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Sport verbindet und fördert Integration

Datum 14.11.2014

Das Programm "Integration durch Sport" des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) blickt in diesen Tagen auf 25 Jahre erfolgreiche Arbeit zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenlebens aller Menschen, unabhängig von Herkunft oder Status, zurück.

Zum 25-jährigen Bestehen des DOSB Programms "Integration durch Sport" hat Bundesinnenmister Dr. Thomas de Maizière die Leistungen des organisierten Sports, insbesondere das hohe Engagement der ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainer in den Sportvereinen und -verbänden gewürdigt. „Der organisierte Sport mit seinen 27 Mio. Mitgliedern in über 91.000 Sportvereinen bietet den Menschen unabhängig von kultureller Herkunft oder sozialem Status das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Für ein friedvolles und tolerantes Zusammenleben ist das von enormer Wichtigkeit" Gemeinsame sportliche Betätigung baue Vorurteile ab und vermittee Werte wie Teamgeist, Fairplay und Toleranz.

An dem Festakt im Haus der Kulturen der Welt in Berlin haben neben Vertretern von Sportvereinen, die im Rahmen von "Integration durch Sport" integrative Maßnahmen durchführen, auch Abgeordnete des Deutschen Bundestages sowie Vertreter verschiedener Migrantenorganisationen und Wohlfahrtsverbände, Universitäten und Bundesbehörden teilgenommen.

"Seit Bestehen des Programms "Integration durch Sport" hat sich in der Gesellschaft vieles bewegt und einige Ansichten haben sich  von Grund auf gewandelt: Die Politik erkannte, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, und die Gesellschaft setzt heute auf die Kompetenzen Zugewanderter", unterstrich Innenminister de Maizière. Anstrengungen zur erfolgreichen Integration seien damit ohne Alternative und müssten fortgesetzt werden. Aktuell sei der  Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund unter den Übungsleiterinnen und –leitern noch nicht ausreichend. Auch seien Frauen und Mädchen, insbesondere mit muslimischem Hintergrund, in den Vereinen im Vergleich weit unterrepräsentiert.

dosbBAMF-Präsident Manfred Schmidt: "Eine Organisation lebt Willkommenskultur vor, wenn sie eigene Arbeitsabläufe und Vorstellung überdenkt. Ziel ist: Menschen und deren verschiedene kulturelle Hintergründe auch als wertvolle Ressource zu begreifen."

Im Rahmen einer anschließenden Podiumsdiskussion erklärte der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Dr. Manfred Schmidt, dass sich eine Organisation wie das BAMF, das Willkommenskultur vorlebe, durch die Bereitschaft auszeichne, eigene Arbeitsabläufe und Vorstellungen zu überdenken. Ziel sei es, somit Menschen und deren verschiedene kulturelle Hintergründe auch als wertvolle Ressource für die Fortentwicklung der eigenen Organisation zu begreifen.

Das Programm "Integration durch Sport" des DOSB bietet Sportvereinen und Migrantenorganisationen über die Landessportbünde der Länder Beratungs- und Unterstützungsleistungen zur Planung und Durchführung von integrativen Angeboten und Projekten, die das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund verbessern. Pro Jahr werden so in mehr als 750 Sportvereinen regelmäßige Sportgruppen, aber auch Kulturfeste und Ferienfreizeiten durchgeführt. Darüber hinaus erhalten Trainerinnen und Trainer sowie ehrenamtlich Engagierte Zugang zu verschiedenen Fortbildungen und Seminaren, die Strategien zum Abbau von Integrationshindernissen und der Schaffung einer offenen Willkommenskultur in den Vereinen vermitteln. Die Mitarbeiter des Programms stehen dabei nicht nur den eigenen Sportvereinen zur Seite, sondern bieten auch Hilfe bei der Vernetzung mit anderen Akteuren der Integration. Die Bundesregierung und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge begleiten und fördern das Programm "Integration durch Sport" mit 5,4 Mio. Euro pro Jahr.

Falls Sie weitere Informationen über das Programm "Integration durch Sport" oder Hilfestellung für die Durchführung integrativer Maßnahmen in Ihrem Verein suchen, finden Sie Ansprechpartner und weiteres Material unter dem Link auf der rechten Seite.

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