BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Pressemeldungen - 43.016 Asylerstanträge im ersten Halbjahr 2013

Navigation und Service

43.016 Asylerstanträge im ersten Halbjahr 2013

Ausgabe 0019/2013
Datum 15.07.2013

Im ersten Halbjahr 2013 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 43.016 Asylerstanträge gestellt.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Januar bis Juni 2012 stieg die Zahl der Asylbewerber um 19.950 Personen (86,5 Prozent).

4.779 Personen erhielten im ersten Halbjahr 2013 die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Konvention (15,3 Prozent aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten 5.228 Personen (16,8 Prozent) sogenannten „subsidiären Schutz“ (Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes).

Hierzu erklärt Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich:

„2012 kamen die weitaus meisten Asylsuchenden in der Europäischen Union nach Deutschland, und für das erste Halbjahr 2013 beobachten wir nahezu eine Verdoppelung der Asylanträge. Mehr Asylzugänge als im ersten Halbjahr 2013 hatte Deutschland zuletzt in den ersten sechs Monaten des Jahres 1999.

Auch ein wirtschaftlich starkes Land wie die Bundesrepublik Deutschland wird dadurch vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Diese zu bewältigen wird nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern gelingen.

Dabei sind drei wesentliche Ziele zu verfolgen:
Erstens müssen alle, die tatsächlich schutzbedürftig sind, Schutz bekommen.
Zweitens muss der Aufenthalt derer, die nur aus missbräuchlichen oder asylfremden Gründen zu uns kommen, schnell beendet werden.
Und drittens muss bei Zuständigkeit eines anderen EU-Mitgliedstaates zügig an diesen Mitgliedstaat überstellt werden.“

Die Zahlen im Einzelnen:

I. Erstes Halbjahr 2013

In der Zeit von Januar bis Juni 2013 haben insgesamt 43.016 Personen in Deutschland erstmals Asyl beantragt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (23.066 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 19.950 Personen (86,5 Prozent).

Die Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis Juni 2013:
 1.Russ. Föderation9.957 Personen
 2.Syrien4.517 Personen
 3.Afghanistan3.448 Personen
 4.Serbien2.682 Personen
 5.Iran2.293 Personen
 6.Irak1.851 Personen
 7.Pakistan1.728 Personen
 8.Mazedonien1.431 Personen
 9.Somalia1.180 Personen
10.Georgien1.068 Personen

Neben den 43.016 Erstanträgen wurden insgesamt 5.508 Folgeanträge gestellt.

Im Zeitraum von Januar bis Juni 2013 hat das Bundesamt 31.191 Entscheidungen (Vorjahr: 25.570) getroffen.

Insgesamt 4.779 Personen (15,3 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 348 Personen (1,1 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 4.431 Personen (14,2 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Darüber hinaus hat das Bundesamt von Januar bis Juni 2013 bei 5.228 Personen (16,8 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes (sog. subsidiärer Schutz) festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 12.614 Personen (40,4 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 8.570 Personen (27,5 Prozent).

II. Aktueller Monat

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben im Juni 2013 8.408 Personen (Vormonat 7.477 Personen) Asyl beantragt. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vormonat um 931 Personen (12,5 Prozent) und gegenüber dem Vorjahresmonat um 4.507 Personen (115,5 Prozent) gestiegen.

Hauptherkunftsländer im Juni 2013 waren:

Nr.LandApril 2013Mai 2013Juni 2013
 1.Russ. Föderation2.0552.5022.414
 2.Syrien691728734
 3.Afghanistan536500697
 4.Serbien482400525
5.Mazedonien247280421
6.Pakistan277317326
7.Iran502352323
8.Somalia224184243
9.Irak262201240
10.Kosovo134120228

Neben den 8.408 Erstanträgen wurden im Juni 2013 beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 1.102 Folgeanträge gestellt.

Im Juni 2013 hat das Bundesamt über die Anträge von 5.667 Personen (Vormonat: 4.991) entschieden.

Insgesamt 843 Personen (14,9 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 35 Personen (0,6 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 808 Personen (14,3 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Darüber hinaus hat das Bundesamt im Juni 2013 bei 591 Personen (10,4 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes (sog. subsidiärer Schutz) festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 2.399 Personen (42,3 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 1.834 Personen (32,4 Prozent).

Die Zahl der Personen, über deren Anträge noch nicht entschieden wurde, betrug Ende Juni 2013 67.583, darunter 62.514 Erstanträge und 5.069 Folgeanträge (Vormonat: 63.482 anhängige Verfahren, davon 58.783 Erst- und 4.699 Folgeanträge).

Quelle: Bundesministerium des Innern

Zusatzinformationen

Kontakt

Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns!

Pressestelle

Frankenstraße 210
90461 Nürnberg
Telefon: +49 911 943-4646
Telefax: +49 911 943-4699
E-Mail: Nachricht schreiben
zum Kontaktformular

Ansprechpartner im BAMF

Direktlinks zu den sozialen Medien