BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Aktuelle Meldungen - Deutschland bleibt beliebtes Zielland von Migration

Navigation und Service

Deutschland bleibt beliebtes Zielland von Migration

Neuer Migrationsbericht erschienen

Datum 21.01.2015

Deutschland hat als weltoffenes Land auch im Jahr 2013 weiter an Attraktivität gewonnen und ist mittlerweile nach den Vereinigten Staaten das zweitbeliebteste Zielland von Migranten weltweit. Zuwanderung ist für Deutschland von wachsender Bedeutung, insbesondere mit Blick auf den demografischen Wandel und die Gewinnung von Fachkräften. Dies zeigt der heute veröffentlichte Migrationsbericht, der einen umfassenden Überblick über das Migrationsgeschehen des Jahres 2013 gibt.

Immer mehr Menschen wählen Deutschland als neuen Lebensmittelpunkt: 2013 ist die Zahl der Menschen, die nach Deutschland zuwandern, erneut gestiegen. Auch die Fortzüge sind gewachsen, bleiben jedoch deutlich unter den Zuzügen. Insgesamt sind 429.000 Personen mehr nach Deutschland zu- als abgewandert. Der Wanderungsüberschuss ist damit der höchste seit dem Jahr 1993.

Die Zuwanderung nach Deutschland ist mehrheitlich europäisch: Die EU-Binnenmigration macht mittlerweile 58 Prozent des gesamten Zuwanderungsgeschehens nach Deutschland aus. Auch 2013 war Polen das Hauptherkunftsland und steht damit seit 1996 ununterbrochen auf Platz 1. Weiter angestiegen ist die Zuwanderung aus den zum 1. Januar 2007 zur EU beigetretenen Staaten Rumänien und Bulgarien sowie aus den von der Finanzkrise besonders betroffenen südeuropäischen EU-Staaten Italien und Spanien. Die Zahl der Zuzüge aus Kroatien, das im Jahr 2013 der EU beigetreten ist, hat sich nahezu verdoppelt.

Eine erneute, starke Zunahme war bei der Zahl der Asylanträge festzustellen. Im Jahr 2013 wurden fast 110.000 Asylerstanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt, ein Anstieg um 70 Prozent im Vergleich zu 2012. Nimmt man die Folgeanträge hinzu, haben im Jahr 2013 rund 127.000 Menschen Asyl in Deutschland beantragt. Die Bundesrepublik ist damit in der Europäischen Union der Mitgliedstaat, in dem die meisten Asylanträge gestellt wurden. Diese Entwicklung setzte sich verstärkt auch im Jahr 2014 fort.

Fachkräftezuwanderung bleibt für Deutschland ein wichtiges Thema. Die Zuwanderung von Fachkräften aus den Ländern außerhalb der EU erreichte 2013 etwa das Niveau des Vorjahres. Hauptherkunftsländer waren Indien, die Vereinigten Staaten, Bosnien-Herzegowina und China. Zudem sind im Jahr 2013 mit 86.000 mehr ausländische Staatsangehörige nach Deutschland gekommen, um an einer Hochschule ein Studium zu beginnen, als jemals zuvor.

Der Migrationsbericht wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung erstellt. Zur Veröffentlichung des Berichts 2013 sagte der Präsident des Bundesamts, Dr. Manfred Schmidt, heute: "Zuwanderung ist wichtig für Deutschland und wird es bleiben. Sie stellt uns aber vor unterschiedliche Herausforderungen, die wir aktiv angehen müssen. Dazu gehört auch, dass wir noch besser erklären, warum wir Zuwanderung brauchen. Wenn wir Deutschland langfristig als Lebensstandort für Menschen aus anderen Ländern attraktiv machen wollen, müssen wir nicht nur noch aktiver für Deutschland werben, sondern auch den Begriff der Willkommens- und Anerkennungskultur ganz konkret mit Leben füllen."

Den Migrationsbericht in voller Länge können Sie in der rechten Spalte als PDF herunterladen. Weitere Forschungsergebnisse finden Sie in der rechten Spalte unter "Links".

Direktlinks zu den sozialen Medien