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Migration als "Triple-Win-Situation" gestalten!

160 Teilnehmer beim Forschungstag 2012 des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge

Ausgabe 0006/2012
Datum 01.03.2012

"Migranten weisen vielfältige Potenziale auf, die es noch stärker zu erkennen und zu nutzen gilt." So umschreibt Dr. Manfred Schmidt, Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das Fazit des Forschungstages, der unter dem Titel "Migrationspotenziale – Potenziale von Migranten. Möglichkeiten und Grenzen angewandter Migrations- und Integrationsforschung" stattfand. Das mit 160 Teilnehmern vollbesetzte Haus zeige, so Dr. Schmidt, das große Interesse am Thema Migrationsforschung aber auch die Fähigkeit des Bundesamts, Akteure aus verschiedenen Bereichen zu Diskussionen zusammenzubringen.

"Wir dürfen nicht nur über Fachkräftemangel sprechen", hob Prof. Dr. Tilman Mayer von der Universität Bonn mit Blick auf die demographische Entwicklung hervor, "sondern müssen auch die Potenziale jener Menschen nutzen, die bereits in den letzten Jahrzehnten eingewandert sind und deren Abschlüsse bisher nicht anerkannt und damit genutzt wurden."

"Migration sollte idealerweise eine Triple-Win-Situation sein – für das Herkunftsland, das Heimatland und die Zuwanderer selbst", resümierte die Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates des Bundesamts, Prof. Dr. Sigrid Baringhorst von der Universität Siegen in Bezug auf die Steuerung von Zu- und Abwanderung. Viele Potenziale der hier geborenen Migranten würden dafür jedoch nicht genutzt, obwohl sie ein erhebliches, bisher kaum gehobenes Potenzial darstellen, betonte Dr. Yasar Aydin vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI). Dies hob auch MdB Michael Frieser (CSU) hervor: "Wir müssen zuerst die Ressourcen im eigenen Land ausschöpfen." Es gelte auch, die Rahmenbedingungen attraktiver zu machen.

In der Debatte um Fachkräfte und Zuwanderung waren sich die Teilnehmer einig, dass in Politik und Wirtschaft keine wirkliche "Anwerbestrategie" zu erkennen sei. Qualifizierte Zuwanderer empfänden die Hürden der Zuwanderungsregeln als zu hoch. Aber auch bei der Willkommenskultur und der Eigendarstellung Deutschlands im Ausland könne noch einiges geschehen. "Erfolgreich bei der Anwerbung qualifizierter Migranten sind offene, innovative Regionen, aber als solche werden wir noch nicht wahrgenommen", fasste Manfred Schmidt zusammen.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) betreibt seit 2005 Migrationsforschung. Die Forschungsgruppe des Bundesamts war die Ausrichterin des Forschungstages. Den teilnehmenden Instituten wie dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) wurde Gelegenheit gegeben, ihre Arbeit in Foren und auf Infoständen zu präsentieren.

"Aufgabe angewandter Migrationsforschung ist es, Fragen aus Politik und Praxis aufzugreifen, zu untersuchen und die Ergebnisse verstehbar zu vermitteln", betonte der Präsident des Bundesamts. Die Tagung zeige, so Prof. Dr. Baringhorst, dass sich das Bundesamt hier zu einem echten Kompetenzzentrum entwickelt habe.

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

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