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IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten 2016: Studiendesign, Feldergebnisse sowie Analysen zu schulischer wie beruflicher Qualifikation, Sprachkenntnissen sowie kognitiven Potenzialen

Datum 04.10.2017
Bestellnummer: FFFB30
Typ Forschungsbericht

Mit dem Forschungsbericht 30 werden vertiefte Erkenntnisse zu Geflüchteten aus der Befragung 2016 von insgesamt rund 4.800 Befragten vorgelegt, die im Rahmen der Großstudie "IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten" von den beteiligten Kooperationspartnern erarbeitet wurden. Thematische Schwerpunkte des Berichts sind Sprachpotenziale und Bildung von Geflüchteten sowie methodische Aspekte.

Große Vielfalt an Muttersprachen bei Geflüchteten

Im Themenfeld Sprache zeigen sich folgende Ergebnisse:

  • Die befragten Geflüchteten gaben eine Vielzahl an Muttersprachen an. Eine gewisse Dominanz erreichte Arabisch mit 44 Prozent. Dabei zeigte sich: Je höher das Bildungsniveau, desto besser die muttersprachlichen Kenntnisse im schriftsprachlichen Bereich.
  • 23 Prozent der Geflüchteten berichteten, über eine gute oder sehr gute englische Sprechkompetenz zu verfügen. Andererseits billigen sich 58 Prozent gar keine oder eher schlechte Englischkenntnisse zu. Neben Kenntnissen in der Mutter- bzw. Landessprache sowie Englisch gaben rund 40 Prozent aller Befragten an, über Kenntnisse in mindestens einer weiteren Sprache zu verfügen.
  • Bei etwa 8 Prozent der befragten Geflüchteten zeichnen sich besondere schriftsprachliche Einschränkungen ab, die auf primären oder funktionalen Analphabetismus hindeuten. Personen aus Afghanistan sowie kurdische Muttersprachler aus dem Irak und Syrien sind hier überrepräsentiert. Hier sind spezielle Förderungen anzusetzen, wie etwa der Integrationskurs mit Alphabetisierung des Bundesamts.
  • Bei Ankunft bewerteten 2 Prozent ihre Sprechkompetenz in der deutschen Sprache als gut oder sehr gut, zum Zeitpunkt der Befragung 2016 sind es 21 Prozent, d.h. das Sprachniveau von Geflüchteten stieg im Zeitverlauf rasch. Dies gilt besonders für Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge. Diesen Gruppen stehen Integrationsmaßnahmen schneller offen und aufgrund einer vergleichsweise sicheren Aufenthaltsperspektive kann bei ihnen von einer höheren Motivation, Deutsch zu lernen, ausgegangen werden.
  • 39 Prozent der Befragten gaben an, an einen Integrationskurs teilzunehmen oder bereits teilgenommen zu haben. Die Wahrscheinlichkeit, an einem Integrationskurs teilzunehmen oder teilgenommen zu haben, ist bei folgendem Personenkreis niedriger: Frauen, Personen mit einem oder mehreren Kindern im Haushalt (insbesondere Frauen mit Kind ohne formelle und informelle Betreuung), sowie mit geringer oder keiner Bildung.

Im Bericht wird zudem vertieft auf methodische Aspekte der Befragung sowie auf die Bildung der Befragten im Herkunftsland und in Deutschland eingegangen.

Hervorhebung_Gesetzgebung: IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten:

Die IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten wird vom Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) in Kooperation mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) sowie der Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) durchgeführt. Die Befragung im Jahr 2016 erlaubt Aussagen über die Gesamtheit der im Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 31. Januar 2016 nach Deutschland geflüchteten Personen, die einen Asylantrag beim Bundesamt gestellt haben. 2017 und 2018 werden die gleichen Personen noch einmal befragt, um Verläufe der Integration nachzeichnen zu können.

Zum Bericht, den vorangegangenen Publikationen und der Projektbeschreibung folgen Sie den Links in der rechten Spalte.


Herausgeberinnen und Herausgeber des Sammelbands bzw. Verfasserinnen und Verfasser der Beiträge im Bericht sind: Prof. Dr. Jürgen Schupp, Prof. Dr. Herbert Brücker, Dr. Nina Rother, Axel Böhm, Hanna Brenzel, Jannes Jacobsen, Jana Jaworski, Dr. Yuliya Kosyakova, Prof. Dr. Martin Kroh, Simon Kühne, Dr. Elisabeth Liebau, Lisa Pagel, Dr. David Richter, Diana Schacht, Jana Anne Scheible, Dr. Manuel Siegert und Dr. Parvati Trübswetter.

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Der interkulturelle Kalender des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zeigt die Vielfalt von Feier- und Gedenktagen verschiedener Religionen und Kulturen, die in Deutschland gemeinsam leben. Daher enthält der Interkulturelle Kalender neben den bedeutendsten Feiertagen aus Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus, der Sikhs und Jesiden auch gesetzliche und sonstige Gedenktage verschiedener kultureller Traditionen.

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