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Jubiläumskonferenz: 10 Jahre EMN

Datum 22.05.2018

Mitte Mai 2018 fand in Brüssel die Konferenz zum 10-jährigen Bestehen des Europäischen Migrationsnetzwerks unter dem Titel "Migration in der EU Verstehen: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft" statt. Hochrangige Rednerinnen und Redner aus Politik, Praxis und Wissenschaft blickten dem Anlass entsprechend zurück und erläuterten die aus ihrer Sicht wichtigsten Herausforderungen in Bezug auf Asyl, Migration und Solidarität in der Europäischen Union und anerkannten dabei die über die Jahre gewachsene Rolle des EMN als Informationsdienstleister.

In seiner Eröffnungsrede sagte EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos "Die Erfahrung von Migration ist Teil der europäischen DNA, der europäischen Identität. Dem EMN kommt eine Schlüsselrolle in der Bereitstellung objektiver Informationen im Bereich Migration, Integration und Asyl zu" und weiter "Die Europäische Union benötigt eine belastbare und langfristige Asyl- und Migrationspolitik, die auf Fakten und nicht auf Emotionen basiert".

Eine Frau und drei Männer vor einem Veranstaltungssaal.v.l.: Tamara Buschek-Chauval (Innenministerium Frankreich), Julian Tangermann (EMN-Kontakstelle Deutschland), Magnus Ovilius (EMN-Koordinator der Kommission), Manfred Kohlmeier (EMN-Kontakstelle Deutschland). Quelle: EMN-Kontaktstelle Deutschland

Claude Moraes, Vorsitzender des Ausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres des Europäischen Parlaments, betonte in seinem Beitrag, dass Migration kein "normales" Thema sei. Dessen Relevanz werde auch dann nicht aufhören, wenn die Aufmerksamkeit der Medien abnehme. Bei Resettlement und anderen legale Zugangswege für Flüchtlinge müsse sich die EU stärker engagieren. Die Verfügbarkeit zuverlässiger Informationen und Statistiken bilde eine wesentliche Grundlage für eine faktenbasierte Politikgestaltung, sagte Moraes. Aus der Sicht von Sophie Magennis, Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) Vertretung Brüssel, liege indes das Problem der EU in diesen Bereichen vor allem in dem Mangel an politischer Führung.

Anerkennung erhielt EMN auch von Elizabeth Collett, Direktorin des Migration Policy Institute – Europe, mit den Worten "Wenn ich wissen möchte, womit sich Regierungen gerade beschäftigen, schaue ich mir die EMN-Ad-hoc-Queries an."

Ioan-Dragos Tudorache, Referatsleiter Irreguläre Migration und Rückkehrpolitik in der EU-Kommission würdigte in seinen Schlussworten der sehr gelungenen Veranstaltung insbesondere, dass mit der Einrichtung des EMN in 2008 eine Kultur der Teilung von Informationen in Europa entstanden sei.

Weitere Informationen und Publikationen zur Jubiläumskonferenz finden Sie unter den Links in der rechten Spalte:

  • Das  EMN 10 Jahre Video  aus Anlass des Jubiläums reflektiert über den Wert der Vernetzung in Migrations- und Asylangelegenheiten.
  • Der Jubiläumsbericht "Understanding Migration in the EU. Insights from the European Migration Network 2008-2018" fasst wichtige Trends und Daten im Bereich Asyl und Migration der letzten 10 Jahre zusammen und wie das EMN in diesem Kontext mit seinen Studien und Informationen einen Beitrag zur Politikgestaltung geleistet hat.
  • Der "Annual Report on Migration and Asylum" gibt einen Überblick über zentrale migrationspolitische und gesetzliche Entwicklungen in 2017 und beruht auf Beiträgen aus 25 Mitgliedstaaten.

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Tag der offenen Tür der Bundesregierung am 25./26. August

Bereits zum 20. Mal lädt die Bundesregierung unter dem Motto "Hallo Politik" zum Tag der offenen Tür ein.

Am Wochenende vom 25. und 26. August 2018 können Sie das Kanzleramt, 14 Bundesministerien und das Bundespresseamt in Berlin erkunden. Auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist mit einem Informationsstand im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) vor Ort.

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Eine Besucherin am Informationsstand im Gespräch mit zwei Mitarbeiterinnen (Archivbild 2017)