BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Publikationen - Ältere Migrantinnen und Migranten

Navigation und Service

Ältere Migrantinnen und Migranten

Datum 23.04.2013
Bestellnummer: FFFB18
Typ Forschungsbericht

Das Ziel des Forschungsberichtes 18 ist es, den Forschungsstand zu älteren Migranten zusammenzutragen sowie statistische Daten und empirische Befunde zu beleuchten, die sich mit verschiedenen Aspekten der Lebensqualität im Alter beschäftigen. Vorgelegt wird ein Überblick an Ergebnissen im Schnittfeld der Alters- und Migrationsforschung. Dabei wird ein weiter Bogen gespannt, um die zentralen Bereiche der Lebenssituation älterer Migranten zu erfassen.

Unterschiede bei älteren Migranten

Bei den in Deutschland lebenden älteren Menschen mit Migrationshintergrund handelt es sich um eine heterogene Bevölkerungsgruppe. Die Unterschiede betreffen nicht nur die geographische sowie ethnische und kulturelle Herkunft der Migranten; diese sind auch aus unterschiedlichen Gründen und zu unterschiedlichen Zeiten nach Deutschland zugewandert.

Arbeitsmarktsituation

Ältere Migranten sind deutlich schlechter am Arbeitsmarkt positioniert als gleichaltrige Einheimische. So sind Migranten in einem geringeren Ausmaß am Erwerbsleben beteiligt, und sie sind seltener sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Dies trifft vor allem auf Frauen zu. Ihre schlechtere Arbeitsmarktpositionierung spiegelt sich in der beruflichen Stellung und in den Wirtschaftsbereichen bzw. Branchen, in denen sie tätig sind, wider. Migranten sind zudem häufiger in geringfügiger Beschäftigung zu finden.

Ruhestand und Alterssicherung

Die Befunde zu Ruhestand und Alterssicherung weisen darauf hin, dass Migranten größere Probleme mit der finanziellen Absicherung im Alter haben als Personen ohne Migrationshintergrund. Aufgrund ihrer geringeren Qualifikation und ungünstigeren Stellung am Arbeitsmarkt sind die Haushaltseinkommen von Migranten niedriger als von Einheimischen. Trotz häufig längerer Erwerbszeiten von Migranten führen niedrigere Erwerbseinkommen, seltenere Vollzeiterwerbstätigkeit und längere Zeiten in Arbeitslosigkeit zu geringeren Renten und weniger Vermögen.

Gesundheitssituation

Menschen mit Migrationshintergrund weisen im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung erhöhte Gesundheitsrisiken auf. Es ist aber nicht die Migration an sich, die krank macht, sondern es sind die Gründe und Umstände einer Migration sowie die Lebens- und Arbeitsbedingungen im Zielland, die zu einem schlechteren Gesundheitszustand führen können.

Verfasser der Studie: Dr. Peter Schimany, Stefan Rühl und Dr. Martin Kohls

Direktlinks zu den sozialen Medien