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Eine Erfolgsgeschichte: 5 Jahre Blaue Karte EU

Datum 10.07.2018

Frauen und Männer stehen um mehrere Stehtische herumQuelle: BAMF

Zahlreiche Medienvertreter nahmen die Einladung zum Pressefrühstück des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit an. Anlass war die Bilanz zu fünf Jahren Blauer Karte EU, an der auch Inhaberinnen und Inhaber der Blauen Karte EU teilnahmen.

"Die Blaue Karte EU ist einer der attraktivsten Aufenthaltstitel in Deutschland und ihre Vorteile sprechen sich immer mehr herum. Der Titel wird verstärkt genutzt, da er sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber Sicherheit und Planbarkeit bietet", betonte Andrea Brinkmann, Referatsleiterin im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge u.a. zuständig für die "Blaue Karte EU", in ihrem Begrüßungsvortrag.

Um dem "M" für Migration im Namen des BAMF gerecht zu werden, koordiniert das Bundesamt die Informationen über den Aufenthalt zum Zweck der Erwerbstätigkeit zwischen den Ausländerbehörden, der Bundesagentur für Arbeit und den deutschen Auslandsvertretungen. Darüber hinaus informiert das BAMF über die Möglichkeiten zur Zuwanderung nach Deutschland. Eine dieser Möglichkeiten stellt die Blaue Karte EU dar. Sie leistet schon jetzt einen wichtigen Beitrag dazu, Akademiker aus Drittstaaten nach Deutschland zu holen und dauerhaft bei uns zu halten.

Zwei Männer und zwei Frauen stehen in einem RaumVier Inhaberinnen und Inhaber einer Blauen Karte nahmen teil Quelle: BAMF

Fast 77.000 hoch qualifizierte Zuwanderer aus Nicht-EU-Ländern konnten seit ihrer Einführung in 2012 mit einer Blauen Karte EU in Deutschland arbeiten. Aktuell sind mehr als 50.000 Menschen im Besitz dieses Aufenthaltstitels. Voraussetzungen für seine Erteilung sind ein Hochschulabschluss, eine Arbeitsplatzzusage sowie ein jährliches Mindestbruttogehalt von aktuell 52.000 Euro. Für Mangelberufe wie IT-Fachkräfte, Ingenieure oder Ärzte gilt ein geringeres Mindesteinkommen von 40.560 Euro. Ein Viertel der Zuwanderer mit Blauer Karte kommt aus Indien. Zusammen mit China, Russland, den USA und der Ukraine stellt das Land damit die Hälfte der aktuellen Kartenbesitzer. Mit rund 85 Prozent der ausgestellten Karten ist Deutschland europaweit führend. Zwischen 2013 und 2017 hat sich die Zahl der Erteilungen der Blauen Karte EU fast verdoppelt.

Die Blaue Karte EU birgt viele Vorteile. Sie ermöglicht, abhängig von den Sprachkenntnissen, schon nach 21 beziehungsweise 33 Monaten eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis in Deutschland zu bekommen. Die Inhaberinnen und Inhaber können außerdem ihre Familie nachholen, auch wenn Ehepartner oder Kinder kein Deutsch können. Die Karte ist zudem ein gutes Mittel, um Fachkräfte dauerhaft in Deutschland zu halten. Ein großer Teil der ehemaligen Inhaberinnen und Inhaber, rund 85%, hat inzwischen dieses unbefristete Aufenthaltsrecht.

Diese Vorteile hat auch Jhelum Sinha gesehen und hat es genauso gemacht. Die 27-Jährige aus Indien hat in ihrem Herkunftsland Informatik studiert und arbeitet inzwischen als Softwareentwicklerin beim Bundesamt. Sie wurde im Vorstellungsgespräch auf den Titel aufmerksam gemacht und besitzt die Blaue Karte seit 2014. Dank ihrer guten Sprachkenntnisse bekam sie nach 21 Monaten ihre Niederlassungserlaubnis, womit ihr Wunsch, dauerhaft in Deutschland leben und arbeiten zu können, in Erfüllung ging.

Zusatzinformationen

Screenshot aus dem Film

Film: 5 Jahre Blaue Karte EU

Das Video zeigt Impressionen des Pressefrühstücks des BAMF und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit am 05. Juli 2018. Anlass war die Bilanz zu fünf Jahren Blauer Karte EU.

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Wichtige Mitteilung

BAMF verlängert Förderung für Integrationskurslehrkräfte

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verlängert bis zum 31.03.2019 die individuelle Förderung der Teilnahme zugelassener Integrationskurslehrkräfte an bereits bestehenden Fort- und Weiterbildungen im Bereich "Arbeit mit traumatisierten Geflüchteten".
Gefördert werden weiterhin Lehrkräfte der Integrationskurse nach §43 AufenthG, die über eine Zulassung nach § 15 Abs. 1 IntV oder § 15 Abs. 2 IntV verfügen und zum Zeitpunkt der Teilnahme in einem laufenden Integrationskurs unterrichten.
Für die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen bei diesen Trägern können bis zu 200 Euro pro Lehrkraft erstattet werden.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Trägerrundschreiben (06/18).

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