BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Publikationen - Das Bundesamt in Zahlen 2017

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Das Bundesamt in Zahlen 2017

Datum 29.10.2018
Typ Broschüre

Mit der Broschüre "Das Bundesamt in Zahlen 2017" bieten wir Ihnen Informationen über die Entwicklungen in den Bereichen Asyl, Migration und Integration. Auf 140 Seiten wird – anhand von Daten und Fakten – die Arbeit des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in den jeweiligen Aufgabenbereichen dokumentiert.

Seit Gründung der Behörde im Jahr 1953 haben rund 5,6 Million Menschen in Deutschland Schutz durch Asyl gesucht. Dabei ist die Zahl der Asylantragstellungen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge unregelmäßigen Schwankungen unterworfen, die Ausdruck der Entwicklung der weltweiten Flüchtlingsbewegungen sind. Im Jahr 2015 kamen so viele Asylsuchende wie noch nie nach Deutschland; registriert wurden rund 890.000 Personen. In Folge dessen wurde 2016 mit 745.545 Asylanträgen der bislang höchste Stand in Deutschland verzeichnet. Die Zahl der Anträge sank 2017 auf 222.683.

Zu den Aufgaben des Bundesamtes im Bereich Asyl und Flüchtlingsschutz gehört seit 2003 auch die Organisation der Aufnahme von besonders vulnerablen Flüchtlingen über das Resettlement-Verfahren. Das Aufnahmekontingent stieg kontinuierlich von anfangs 300 Schutzbedürftigen pro Jahr bis zu 1.600 Personen 2016 und 2017. Für 2018 und 2019 hat Deutschland der EU die Aufnahme von 10.200 Resettlement-Flüchtlingen zugesagt. Über das Relocation-Verfahren wurden 2015-2017 insgesamt mehr als 10.000 vornehmlich syrische Flüchtlinge aus Griechenland und Italien nach Deutschland verteilt.

Neben Asyl und Flüchtlingsschutz nimmt das Bundesamt weitere Aufgaben im Bereich der Migration wahr. Hierzu gibt die Broschüre Auskunft über Zu- und Abwanderung sowie über Aufenthalte von EU- und Drittstaatsangehörigen zu Erwerbs-, Studien- und Forschungszwecken auf Basis der Daten aus dem Ausländerzentralregister. Bei der Fachkräftezuwanderung nach Deutschland hat insbesondere die Blaue Karte EU als Aufenthaltstitel für Hochqualifizierte stark an Bedeutung gewonnen.

Im Bereich der Integration ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge seit 2005 insbesondere für die bundesweiten Integrationskurse zuständig. Die Integrationskurse umfassen dabei einen Orientierungs- sowie einen Sprachkurs. 2017 haben über 90 % der Teilnehmenden den Sprachtest "Deutsch-Test für Zuwanderer" erfolgreich mit dem Level A2 (40 %) oder B1 (51 %) abgeschlossen. Zur Unterstützung der Integration in den Arbeitsmarkt führt das Bundesamt auch berufsbezogene Sprachförderung durch. Zudem fördert das Bundesamt eine Vielzahl von Projekten zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und stellt Beratungsangebote für Migrantinnen und Migranten bereit.

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Wichtige Mitteilung

Mehr Bildungs- und Erwerbsmigration aus Drittstaaten

Im ersten Halbjahr 2018 stieg die Zuwanderung aus EU-Staaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht an, während aus Drittstaaten weniger Personen nach Deutschland kamen. Dennoch wurden in dieser Zeit einer steigenden Anzahl von Drittstaatsangehörigen Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnisse zum Zweck einer Ausbildung (70.409 Personen) oder Erwerbstätigkeit (72.865 Personen) erteilt. Die deutliche Mehrheit dieser Personen (78,1 Prozent) reiste jedoch bereits vor 2018 nach Deutschland ein. Dies und mehr zeigt der Halbjahresbericht 2018 zum Wanderungsmonitoring des BAMF-Forschungszentrums, der auf Auswertungen des Ausländerzentralregisters (AZR) beruht.

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Cover Wanderungsmonitor 2018 Halbjahr