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Abschlussveranstaltung des DITIB-Projektes proDialog

1.492 neue Dialogbeauftragte wurden für ihre Arbeit in Moscheen ausgebildet

Datum 05.07.2011

Am Sonntag, 3. Juli 2011, trafen sich die bayerischen Teilnehmer des Projektes proDialog und zahlreiche Ehrengäste im Großen Konferenzsaal des Bundesamtes in Nürnberg zur Abschlussveranstaltung des DITIB-Projektes mit anschließender feierlicher Zertifikatsverleihung.

Das Projekt „proDialog@ditib“ wurde 2009 von der DITIB initiiert, der mitgliederstärksten türkisch-islamischen Vereinigung in Deutschland. Mit der Unterstützung des Bundesamtes und des Europäischen Integrationsfonds (EIF) sollten ehrenamtliche Dialogbeauftragte in jeder Moscheegemeinde der DITIB qualifiziert werden.

Dialogbeauftragte als Brückenbauer

Die Dialogbeauftragen sind Ansprechpartner für staatliche Institutionen wie Schulen, Behörden und Beratungseinrichtungen, Vertreter anderer Religionen und der Mehrheitsgesellschaft. Das Projekt soll die Moscheen nicht nur in das öffentliche und kommunale Leben integrieren, sondern auch die Partizipation der Gemeindemitglieder vor Ort stärken.

1.492 ehrenamtliche Dialogbeauftragte haben nun erfolgreich ihre Ausbildung abgeschlossen und sich auf die kritische Auseinandersetzung mit den Themen Interreligiöser Dialog, Religionskritik und Religionsfreiheit vorbereitet. Aufgrund der großen Nachfrage seitens der DITIB-Mitglieder musste im dritten Projektjahr sogar ein zusätzliches Seminar angeboten werden. Das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Kursteilnehmern war nahezu ausgeglichen. Auch das Bundesamt unterstützte das Projekt durch Vorträge über seine Aufgaben durch den Präsidenten und weitere Referenten.

Feierliche Zertifikatsübergabe durch Ehrengäste

Der Große Konferenzsaal des Bundesamtes bot einen feierlichen Rahmen für die Verleihung der Zertifikate an die proDialog-Teilnehmer aus Bayern durch die Ehrengäste, u.a. Herr Prof. Dere, Vorstandsvorsitzender der DITIB, Frau Öztürk-Cil, türkische Generalkonsulin in Nürnberg, Herr Neumeyer, bayerischer Integrationsbeauftragter, Herr Dr. Schmidt, Präsident des Bundesamtes, Herr Prof. Behr, Professor für Islamische Religionspädagogik, Herr Dr. Oechslen, Islambeauftragter der evangelischen Landeskirche Bayern, Herr Kaufmann von der Kommission für den Interreligiösen Dialog im Erzbistum Bamberg, Herr Huber von der Landeszentrale für politische Bildung und DITIB-Vertreter.

In ihren Grußworten unterstrichen die Ehrengäste die Bedeutung des Projekts, Generalkonsulin Öztürk-Cil sprach von der „Überwindung der religiösen Trennlinie“ und Prof. Dere erinnerte daran, dass der Dialog das beste Instrument für ein friedliches Miteinander sei. Der Präsident des Bundesamtes Dr. Schmidt ermutigte die Teilnehmer nach differenzierten, nicht unbedingt den einfachsten Antworten zu suchen, und verdeutlichte somit die besondere Herausforderung, die für die Teilnehmer mit der Überreichung des Zertifikats nun erst richtig beginnt. Ihre neuen Aufgaben beschrieb Prof. Harry Harun Behr einprägsam in seinem Vortrag: „Dialog heißt, gemeinsam ein Haus zu bauen“, zusammen mit Vertretern anderer Religionen und der Mehrheitsgesellschaft.

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Der interkulturelle Kalender des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zeigt die Vielfalt von Feier- und Gedenktagen verschiedener Religionen und Kulturen, die in Deutschland gemeinsam leben. Daher enthält der Interkulturelle Kalender neben den bedeutendsten Feiertagen aus Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus, der Sikhs und Jesiden auch gesetzliche und sonstige Gedenktage verschiedener kultureller Traditionen.

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