BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Aktuelle Meldungen - 60 Jahre BVFG – 20 Jahre Aufnahme der Spätaussiedler

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60 Jahre BVFG – 20 Jahre Aufnahme der Spätaussiedler

Festveranstaltung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. und des Jugend- und Studentenrings der Deutschen aus Russland

Datum 27.06.2013

Das am 19. Mai 1953 in Kraft getretene Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetz (BVFG) regelte bundesweit die Aufnahme und Eingliederung von Millionen Vertriebener und Flüchtlinge, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in die Bundesrepublik kamen. Mit seinen Novellierungen ist dieses Gesetz bis heute Grundlage für die Aufnahme, Verteilung und Integration der Spätaussiedler sowie deren Familienangehörigen.

Die letzte und zahlenmäßig stärkste Gruppe der nach dem BVFG aufgenommenen Aussiedler und - nach dem 31. Dezember 1992 - Spätaussiedler sind deutsche Volkszugehörige aus der Sowjetunion und deren Nachfolgestaaten. Die Aufnahme und Integration von ca. 2,3 Mio. neuen Bürgern  hat die bundesdeutsche Politik und Gesellschaft, aber auch die Selbstorganisationen vor besondere  Herausforderungen gestellt.

Während diese in den 90er Jahren im Mittelpunkt der öffentlichen Integrationsdebatten standen, wird heute der Fokus immer mehr auf andere Migrantengruppen verlegt.

Ist die Aufnahme und Integration der Spätaussiedler abgeschlossen? Sind sie und ihre Familienangehörigen zum festen Bestandteil der Bundesgesellschaft geworden? Besteht noch ein Bedarf an speziellen Integrationsmaßnahmen? Wie können staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure in diesem Bereich kooperieren?

Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt der gemeinsamen Festveranstaltung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. und des Jugend- und Studentenrings der Deutschen aus Russland. Die Veranstaltung soll die spezifische Problematik verdeutlichen und Impulse für eine fachliche Behandlung der offenen Fragen, auch im Rahmen einer weiteren Veranstaltung, geben.

In Vorträgen und Kurzberichten soll der Stand der Aufnahme und der Integration der (Spät-)Aussiedler problemorientiert aufgegriffen und in der darauf folgenden Podiumsdiskussion mit Vertretern der Bundesregierung und des Bundesamtes diskutiert und in einzelnen Themenfeldern vertieft werden. Im Fokus stehen dabei unter anderem die Bereiche politische Interessenvertretung, Stellung der (Spät-)Aussiedler unter anderen Migranten, kulturelle Identität und kulturelle Öffnung, spezifische und allgemeine Integrationsprobleme, Partizipation und Zusammenarbeit mit anderen Akteuren, Integration in der  Arbeitswelt, Stärkung der Selbstorganisation.

Die Tagung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von Selbstorganisationen der (Spät-)Aussiedler, Vertriebenen und Migranten, Wohlfahrtsverbände, Sportvereine und andere Akteure der kommunalen Integrationsnetzwerke, Bildungs- und Jugendarbeit.

Das Anmeldeformular und den Programmflyer finden Sie auf der rechten Seite unter dem Punkt „Download“.

Anmeldeschluss ist der 8. Juli 2013.

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Wichtige Mitteilung

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Seit Mitte des 19 Jahrhunderts kämpfen Frauen darum, ihrer Stimme mehr Gehör zu verschaffen. 1919 war es endlich soweit: Am 19.01. durften Frauen erstmals wählen und selbst gewählt werden. "100 Jahre Frauenwahlrecht" ist seit dem letzten Jahr auch ein Schwerpunktthema der Arbeit des Dachverbands der Migrantinnenorganisationen, kurz DaMigra (siehe Interview mit DaMigra Geschäftsführerin Dr. Delal Atmaca). Der Dachverband wurde 2014 ins Leben gerufen und versteht sich als Sprachrohr sowie Repräsentantin von mittlerweile 71 Migrantinnenorganisationen. DaMigra setzt sich bundesweit für gleichberechtigte politische, soziale, berufliche und kulturelle Teilhabe von Migrantinnen am gesellschaftlichen Leben in Deutschland ein. Der Verband wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge strukturell gefördert.

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