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202.834 Asylanträge - 128.911 Entscheidungen

Entscheidungen über Asylanträge konnten um 59,2 Prozent gesteigert werden

Datum 14.01.2015

Im Jahr 2014 nahm das Bundesamt 173.072 Asylerstanträge entgegen. Im Vergleich zum Jahr 2013 mit 109.580 Erstanträgen bedeutet dies einen Zuwachs von 57,9 Prozent. Auch die Zahl der Folgeanträge stieg im Jahresvergleich von 17.443 auf 29.762 Folgeanträge (+70,6 Prozent). Damit sind mit insgesamt 202.834 Asylanträgen 59,7 Prozent mehr als im Vorjahr eingegangen.

Hauptherkunftsland im vergangenen Jahr war Syrien mit 39.332 Erstanträgen, gefolgt von Serbien (17.172 Erstanträge), Eritrea (13.198 Erstanträge), Afghanistan (9.115 Erstanträge) und Albanien (7.865 Erstanträge). Von Personen aus den zu sicheren Herkunftsländern erklärten Staaten Serbien, Mazedonien und Bosnien und Herzegowina wurden im Jahr 2014 insgesamt 28.491 Asylerstanträge gestellt.

Im Dezember 2014 wurden 17.059 Asylerstanträge verzeichnet. Im Vergleich zum Dezember 2013 (9.218 Erstanträge) ist eine Steigerung des Monatswertes um 85,1 Prozent festzustellen. Gegenüber dem Vormonat November 2014 (18.748 Personen) sank die Zahl der Erstanträge um 9 Prozent.

Am stärksten vertretenes Herkunftsland im Dezember mit 4.910 Erstanträgen war Syrien vor Serbien (1.890 Erstanträge) und dem Kosovo (1.461 Erstanträge). Fast ein Viertel aller Erstantragsteller (24,6 Prozent, 4.191 Personen) kam im Berichtsmonat aus den bereits im Vorjahr dominierenden Westbalkanländern. Zudem wurden weitere 888 Erstanträge aus Albanien gezählt.

128.911 Entscheidungen - Steigerung um 59,2 Prozent

Im Dezember wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Asylverfahren von 15.655 Personen entschieden. Insgesamt wurden im gesamten Berichtsjahr 2014 128.911 Entscheidungen über Asylanträge getroffen. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es 80.978 Entscheidungen, was einen Anstieg um 59,2 Prozent bedeutet.

"Wir bemühen uns trotz der gestiegenen Asylantragszahlen die Verfahren der Antragsteller möglichst rasch zu entscheiden. Die Flüchtlinge sollen schnell Klarheit erhalten, ob sie Schutz in der Bundesrepublik Deutschland erhalten und bleiben können oder ob keine Gründe für einen Schutz vorliegen und sie ausreispflichtig sind", so der Präsident des Bundesamts Dr. Manfred Schmidt. "Die personelle Verstärkung des Asylbereichs, die beschleunigte Bearbeitung der Anträge von Personen aus Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina, sowie ein verkürztes Verfahren für Antragsteller aus Syrien und dem Nord-Irak haben bereits zu einer Verkürzung der Verfahrensdauer geführt. Zudem konnte eine Steigerung der Entscheidungszahlen erreicht werden, obwohl mehr Menschen einen Asylantrag gestellt haben."

Auch die Zahl der Anhörungen konnte im Jahr 2014 um 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (46.415 Anhörungen) gesteigert werden. Insgesamt wurden 50.346 Personen beim Bundesamt angehört. Im Monat Dezember 2014 fanden 3.182 Anhörungen beim Bundesamt statt.

Gesamtschutzquote für alle Herkunftsländer bei 31,5 Prozent

Im Jahr 2014 konnte bei 40.563 von 128.911 entschiedenen Verfahren den Antragstellern ein Schutzstatus gewährt werden. Die Gesamtschutzquote für alle Herkunftsländer lag bei 31,5 Prozent.

Der Vergleich der Entscheidungszahlen unter den Top-Ten-Herkunftsländern im bisherigen Jahr 2014 zeigt einen überproportional hohen Anteil an positiven Entscheidungen (Anerkennungen als Asylberechtigte, Anerkennungen als Flüchtling gem. § 3 Abs. 1 AsylVfG, Gewährung von subsidiärem Schutz gem. § 4 Abs. 1 AsylVfG und Feststellung eines Abschiebungsverbot gem. § 60 Abs. 5 o. 7 AufenthG) bei Syrien (89,3 Prozent), Irak (73,9 Prozent), Eritrea (55,2 Prozent) und Afghanistan (46,7 Prozent). Außerhalb der Liste der Top-Ten-Herkunftsländer ist ein hoher Anteil an positiven Entscheidungen bei dem Herkunftsland Iran (51,8 Prozent) festzustellen.

Anhängige Verfahren

Am 31. Dezember 2014 waren Erstverfahren von 150.257 Personen noch nicht vom Bundesamt entschieden. Insgesamt stieg die Zahl der anhängigen Asylverfahren auf 169.166 Personen an. Im Vergleich zum Vorjahr (95.743 anhängige Verfahren) erhöhte sich die Zahl der beim Bundesamt anhängigen Verfahren um 76,7 Prozent.

Weitere Einzelheiten können Sie der Pressemitteilung des Bundesministeriums des Innern zu den Asylzahlen und der Asylgeschäftsstatistik des Bundesamts entnehmen.

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