BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Aktuelle Meldungen - EMN-Studie im Europäischen Parlament vorgestellt

Navigation und Service

EMN-Studie im Europäischen Parlament vorgestellt

Datum 29.11.2017

Die deutsche Nationale Kontaktstelle des Europäischen Migrationsnetzwerks (EMN) beim Bundesamt hat am 28. November 2017 die Ergebnisse einer EMN-Studie zu illegaler Beschäftigung von Drittstaatsangehörigen im Europäischen Parlament vorgestellt.

Neben seinen verschiedenen Aufgaben im nationalen Bereich ist das Bundesamt auch in ständigem Austausch mit europäischen Partnern und nimmt Aufgaben im internationalen Bereich wahr. Dazu gehört auch die erfolgreiche Arbeit der deutschen Nationalen Kontaktstelle des Europäischen Migrationsnetzwerks (EMN), die seit fast zehn Jahren beim Bundesamt angesiedelt ist. Jährlich werden hier zahlreiche wissenschaftliche Studien und Berichte verfasst, die in die umfangreiche Berichterstattung des EMN zu den Themen Migration, Integration und Asyl auf europäischer Ebene einfließen. Im vergangenen Jahr erarbeiteten die nationalen Kontaktstellen des EMN unter anderem eine Studie zu illegaler Beschäftigung von Drittstaatangehörigen in der Europäischen Union. An dem Thema arbeiteten zeitgleich Kolleginnen und Kollegen aus 22 weiteren europäischen Staaten.

Eine Frau und zwei Männer sitzen auf dem Podium des EU-ParlamentsJulian Tangermann (rechts) beantwortet die Fragen der Parlamentarierinnen und Parlamentarier im Anschluss an seinen Vortrag. Quelle: © Europäische Union 2017

Die Ergebnisse dieser europäisch-vergleichenden Untersuchung stellte Julian Tangermann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum des Bundesamtes und Mitglied der deutschen Nationalen Kontaktstelle, Ende November im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres des Europäischen Parlaments vor. Dabei beschrieb Tangermann unter anderem, welche vorbeugende Maßnahmen europäische Staaten gegen illegale Beschäftigung umsetzen, wie Fälle von illegaler Beschäftigung aufgedeckt werden und mit welchen Sanktionen Arbeitgeber rechnen müssen, die illegal Drittstaatsangehörige beschäftigen. In der nachfolgenden Diskussion zeigten sich Parlamentarierinnen und Parlamentarier an verschiedenen Aspekten des Themas interessiert, die für Ihre parlamentarische Arbeit relevant sind. "Das Thema ist in der Tat eng mit dem Status legaler Migrationsmöglichkeiten in der Europäischen Union verbunden", so der Ausschussvorsitzende Claude Moraes. Gerade da derzeit verstärkt die Schaffung legaler Zugangswege für Drittstaatsangehörige innerhalb der Europäischen Union diskutiert werde, sei es wichtig, sich mit der aktuellen Situation vieler irregulär aufhältiger Migranten in der EU auseinanderzusetzen.

Die Aufzeichnung der Präsentation und anschließenden Fragerunde können Sie ab Minute 16:48 unter dem Link in der rechten Spalte ansehen.

Direktlinks zu den sozialen Medien