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Mehr als 5.000 Asylanträge aus Albanien entschieden

Datum 07.08.2015

Der Aktionsplan Asyl von Bund und Ländern zeigt Wirkung: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat seit Anfang Juli bereits mehr als 5000 Asylanträge aus Albanien entschieden.

Der Aktionsplan Asyl von Bund und Ländern zeigt Wirkung: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat seit Anfang Juli bereits mehr als 5000 Asylanträge aus Albanien entschieden.

Bund und Länder hatten sich darauf geeinigt, Asylbewerber aus Ländern mit hohen Zugängen und sehr schlechten Bleibeperspektiven nach einer negativen Entscheidung des BAMF direkt aus den Erstaufnahmeeinrichtungen heraus in die Herkunftsländer zurückzuführen. Das BAMF priorisiert Verfahren von Antragstellern aus dem Balkan, um die Verfahren innerhalb weniger Wochen zu entscheiden und damit auch ein deutliches Signal in die Herkunftsländer zu senden. Viele Menschen kommen aufgrund falscher Versprechungen von Schleusern, sie schnell in Arbeit zu bringen und stehen dann vor dem Nichts, wenn ihr Asylantrag in Deutschland abgelehnt wird.

Im Frühjahr hatte das BAMF in einer vergleichbaren Aktion bereits innerhalb von zwei Monaten rund 15.000 Anträge aus dem Kosovo bearbeitet. Die Zahl der Asylsuchenden aus dem Kosovo sank anschließend von 1.500 pro Tag auf knapp 50.

"Wenn von 180.000 Zugängen im ersten Halbjahr 2015 allein 82.000 aus dem Balkan kommen, mit einer absehbaren Schutzquote von 0,1 bis 0,2 Prozent, dann stimmt das Gefüge nicht mehr", sagt Dr. Manfred Schmidt, Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

Bei den Anträgen, über die das BAMF nun entschieden hat, wurde in keinem einzigen Fall Asyl oder Flüchtlingsschutz gewährt. Die Schutzquote, die Summe aller positiven Entscheidungen, lag bei 0,1 Prozent.

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