BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Aktuelle Meldungen - 21.679 Erstanträge im Januar 2015

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21.679 Erstanträge im Januar 2015

Datum 09.02.2015

Mit 5.340 Erstanträgen war Syrien erneut Hauptherkunftsland im Monat Januar, gefolgt von Kosovo (3.034 Erstanträge) und Serbien (2.042 Erstanträge). Im Monat Januar nahm das Bundesamt 21.679 Asylerstanträge entgegen. Im Vergleichsmonat des Vorjahres waren es 12.556 Erstanträge, was einen deutlichen Anstieg von 72,7 Prozent bedeutet.

"Besonders stark zugenommen haben in diesem Monat die Antragszahlen von Personen aus dem Kosovo - im Vergleich zum Vormonat ist eine Verdoppelung zu beobachten. Das Bundesamt wird die Bearbeitung dieser Anträge priorisieren und sehr schnell entscheiden. Die Menschen, die aus dem Kosovo nach Deutschland kommen und hier einen Asylantrag stellen, haben überwiegend keine Schutzgründe, wir müssen ihre Anträge ablehnen, sie haben keine Bleibeperspektive in Deutschland," so Manfred Schmidt, Präsident des Bundesamts.

Auch die Zahl der Folgeanträge stieg im Januar gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert um 76,4 Prozent auf 3.363 Folgeanträge. Damit gingen im vergangenen Monat insgesamt 25.042 Asylanträge beim Bundesamt ein.

Gestiegene Anzahl an Entscheidungen und Anhörungen

Insgesamt wurden 17.835 Erst- und Folgeanträge im Monat Januar entschieden. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (10.655 Entscheidungen) bedeutet dies eine Zunahme um 67,4 Prozent. Im aktuellen Berichtsmonat wurden insgesamt 4.164 Personen angehört. Damit fanden 30,9 Prozent mehr Anhörungen gegenüber dem Vormonat Dezember (3.182 Anhörungen) statt.

Gesamtschutzquote für alle Herkunftsländer bei 45,1 Prozent

Im Berichtsmonat Januar 2015 konnte bei 8.041 von 17.835 entschiedenen Verfahren den Antragstellern ein Schutzstatus gewährt werden. Die Gesamtschutzquote für alle Herkunftsländer liegt bei 45,1 Prozent.

Der Vergleich der Entscheidungszahlen unter den Top-Ten-Herkunftsländern im bisherigen Jahr 2014 zeigt einen überproportional hohen Anteil an positiven Entscheidungen (Anerkennungen als Asylberechtigte, Anerkennungen als Flüchtling gem. § 3 Abs. 1 AsylVfG, Gewährung von subsidiärem Schutz gem. § 4 Abs. 1 AsylVfG und Feststellung eines Abschiebungsverbot gem. § 60 Abs. 5 o. 7 AufenthG) bei dem Irak (94,2 Prozent), Syrien (89,5 Prozent) und Eritrea (72,5 Prozent).

Anhängige Verfahren

Am 31. Januar 2015 waren Erstverfahren von 158.361 Personen noch nicht vom Bundesamt entschieden. Insgesamt stieg die Zahl der anhängigen Asylverfahren auf 178.250 Personen an. Im Vergleich zum Vorjahr (99.999 anhängige Verfahren) erhöhte sich die Zahl der beim Bundesamt anhängigen Verfahren um 78,3 Prozent.

Weitere Einzelheiten können Sie der Pressemitteilung des Bundesministeriums des Innern zu den Asylzahlen und der Asylgeschäftsstatistik des Bundesamts entnehmen.

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