BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Aktuelle Meldungen - Das Migrationsgeschehen 2015 im Überblick

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Das Migrationsgeschehen 2015 im Überblick

Datum 14.12.2016

Der Migrationsbericht gibt einen umfassenden Überblick über Zu- und Auswanderungen im Jahr 2015. So war das Jahr geprägt von der Zuwanderung von Schutzsuchenden aus humanitären Gründen. Daneben bleibt Zuwanderung insbesondere mit Blick auf den demographischen Wandel und die Gewinnung von Fachkräften für Deutschland von wachsender Bedeutung.

Mit rund 442.000 Erstanträgen war das Jahr 2015 besonders durch Asylzuwanderung geprägt. Hauptherkunftsland ist Syrien. Insgesamt wurden im Jahr 2015 im EASY-System zunächst knapp 1,1 Millionen Zugänge von Asylsuchenden erfasst. Da im EASY-System keine persönlichen Daten erfasst werden und auch Weiterreisen von Asylsuchenden nicht ausgeschlossen werden konnten, enthielt die Zahl anfangs auch Fehl- und Doppelerfassungen. Erst mit Abschluss der Nachregistrierungen wurde deutlich, dass die Zahl der Einreisen 2015 tatsächlich bei 890.000 Menschen gelegen hatte.
Auch die Fortzüge nahmen zu, wenn auch weniger stark als die Zuzüge. Insgesamt ergab sich ein Wanderungsüberschuss von 1.139.000 Menschen.

Syrien war im Jahr 2015 erstmals Hauptherkunftsland von Zuwanderern. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil der Zuwanderung aus Syrien um über 400 Prozent. Dies ist auf die stark angestiegene Zahl an Asylzuwanderung dieser Personengruppe zurückzuführen. Das gilt ebenso für die starken Zuzüge aus Afghanistan, Irak und Pakistan. Rumänien nimmt den zweiten Platz ein. Polen ist dagegen nur noch das quantitativ drittwichtigste Herkunftsland.

Der Anteil an der Gesamtzuwanderung von Bürgern anderer EU-Staaten nach Deutschland liegt bei 40 Prozent. Der Anteil ist – trotz des Anstiegs der absoluten Zahl der Zuzüge von Unionsbürgern – damit rückläufig (2014: 55 %). Dies liegt am überproportionalen Anstieg der Zuzugszahlen von Drittstaatsangehörigen, insbesondere des starken Zuwachses bei den Asylantragszahlen.

Mit einem Anstieg auf über 28.000 zugewanderte Fachkräfte ist Deutschland weiterhin attraktiv für ausländische Arbeitnehmer. Bei der Fachkräftezuwanderung kommt der Blauen Karte EU eine große Bedeutung zu. Hauptherkunftsländer waren insbesondere die Vereinigten Staaten, Indien, Bosnien-Herzegowina, Serbien (inkl. ehem. Serbien und Montenegro) und China.

Die Zahl der Bildungsausländer, die ihr Studium in Deutschland begannen, ist mit 99.100 Studierenden im Jahr 2015 erneut angestiegen. Damit wurde im Jahr 2015 die bislang höchste Zahl an Studienanfängern verzeichnet, die ihre Hochschulreife im Ausland erworben haben.

In der rechten Spalte stehen der Migrationsbericht 2015 und die Zentralen Ergebnisse jeweils als Download zur Verfügung.

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Wichtige Mitteilung

Neue Fassung der AMIF-Förderrichtlinie

Am 14. September 2017 ist eine neue Fassung der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen im Rahmen des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds in Kraft getreten, die die bisherig gültige Fassung ersetzt. Sie finden die neue Fassung der Richtlinie hier.

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