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Vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Gespräch mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland

Datum 24.09.2018

Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, ist am 21.09. im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zu Gast gewesen. Er hat sich mit dem BAMF-Präsidenten, Dr. Hans-Eckhard Sommer, über die Thematisierung von Antisemitismus in Integrationskursen, aktuelle Integrationsprojekte sowie den Abbau von Rückständen bei den Aufnahmeverfahren jüdischer Zuwanderer ausgetauscht.

Die Wertevermittlung ist ein fester Bestandteil sowohl von Erstorientierungs- als auch von Integrationskursen. Sie ist von zentraler Bedeutung, wenn es um das friedliche Zusammenleben aller Menschen in unserer Gesellschaft geht. In den Kursen setzen sich Geflüchtete mit dem Thema Antisemitismus auseinander, wenn zum Beispiel "Religiöse Vielfalt" oder "Der Nationalsozialismus und seine Folgen" im Unterricht besprochen werden. BAMF-Präsident Dr. Sommer betonte gegenüber dem Präsidenten des Zentralrats der Juden zudem wie wichtig es ist, dass Teilnehmende von Integrationskursen ebenso die Möglichkeit erhalten, im Rahmen von Exkursionen Gedenkstätten von Konzentrationslagern zu besuchen.

BAMF fördert Integrationsprojekte für jüdische Zuwanderer

Beim Besuch von Dr. Schuster im Bundesamt ging es außerdem darum, dass jüdische Zuwanderer in jüdischen Gemeinden aufgenommen werden und dort das jüdische Leben neu gestalten können. Diesen Prozess unterstützt das BAMF auch im Jahr 2018 mit elf geförderten Integrationsprojekten. Beide Präsidenten lobten die vertrauensvolle, konstruktive und harmonische Zusammenarbeit zwischen dem Bundesamt, dem Zentralrat, der Zentralen Wohlfahrtsstelle und den jüdischen Gemeinden.

Rückstände bei den Aufnahmeverfahren abgebaut

Im Zuge des Ukrainekonflikts kam es insbesondere in den Jahren 2014 und 2015 zu einem erheblichen Anstieg an Anträgen von jüdischen Zuwanderern in Deutschland. Nach wie vor ist die Zahl dieser Verfahren rückläufig. Ebenso konnte inzwischen ein Großteil der Rückstände in der Antragsbearbeitung abgebaut werden. Für das Jahr 2018 verwies BAMF-Präsident Dr. Sommer auf rund 900 entschiedene Anträge bis August.

Zur Person

Dr. Josef Schuster wurde 1954 in Israel geboren. Seit 2014 ist der verheiratete Familienvater und Internist Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Zudem ist er Vizepräsident des World Jewish Congress und des European Jewish Congress. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Sensibilisierung zum Thema Antisemitismus in Integrationskursen.

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Wichtige Mitteilung

Mehr Bildungs- und Erwerbsmigration aus Drittstaaten

Im ersten Halbjahr 2018 stieg die Zuwanderung aus EU-Staaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht an, während aus Drittstaaten weniger Personen nach Deutschland kamen. Dennoch wurden in dieser Zeit einer steigenden Anzahl von Drittstaatsangehörigen Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnisse zum Zweck einer Ausbildung (70.409 Personen) oder Erwerbstätigkeit (72.865 Personen) erteilt. Die deutliche Mehrheit dieser Personen (78,1 Prozent) reiste jedoch bereits vor 2018 nach Deutschland ein. Dies und mehr zeigt der Halbjahresbericht 2018 zum Wanderungsmonitoring des BAMF-Forschungszentrums, der auf Auswertungen des Ausländerzentralregisters (AZR) beruht.

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Cover Wanderungsmonitor 2018 Halbjahr