BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Publikationen - Die Wohnsituation Geflüchteter

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Die Wohnsituation Geflüchteter

Datum 18.04.2018
Typ Kurzanalyse

Die Kurzanalyse 02|2018 liefert Erkenntnisse darüber, wie Geflüchtete in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 wohnten, die von Januar 2013 bis einschließlich Januar 2016 nach Deutschland eingereist sind. Die Kurzanalyse zeigt ebenso auf, welche Faktoren Einfluss darauf haben können, ob Geflüchtete in einer Einzel- oder Gemeinschaftsunterkunft wohnen.

Die Unterbringung Geflüchteter

Ein bis drei Jahre nach ihrer Ankunft in Deutschland wohnte die Hälfte (52 %) der befragten Geflüchteten in einer Einzelunterkunft, die andere Hälfte (48 %) entsprechend (noch) in einer Gemeinschaftsunterkunft. Dabei spiegelt die Wohnsituation der Geflüchteten nur eingeschränkt das Geschehen am freien Wohnungsmarkt wieder. Vielmehr ist sie anfänglich stark rechtlich reguliert sowie durch institutionelle Zuweisungsprozesse bestimmt. Neben dem Aufenthaltsstatus, dem Bundesland, in dem die Betroffenen leben, und der familiären Situation, beeinflussen auch die Deutschkenntnisse und die Einkommenssituation die Chance, in einer Einzel- statt einer Gemeinschaftsunterkunft zu wohnen.

Zufriedenheit mit der Wohnsituation

Einen erheblichen Einfluss auf die Zufriedenheit der Geflüchteten hat das Angebot von Deutschkursen oder Freizeitangeboten in der Wohnumgebung.

Im Hinblick auf Bewohner von Einzel- oder Gemeinschaftsunterbringungen zeigten sich die größten Zufriedenheitsunterschiede bei der Bewertung der Privatsphäre und der Geräuschbelastung. So stand 51 Prozent der Bewohner von Gemeinschaftsunterkünften dauerhaft keine separate, abgeschlossene Wohneinheit zur Verfügung. Insgesamt waren sie auch durchweg unzufriedener mit ihrer Wohnsituation als Geflüchtete in Einzelunterkünften.

Die BAMF-Kurzanalyse 02|2018 basiert auf Daten der "IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten 2016", bei der in der zweiten Jahreshälfte 2016 etwa 4.500 Geflüchtete befragt wurden.


Verfasserin und Verfasser der Kurzanalyse: Andreea Baier und Manuel Siegert

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