BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Schwangerschaft und Mutterschutz

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Schwangerschaft und Mutterschutz

Es gibt Beratungsangebote, die sich speziell an werdende Mütter und werdende Elternpaare richten. Wenn Sie ein Kind erwarten, hilft Ihnen die Schwangerschaftsberatung bei Fragen rund um die Themen Schwangerschaft und Geburt weiter und unterstützt Sie vor und während der Schwangerschaft mit medizinischen, sozialen und juristischen Informationen. Die Beratung erfolgt auf Wunsch anonym und mehrsprachig.

In der Schwangerschaftsberatung erhalten Sie Informationen zu diesen und weiteren Themen:

  • Fragen im Zusammenhang mit der Schwangerschaft
  • finanzielle und soziale Unterstützungsleistungen während und nach der Schwangerschaft
  • Arbeitsrecht (zum Beispiel Mutterschutzgesetz, Elternzeit und so weiter)
  • Schwangerschaftsabbruch
  • das Angebot der vertraulichen Geburt
  • Hilfen für Familien und Kinder
  • Betreuungsmöglichkeiten für Kinder.

Schwangere, die sich in einer Konfliktlage befinden und die einen Abbruch der Schwangerschaft erwägen, steht die sogenannte Schwangerschaftskonfliktberatung zur Seite. Sie ist eine der Voraussetzungen für einen Schwangerschaftsabbruch innerhalb der 12-Wochen-Frist. Die Beratung ist auf Wunsch anonym, stets unentgeltlich und wird ergebnisoffen geführt. Eine staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie auf der Beratungsseite von www.familienplanung.de (siehe Link in der rechten Spalte).

Hervorhebung als Achtung: Hinweis

Sie sind schwanger und brauchen Hilfe? Egal, was Sie beschäftigt, Sie können sich an das mehrsprachige Hilfetelefon „Schwangere in Not” wenden. Sie erreichen es rund um die Uhr unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 4040020.

Außerdem bieten Wohlfahrts- und Familienverbände, Kirchen, Sozialämter, Gesundheitsämter sowie Ärztinnen und Ärzte Schwangerschaftsberatung und Schwangerschaftskonfliktberatung an. Die meisten Beratungsangebote sind kostenlos und können wahlweise auch anonym durchgeführt werden. Oft gibt es neben der persönlichen Beratung auch Angebote per Internet oder Telefon.

Hervorhebung als Tipp: TIPP

Die Bundesstiftung "Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens" hilft schwangeren Frauen in Notlagen schnell und unbürokratisch durch ergänzende finanzielle Unterstützung in Verbindung mit individueller Beratung. Schwangere Frauen in Not können Stiftungsmittel erhalten, wenn ihnen nicht genügend Geld zur Verfügung steht, um die Ausgaben durch die Schwangerschaft und Geburt sowie die anschließende Pflege und Erziehung des Kindes zu bestreiten (siehe Link in der rechten Spalte).

Betreuung während und nach der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft und nach der Geburt haben Sie Anspruch auf Betreuung durch eine Hebamme oder eine Ärztin oder einen Arzt. Sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, sollten Sie alle vier Wochen zu einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt gehen – ab der 32. Schwangerschaftswoche sogar alle zwei Wochen.
Sofern eine Ärztin oder ein Arzt festgestellt hat, dass bei Ihnen keine Risikoschwangerschaft oder Anzeichen für Komplikationen vorliegen, können auch Hebammen (bzw. Entbindungspfleger) die Schwangerschaftsvorsorge übernehmen. Bestimmte Untersuchungen wie z.B. Ultraschalluntersuchungen bleiben allerdings Ärztinnen und Ärzten vorbehalten. Hierfür müssen Sie als Schwangere - im Rahmen der Regelversorgung – Ihre Fachärztin bzw. Ihren Facharzt aufsuchen. Die Kosten der Schwangerschaftsvorsorge übernehmen die Krankenkassen.

Mutterschutz für berufstätige Schwangere

Berufstätige Schwangere genießen einen besonderen Schutz – den so genannten Mutterschutz. Er beginnt sechs Wochen vor der Geburt und endet acht Wochen danach. Dieser Schutz ist in Deutschland gesetzlich geregelt. In dieser Zeit dürfen Schwangere grundsätzlich nicht arbeiten. Ihr Arbeitsplatz bleibt erhalten, sie können nach Ende des Mutterschutzes wieder in den Beruf zurückkehren. Außerdem dürfen Schwangere nicht mehr als 8,5 Stunden pro Tag arbeiten und keine schwere körperliche Arbeit verrichten. Genaueres hierzu erfahren Sie von Ihrem Arbeitgeber oder bei einer der oben genannten Beratungsstellen.

Hervorhebung als Adresse: Informationen vor Ort

Hier können Sie sich an Ihrem Wohnort weiter informieren:

  • Frauenärztin/Frauenarzt
  • Schwangerschaftsberatung/Schwangerschaftskonfliktberatung
  • Gesundheitsamt
  • Arbeitgeber

Datum 15.09.2017

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