BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Aktuelle Meldungen - Innenausschuss informiert sich über Arbeit des BAMF

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Innenausschuss informiert sich über Arbeit des BAMF

Datum 13.11.2018

Ein modernes IT-Labor, das Lagezentrum, in dem alle Controlling-Daten vorgehalten und analysiert werden um ggf. Schlussfolgerungen für die Steuerung einzelner Prozesse zu ziehen und ein eigenes Qualifizierungszentrum – das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge stellt sich auf vielen Ebenen seinen herausfordernden Aufgaben und legt einen soliden Grundstein für seine Arbeit. Neun Mitglieder des Innenausschusses des Deutschen Bundestages konnten sich am 12. November einen ganz persönlichen Eindruck davon verschaffen, welche Veränderungen im Bundesamt auf dem Weg zu einer modernen, flexiblen Behörde angestoßen wurden. Sie waren der Einladung des Bundesamts-Präsidenten Dr. Hans-Eckhard Sommer zu einer Informationsveranstaltung in der Nürnberger Zentrale der Behörde gefolgt.

Behörde im Wandel

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist seit seiner Gründung im Jahre 1953 eine Behörde im ständigen Wandel, führte der Präsident bei der Begrüßung der Gäste aus dem Bundestag aus. Dies sei Teil der Identität seines Hauses. Kern des Selbstverständnisses müsse es sein, dass das Verwaltungshandeln des Bundesamts für den Lebensweg vieler Menschen entscheidend sei. "Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst", so Dr. Sommer. "Wir können heute gestärkt durch Personal, Digitalisierung und Erfahrung in die Zukunft blicken und stellen uns als hart arbeitende, moderne und selbstbewusste Behörde den großen gesellschaftspolitischen Aufgaben mit begründeter Zuversicht."

Qualifizierung als Grundstein für Sorgfalt und Schnelligkeit

Zu Beginn des Rundgangs präsentierten sich die einzelnen Bereiche des Bundesamtes mit jeweils aktuellem Status Quo. Hierzu wurde ein Einblick in das sogenannte Lagezentrum gewährt, in dem Controlling-Daten, Prozesse und Entwicklungen aller Arbeitsfelder auf einen Blick dargestellt werden. So können Aufgaben vorausschauend geplant, Steuerungsentscheidungen fakten-basierend getroffen und eventuelle Defizite frühzeitig erkannt und behoben werden. "Die Qualität unserer Arbeit muss künftig wieder für sich sprechen, wobei sich Sorgfalt und zügiges Arbeiten nicht gegenseitig ausschließen. Grundvoraussetzung hierfür ist die umfassende Qualifizierung unserer Mitarbeitenden, die wir verstärkt haben", betonte der Präsident beim Besuch des nahe an der Zentrale gelegenen Qualifizierungszentrums des Bundesamts. Hier werden die bundesweit rund 7.000 Mitarbeitenden der Behörde kontinuierlich aus- und fortgebildet. "Erkenntnisse aus unserem mehrstufigen Qualitätssicherungssystem – das Bundesamt hat heute eine über 100-prozentige Qualitätskontrolle – fließen in die Asylschulungen ein", erklärte Dr. Sommer das Zusammenspiel der Fachbereiche.

Frauen und Männer stehen vor einer Wandv.l.n.r.: MdB Gökay Akbulut (Die Linke), MdB Alexander Throm (CDU), MdB Gabriela Heinrich (SPD), MdB Lars Herrmann (AfD), MdB Andrea Lindholz (CSU, Vorsitzende des Innenausschuss), Präsident Dr. Sommer, MdB Detlef Seif (CDU), MdB Filiz Polat (Bündnis90/Die Grünen), Vizepräsident Dr. Richter, MdB Helge Lindh (SPD) Quelle: © BAMF

Innovative Wege

Mit Interesse verfolgten die Mitglieder des Innenausschusses die Demonstration verschiedener Tools zur Identitätsklärung von Geflüchteten im modernen IT-Labor der Behörde. Diese Assistenzsysteme – biometrischer Lichtbildabgleich, Dialekterkennung, einheitliche Namenstransliteration und Auslesen von Handydaten – werden unterstützend zur Identitätsklärung eingesetzt, wenn Papiere und Pässe der Antragstellenden fehlen. Sie sind jedoch lediglich ein Hilfsmittel, die inhaltliche Entscheidung trifft immer der Mitarbeitende, wie Dr. Sommer betonte: "Die technischen Assistenzsysteme geben unseren Entscheiderinnen und Entscheidern für die Anhörung wichtige Hinweise auf die Identität und Herkunft der Antragsteller. Dabei ist jeder Einzelfall, in dem mit Hilfe der Tools Angaben zur Identität widerlegt werden können, genauso wichtig für die Sicherheit im Asylverfahren, wie ein Verfahren, in dem die Angaben der Antragsteller gestützt werden."

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