Geburten ab dem 1. Juli 2015 können bis zu 24 Monate Elternzeit zwischen dem dritten und achten Lebensjahr des Kindes beansprucht werden. Diese Elternzeit zwischen dem dritten und achten Lebensjahr des Kindes für Geburten ab dem 1. Juli 2015 muss 13 Wochen vor deren Beginn angemeldet werden.

Elterngeld und ElterngeldPlus

Das Elterngeld ist eine staatliche Unterstützung für Eltern, die ihr Kind nach der Geburt eine Zeit lang selbst betreuen möchten und deshalb während dieser Zeit nicht oder nicht voll erwerbstätig sind. Auch Eltern, die vor der Geburt nicht berufstätig waren, können Elterngeld erhalten.

Das Elterngeld gibt es für Geburten ab 1.Juli 2015 in zwei Varianten als Basiselterngeld, das der bisherigen Elterngeldregelung entspricht, und als ElterngeldPlus. Beim ElterngeldPlus können Mütter und Väter Elterngeldbezug und Teilzeitarbeit miteinander kombinieren. Eltern, die frühzeitig in Teilzeit wieder in den Beruf einsteigen, bekommen länger Elterngeld.

Die wichtigsten Informationen zum Elterngeld:

  • Das Elterngeld beträgt rund zwei Drittel des bisherigen Einkommens – mindestens 300 und höchstens 1.800 Euro.
  • Elterngeld wird für zwölf Monate gezahlt.
  • Wenn Mutter und Vater sich die Elternzeit teilen, bekommen Sie zusammen maximal 14 Monate lang Basiselterngeld. Ein Elternteil kann dabei mindestens zwei und höchstens zwölf Monate Elterngeld beziehen.
  • ElterngeldPlus berechnet sich wie das Basiselterngeld, beträgt aber maximal die Hälfte des Elterngeldbetrags, der Eltern ohne Teilzeiteinkommen nach der Geburt zustünde. Dafür wird es für den doppelten Zeitraum gezahlt: ein Basiselterngeldmonat = zwei ElterngeldPlus-Monate.
  • Wenn Mutter und Vater in vier aufeinanderfolgenden Monaten gleichzeitig zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten, bekommt jeder Elternteil also vier zusätzliche Monatsbeträge ElterngeldPlus (sogenannte Partnerschaftsbonusmonate).
  • Alleinerziehenden stehen die vollen 14 Monate Basiselterngeld und der Partnerschaftsbonus zu.
  • Auch, wenn Sie vor der Geburt keine Arbeitsstelle hatten, können Sie Elterngeld erhalten.

Hervorhebung als Checkliste: Checkliste Elterngeld

Um Elterngeld zu erhalten, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie betreuen und erziehen ihr Kind nach der Geburt selbst.
  • Sie leben mit Ihrem Kind in einem Haushalt zusammen.
  • Sie sind nicht mehr als 30 Stunden pro Woche berufstätig.
  • Sie haben Ihren Wohnsitz oder Ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland.

Staatsangehörige von EU-Mitgliedsstaaten, Islands, Liechtensteins, Norwegens und der Schweiz haben ebenso wie Deutsche einen Anspruch auf Elterngeld, wenn sie in Deutschland erwerbstätig sind oder in Deutschland wohnen.

Wer eine Niederlassungserlaubnis besitzt, erfüllt diese Voraussetzungen ohne weiteres. Wer eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, erfüllt die Anspruchsvoraussetzungen nur dann, wenn sie oder er auch zur Erwerbstätigkeit in Deutschland berechtigt ist oder war. Erst nach einem Aufenthalt in Deutschland von drei Jahren kann Elterngeld erhalten, wer eine Aufenthaltserlaubnis in Härtefällen, zum vorübergehenden Schutz, bei Aussetzung der Abschiebung oder wegen des Bestehens von Ausreisehindernissen besitzt.

Lassen Sie sich über die genauen Regelungen beraten.

Das Elterngeld muss schriftlich beantragt werden. Die Bundesländer haben hierfür Elterngeldstellen eingerichtet.

Hervorhebung als Tipp: Tipp

Die voraussichtliche Höhe des Elterngeldes, das Sie erhalten, können Sie mit dem Elterngeldrechner des Bundesfamilienministeriums berechnen (siehe Link in der rechten Spalte).

Hervorhebung als Adresse: Informationen vor Ort

Hier können Sie sich an Ihrem Wohnort weiter informieren:

  • Stadt-, Kreis-, Gemeindeverwaltung
  • Familienberatungsstellen
  • Elterngeldstellen
Datum 21.10.2015

Direktlinks zu den sozialen Medien