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"Ein kleiner, aber wichtiger Anfang."

Bundesinnenminister würdigt die Arbeit der Beratungstelle Radikalisierung

Datum 05.05.2017

Über 3400 Telefonate sind seit dem Start des Beratungsangebotes in 2012 bei der BAMF-Hotline eingegangen und der Bedarf wächst stetig. Mittlerweile hat sich das Modellprojekt zu einem Netzwerk der Radikalisierungsprävention entwickelt.

Zu einem Zwischenresumeé und Ausblick auf die weitere Entwicklung trafen sich heute die Kooperationspartner der ersten Stunde anläßlich des fünfjährigen Bestehens im Bundesministerium des Innern in Berlin.

Die im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eingerichtete Beratungsstelle Radikalisierung dient als Anlaufstelle für Angehörige und das soziale Umfeld von sich radikalisierenden Jugendlichen und beantwortet den Ratsuchenden Fragen zum Thema Islamismus und Radikalisierung. Bei Bedarf vermitteln die Beraterinnen und Berater auch eine individuelle persönliche Beratung durch zivilgesellschaftliche Experten vor Ort.

Ziel ist es, die Beziehung zwischen den Angehörigen und den radikalisierten Jugendlichen wieder zu aktivieren, um so eine Deradikalisierung zu ermöglichen.

Zusammen mit den sechs Beraterinnen und Beratern des Bundesamtes umfasst das Netzwerk inzwischen bundesweit mehr als 60 Personen und Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Trägern und Koordinierungsstellen der Bundesländer.

Mit diesem flächendeckenden Grundangebot ist die Infrastruktur und eine bundesweite Plattform für einen kontinuierlichen Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen allen gesellschaftlich relevanten Stellen geschaffen worden.

Personen sitzen an einem runden TischIm Gespräch mit Kooperationspartnern: Sonja Kock, Kathrin Otte, Rudolf Roy (alle BMI), Bundesinnenminister Thomas de Mazière, BAMF-Vizepräsidentin Dr. Uta Dauke, Leiter der Beratungsstelle im Bundesamt, Florian Endres (v.li.n.re.) Quelle: © BMI

Im gesamten Beratungsnetzwerk werden momentan über 1700 Hilfesuchende einzelfallberaten, Tendenz steigend. Allein bei der Hotline im Bundesamt werden monatlich zwischen 120 und 150 neue Anrufe registriert. "Das Netzwerk hat sich sehr gut etabliert und leistet eine wichtige und überragende Arbeit," so Bundesinnenminister Thomas de Mazière in seinem abschließenden Statement.

Drei Personen stehen an Medienpulten für ein Pressestatementv.l.n.re.: Claudia Dantschke, Beratungsstelle Hayat, Bundesinnenminister Thomas de Mazière, Dr. Vera Dittmar, Beratungsnetzwerk Grenzgänger Quelle: © BMI

Dem wachsenden Anfrageaufkommen unter anderem auch aus dem direkten Umfeld von Flüchtlingen begegnet das Bundesamt mit Schulungen für Entscheiderinnen und Entscheider und plant spezielle Programme zur Beratung von Geflüchteten und deren Umfeld.

Das Bundesamt arbeitet an einer ständigen Verbesserung seines Beratungsangebotes und evaluiert momentan die Arbeit der Beratungsstelle. Zudem sind weitere Fortbildungsmodule für seine Berater und die Einführung von Instrumenten zur Risikobewertung geplant, um bei zunehmend komplexen sicherheitsrelevanten Konstellationen die Kooperationspartner noch besser unterstützen zu können.

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