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Fachtagung: Neue Förderkonzepte

Datum 02.02.2018

Wie sieht eine nachhaltige Förderung von Migrantenorganisationen aus? In Stuttgart tauschten sich hierzu über 200 Vertreterinnen und Vertreter von Ministerien, Ämtern, Stiftungen und zahlreichen Migrantenorganisationen in einer Fachtagung aus.

Fachtagung: Migrantenorganisationen unbürokratisch den Rücken stärken

Unter dem Titel "Neue Förderkonzepte für NGOs – Ein House of Resources für Migrantenorganisationen: Förderpolitik zwischen Projekt- und Strukturförderung" hatte das House of Resources Stuttgart am 26. und 27. Januar zu einer vom Bundesamt, der Landeshauptstadt Stuttgart sowie der Baden-Württemberg Stiftung geförderten Fachtagung geladen. Neben Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Stiftungen, nahmen vor allem zahlreiche Mitglieder von Migrantenorganisationen aus ganz Deutschland teil. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Diskussion über sinnvolle Förderkonzepte zur Stärkung des Engagements von Migrantenorganisationen.

Frauen und Männer sitzen in einem Besprechungsraum Arbeitsgruppe zum Thema "Steuerung, Qualität und Nachhaltigkeit der Förderung" unter der Leitung von Gari Pavkovic, Leiter der Abteilung Integration, Landeshauptstadt Stuttgart Quelle: Forum der Kulturen Stuttgart e.V.

Neue Förderphilosophie House of Resources

Prominent vorgestellt und diskutiert wurde dabei vor allem das vom Forum der Kulturen Stuttgart e.V. entwickelte und vom Bundesamt seit 2016 bundesweit geförderte Konzept der Houses of Resources. Die mittlerweile an 14 Standorten aktiven Houses of Resources unterstützen das Engagement von Migrantenorganisationen und anderen integrativen Organisationen auf lokaler Ebene. Sie stellen bedarfsorientiert und flexibel Ressourcen und Leistungen zur Verfügung – sei es in Form von Beratung, Räumen oder finanziellen Mitteln. Wie das in der Praxis aussieht, konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung im Rahmen eines kleinen Films des Forums der Kulturen erleben:

"Mit den Ressourcenhäusern erprobt das BAMF aktuell einen neuen und innovativen Ansatz zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements im Integrationsbereich", erklärte Vizepräsidentin Dr. Uta Dauke in ihrem Grußwort. "Im Fokus dieser Neuorientierung stand dabei von Beginn an der Wunsch, besonders kleineren Initiativen und Migrantenorganisationen vor Ort in ihrem Engagement für die Integration unbürokratisch den Rücken zu stärken."

Potenziale von Migrantenorganisationen anerkennen

Diesen Ansatz einer anlassbezogenen, flexiblen und bedarfsgerechten Förderung unterstützten auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung mit breitem Konsens. Die fachlichen Impulsvorträge und anschließenden Diskussionen machten deutlich, dass Migrantenorganisationen nicht zuletzt aufgrund ihres Zugangs zur Zielgruppe der Migrantinnen und Migranten unverzichtbare Partner für eine erfolgreiche Integrationsarbeit sind. Um Migrantenorganisationen in dieser Rolle zu stärken, gilt es daher einen möglichst leichten Zugang zu benötigten Ressourcen zu ermöglichen. 

Handlungsempfehlungen für die Förderpolitik

Während der erste Teil der Tagung ganz im Zeichen von fachlichen Inputs und Diskussionen stand, konzentrierten sich die Teilnehmenden am zweiten Veranstaltungstag darauf, gemeinsam praktische Empfehlungen und Forderungen für eine sinnvolle Förderpolitik zu erarbeiten. Aufbauend auf den Ergebnissen leitet das Forum der Kulturen jetzt im Nachgang in Kooperation mit den teilnehmenden Migrantenorganisationen konkrete Handlungsempfehlungen ab. Diese sollen zu einer Weiterentwicklung der Förderpolitik beitragen.

Hervorhebung als Achtung: Neue Social Media Reihe – Houses of Resources

Sie möchten mehr über die einzelnen Houses of Resources erfahren? In den kommenden Wochen stellt das Bundesamt auf seiner Facebook-Seite die 14 bundesweit geförderten Ressourcenhäuser in ihren Städten und mit ihren Besonderheiten vor. Wir nehmen Sie mit vor Ort und sprechen mit Vertreterinnen und Vertretern der Migrantencommunitys beispielsweise in Bautzen und Berlin oder Dortmund und Halle. Sie ermöglichen Integrationsarbeit mit Migrantinnen und Migranten für Migrantinnen und Migranten. Über den Link in der rechten Spalte kommen Sie auf unsere Facebookseite.

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Wichtige Mitteilung

Ausschreibung von Integrationskursen veröffentlicht

Im Rahmen eines Pilotprojektes werden in der Stadt Braunschweig und im Landkreis Rendsburg-Eckernförde Integrationskurse im Wege des Vergabeverfahrens eingekauft. Die Ausschreibung der Integrationskurse an beiden Standorten wurde am 16.11.2018 veröffentlicht.

Mehr über das Pilotprojekt erfahren Sie im Trägerrundschreiben 09/2018.

An der Ausschreibung können sich alle Kursträger, die über eine gültige Zulassung als Träger zur Durchführung von Integrationskursen sowie - sofern dies Gegenstand der ausgeschriebenen Leistung ist - die Zulassung als Träger für Alphabetisierungskurse verfügen, beteiligen. Die Angebotsfrist endet am 14.01.2019 um 11:30 Uhr.

Die Ausschreibung ist auf der Vergabeplattform des Bundes veröffentlicht.