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Spaß und Erfolg im Integrationskurs

Zuwanderinnen zeigen, wie das geht

Datum 04.11.2011

"Wir lernen jeden Tag neue Worte und es geht immer besser. Man muss einfach die Sprache des Landes sprechen können, in dem man lebt": so beschreiben engagierte Teilnehmerinnen eines Frauen-Integrationskurses aus Nürnberg ihre Motivation, Deutsch zu lernen. Seit gut einem halben Jahr besuchen sie an vier Tagen in der Woche einen Integrationskurs und erfahren dort auch etwas über das Leben in Deutschland, über Gesetze, Politik, Kultur, Geschichte und Werte.

Es sei wichtig, auch in der Freizeit Deutsch zu sprechen und den Wortschatz zu erweitern, erzählen die Teilnehmerinnen. "Wenn ich mit einer deutschen Freundin spazieren gehe, zum Beispiel", sagt Georgina Yirenkyiwaa aus Ghana. "Du musst auch beim Arzt Deutsch sprechen können. Und viele haben Kinder – Du musst ihnen dann auch im Kindergarten und in der Schule helfen können", ergänzen Dina Essien – ebenfalls aus Ghana – und Azen Farz Karem, die ursprünglich aus dem Irak kommt.

Intensiv lernen und gemeinsam lachen ist das Erfolgsrezept

Teilnehmerinnen unterschiedlichster Herkunft – darunter auch Frauen aus der Türkei, Italien, Polen, Russland, Nigeria oder Vietnam – haben sich in dem Kurs des Amtes für Kultur und Freizeit zu einer lernfreudigen Gemeinschaft zusammengefunden, berichtet Dozentin Beatrice Preising. "Der Kurs ist lernintensiv, aber wir lachen auch viel", erzählt sie begeistert. Die Teilnehmerinnen erhalten auch ganz lebensnahe Informationen – etwa zum Schulsystem in Deutschland, zu Ausbildungsberufen oder Studium, zum Arbeitsmarkt oder, welche Rechte und Pflichten die Bewohner dieses Landes haben. Eine gute Lernatmosphäre trägt zum Erfolg bei. "Unsere Lehrerin ist gut und sehr nett", erzählen die Frauen bei einem Besuch anlässlich des "Tages der offenen Tür" im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. "Wir haben viel Spaß jeden Tag und gehen gern zur Schule".

Der Integrationskurs ist seit seiner Einführung im Jahr 2005 die wichtigste integrationspolitische Fördermaßnahme des Bundes. Ein Kurs umfasst in der Regel einen jeweils 600-stündigen Sprach- sowie einen 100-stündigen Orientierungskurs zu Fragen der deutschen Rechtsordnung, Geschichte und Kultur. Der Bund hat bereits rund eine Milliarde Euro in das System der Integrationskurse investiert. Seit Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes im Jahr 2005 bis zur Jahresmitte 2011 haben bereits fast eine Million Menschen eine Teilnahmeberechtigung erhalten. Die Kurse werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge organisiert und von rund 1.400 zugelassenen Trägern, wie etwa Volkshochschulen, kommunalen Einrichtungen oder Bildungsstätten, durchgeführt.

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Wichtige Mitteilung

Integration durch Sport: "Mein Leben im Verein"

Die verschiedenen Perspektiven des Integrationsprozesses am Beispiel des Sports zu zeigen, ist Ziel eines Fotowettbewerbs des Bundesprogramms "Integration durch Sport." Der Fotowettbewerb "Mein Leben im Verein" richtet sich an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die in einem Verein Sport treiben. Gefragt ist ihre Sicht auf diese Kultureinrichtung: auf die Mitglieder, die sportlichen und nicht sportlichen Angebote, die Regeln, die Wettbewerbe, den Umgang miteinander und mit den Vereinstraditionen. Noch bis zum 1. Oktober 2017 können alle Interessentinnen und Interessenten an dem Wettbewerb teilnehmen.

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