BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Beratung - Evaluation der Beratungsstelle "Radikalisierung" - Abschlussbericht

Navigation und Service

Evaluation der Beratungsstelle "Radikalisierung" - Abschlussbericht

Datum 26.02.2018
Bestellnummer: FFFB31
Typ Forschungsbericht

Von April 2016 bis August 2017 evaluierte das Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge das Beratungsangebot der im BAMF ansässigen Beratungsstelle "Radikalisierung" und ihrer vier zivilgesellschaftlichen "Partner vor Ort" auf Bundesebene für Personen aus dem sozialen Umfeld sich (potentiell) radikalisierender Menschen.

Evaluiert wurden die Prozesse der Beratungsarbeit der genannten Akteure und ihre Kooperation untereinander sowie im weiteren Netzwerk im Zeitraum des fünfjährigen Bestehens der Beratungsstelle (01. Januar 2012 bis 31. Dezember 2016).

Zentrale Ergebnisse

  • Die Zahl der Beratungsanfragen bei der Beratungsstelle (3.163 vom 01. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2016) wächst ebenso wie das aus den Anrufen hervorgegangene Fallaufkommen (854 in demselben Zeitraum) stetig an.
  • Die Beratungsprozesse vom Falleingang bei der Beratungsstelle "Radikalisierung" bis zum Fallabschluss bei den zivilgesellschaftlichen "Partnern vor Ort" folgen sinnvollen Schritten. Ihnen liegen jeweils eine konkrete Handlungs- und Wirkungslogik und einzelfallbezogene Etappen- und Fernziele zugrunde.
  • Das Arbeitsfeld befindet sich in zunehmender Professionalisierung. Dies wirkt sich positiv auf die Definition präziser Tätigkeitsbereiche und die Abgrenzung von Verantwortlichkeiten der verschiedenen Netzwerkakteure aus.
  • Die Beratungsstelle "Radikalisierung" gibt an der Schnittstelle zwischen relevanten behördlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren auf bundesweiter und regionaler Ebene wichtige Impulse für Themen und stößt Prozesse von überregionaler Bedeutung (z. B. Austausch und Abstimmung in Bezug auf neue Entwicklungen) an.

Sie ist über die Erstanalyse der Fallkonstellationen und die Fallübertragung in lokale Beratungskontexte hinaus die unverzichtbare Basis für die weitere Strukturierung, Steuerung, Koordination, Vernetzung, Kommunikation, für den Wissenstransfer und den Kompetenzaufbau im gesamten Netzwerk.

Der Forschungsbericht  31 thematisiert zentrale Begriffe wie "Radikalisierung", Deradikalisierung und "Standard". Er greift die Begriffe "Best practice" und "Erfolg" auf und stellt die bei der Evaluation entwickelte Standardsystematik vor. So legt er den Grundstein für eine zukünftige umfassende Wirkungsanalyse.

 

Verfasserin des Forschungsberichts: Milena Uhlmann

Zusatzinformationen

Kontakt

Sie haben Fragen an uns? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns!

Milena Uhlmann

Migrations- und Integrationsforschung

Forschungsfeld I "Internationale Migration und Migrationssteuerung"

Frankenstraße 210
90461 Nürnberg
Telefon: +49 911 943 24663
E-Mail: Nachricht schreiben
zum Kontaktformular

Ansprechpartner im BAMF

Direktlinks zu den sozialen Medien

Wichtige Mitteilung

100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

Seit Mitte des 19 Jahrhunderts kämpfen Frauen darum, ihrer Stimme mehr Gehör zu verschaffen. 1919 war es endlich soweit: Am 19.01. durften Frauen erstmals wählen und selbst gewählt werden. "100 Jahre Frauenwahlrecht" ist seit dem letzten Jahr auch ein Schwerpunktthema der Arbeit des Dachverbands der Migrantinnenorganisationen, kurz DaMigra (siehe Interview mit DaMigra Geschäftsführerin Dr. Delal Atmaca). Der Dachverband wurde 2014 ins Leben gerufen und versteht sich als Sprachrohr sowie Repräsentantin von mittlerweile 71 Migrantinnenorganisationen. DaMigra setzt sich bundesweit für gleichberechtigte politische, soziale, berufliche und kulturelle Teilhabe von Migrantinnen am gesellschaftlichen Leben in Deutschland ein. Der Verband wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge strukturell gefördert.

Mehr

Das Logo des Dachverbandes der Migrantinnenorganisationen