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Datum 06.07.2017

Vertreterinnen und Vertreter der über Deutschland verteilten "Houses of Resources" sind in Magdeburg zu einem ersten Vernetzungstreffen zusammengekommen. Mit den Ressourcen-Häusern geht das BAMF neue Wege in der Projektförderung.

Aktuell unterstützen 14 vom Bundesamt geförderte Häuser Migrantenorganisationen und andere integrativ wirkende Gruppen in ihrer ehrenamtlichen Arbeit auf lokaler Ebene. "Die Idee des ‚House of Resources‘ ist eigentlich einfach, intuitiv und deshalb auch so gut. Anders als die gängigen Förderprogramme stellen die Ressourcenhäuser keine Fördersummen zu bestimmten Terminen und Themen zu Verfügung, sondern unterstützen anlassbezogen und bedarfsgerecht genau da, wo konkret Hilfe benötigt wird", fasst BAMF-Mitarbeiterin Zakia Chlihi das Konzept zusammen. Nun kamen Vertreterinnen und Vertreter der Häuser zum ersten Mal zusammen, um sich kennenzulernen und auszutauschen. Unterstützt werden sie dabei von den Beraterfirmen Kienbaum und IMAP, die das Modell evaluieren und das Vernetzungstreffen moderiert und organisiert haben.

Eine Frau steht neben einem FlipchartZakia Chlihi, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Quelle: © BAMF

Entlang der Gegebenheiten und Bedürfnisse vor Ort hat jedes Haus ein eigenes Profil entwickelt. Bautzen, Berlin, Hamburg, Frankfurt oder Magdeburg – so unterschiedlich wie die Städte und Träger sind, so unterschiedlich sind auch die Häuser. Katja Schröder von der "Projektschmiede", Träger des Ressourcen-Hauses in Dresden: "In Sachsen und auch in Ostdeutschland allgemein gibt es weniger starke und sichtbare Migrantenorganisationen als in den alten Bundesländern. Bei uns steht daher die Strukturbildung im Fokus. Vor allem kleinere und neue Initiativen im Integrationsbereich, die bisher nicht unterstützt werden, nehmen die Angebote des House of Resources an. Durch Beratung und Begleitung können die Akteure gestärkt und nachhaltige Strukturen gebildet werden." Im vergangenen Jahr hat das Dresdner Haus unter anderem den Verein "Internationale Gärten" bei einem urban gar-dening-Projekt unterstützt, das Menschen verschiedener Herkunft zusammenbringt.

Eine Frau steht vor einer Metaplan-WandKatja Schröder, Projektschmiede Quelle: © BAMF

Bei allen regionalen und lokalen Unterschieden gibt es aber auch Stärken, die das gemeinsame Dach der Häuser bilden. Es sind nicht selten vermeintliche Kleinigkeiten, die über Erfolg oder Misserfolg von Aktionen lokaler Initiativen entscheiden. Ein freier Raum, ein wichtiger Kontakt, Büroausstattung – darauf setzt beispielsweise Hamburg: "Wir stellen sechs Büros zur Verfügung, mit PC, Drucker und Internet. Die Leute können dort andere empfangen, in konzentrierter Atmosphäre arbeiten, Beratungen durchführen – so wie eine Gruppe von geflüchteten Eritreern, die derzeit unsere Büros nutzt", beschreibt Jasmine Rouamba vom Träger Paritätischer Wohlfahrtsverband ihr Angebot.

Eine Frau und ein Mann unterhalten sichJasmine Rouamba, Paritätischer Wohlfahrtsverband (rechts im Bild mit einem Teiilnehmer) Quelle: © BAMF

Dass genau diese Art der bedarfsorientierten Hilfe eine bestehende Lücke schließt, ließ sich bereits vor Gründung der Häuser absehen: "Mit diesem Format haben wir einen Nerv getroffen. Auf unsere Ausschreibung hin, die wir 2016 veröffentlicht haben, sind bei uns 85 Anträge eingegangen", so Chlihi. Mit seinen bisherigen Maßnahmen erreichte das Bundesamt hauptsächlich etablierte Migrantenorganisationen. Durch die Ressourcen-Häuser kann das BAMF nun auch kleineren Migrantenorganisationen Unterstützung zukommen lassen und ihnen dabei helfen, ihre Potenziale noch besser auszuschöpfen.

Ein Mann steht nehmen einer Metaplan-WandNikolaus Sigrist, Akademie für Ehrenamtlichkeit Quelle: © BAMF

Nikolaus Sigrist vom Berliner Träger "Akademie für Ehrenamtlichkeit" sieht einen Faktor für den Erfolg der Häuser im Vertrauen, das ihnen entgegen gebracht werde: "Das House of Resources ist weder die Stadt, noch das Amt, noch die Kirche, Moschee, Synagoge oder sonst eine Glaubensgemeinschaft. Wir sind offen für jeden und suchen ganz direkt und offensiv den Kontakt mit jedem. Diese Neutralität schafft Vertrauen." Das Berliner Haus hat unter anderem im vergangenen Herbst ein Ferienprogramm unterstützt, an dem Kinder aus einer Flüchtlingsunterkunft und einem nahen Waisenheim teilgenommen haben. "Diese Kinder spielen immer noch zusammen", so Sigrist.

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