BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Pressemeldungen - Start des Modellprojekts "Ausländerbehörden - Willkommensbehörden" in zehn Bundesländern

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Start des Modellprojekts "Ausländerbehörden - Willkommensbehörden" in zehn Bundesländern

Ausgabe 0029/2013
Datum 11.10.2013

"Willkommenskultur etablieren" – mit dieser Zielsetzung fördert das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit Unterstützung von zehn Bundesländern das zweijährige Modellprojekt "Ausländerbehörden – Willkommensbehörden". Das Projekt startete am 10. Oktober 2013 mit einem Auftakttreffen im Bundesamt, zu dem Vertreter der beteiligten Ausländerbehörden, von Länderministerien, und der Projektträger nach Nürnberg gekommen waren.

"Wenn Deutschland langfristig ein attraktiver Arbeits- und Lebensstandort für Zuwanderer werden und bleiben möchte, muss es uns gelingen, eine lebendige Willkommens- und Anerkennungskultur zu entwickeln", so der Präsident des Bundesamts, Dr. Manfred Schmidt, anlässlich des Auftakts des Projektes. "Ausländerbehörden sind die ersten Anlaufpunkte für Menschen, die neu nach Deutschland kommen. Sie sind zentrale Partner wenn es darum geht, eine Willkommenskultur vor Ort zu etablieren."

Ziel des Projektes ist es, Ausländerbehörden auf dem Weg zu "Willkommensbehörden" zu begleiten und zu unterstützen. Dabei werden insbesondere drei Kernbereiche ins Auge gefasst:

  • Organisation interner Prozesse und Arbeitsabläufe auch zur Wirkung von Service- und Kundenorientierung
  • Personalentwicklung zur Stärkung der interkulturellen Kompetenzen
  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit weiteren für die Integration wichtigen Akteuren vor Ort

Das Projekt wird an zehn Standorten in zehn Bundesländern durchgeführt. Folgende Ausländerbehörden nehmen teil: Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg), Deggendorf (Bayern), Potsdam (Brandenburg), Wetteraukreis (Hessen), Essen (Nordrhein-Westfalen), Mainz (Rheinland-Pfalz), Chemnitz (Sachsen), Magdeburg (Sachsen-Anhalt), Kiel (Schleswig-Holstein), Weimar (Thüringen). Darüber hinaus werden Ausländerbehörden, die bereits erfolgreiche Ansätze zur Etablierung einer Willkommenskultur umgesetzt haben, das Projekt als Partner begleiten und ihre Erfahrungen einbringen.

Praxisansätze, die im Projekt entwickelt und erprobt werden, sollen zu Handlungsempfehlungen aufbereitet und in einem "Werkzeugkoffer" zusammengefasst werden. Damit können auch andere Behörden die Ergebnisse des Projektes nutzen. "Das Bundesamt möchte mit diesem Projekt in Zusammenarbeit mit den Ländern einen breiten Impuls für die Etablierung einer Willkommenskultur geben", so der Bundesamtspräsident.

Die Bedeutung einer offenen Willkommenskultur wird aktuell vor allem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des sich abzeichnenden Fachkräftebedarfs diskutiert. Die Bundesregierung hat auf dem zweiten Demografiegipfel im Mai 2013 die Bedeutung des Themas noch einmal herausgehoben: "Um im weltweiten Wettbewerb um die klügsten Köpfe bestehen zu können, muss sich Deutschland gleichzeitig als attraktiver Arbeits- und Lebensstandort für ausländische Fachkräfte profilieren, die Willkommenskultur im Inland ausbauen und auch im Ausland sichtbar darstellen".

Insbesondere bei der Umsetzung vor Ort wird das Bundesamt von der Firma "Rambøll Management Consulting GmbH" in Kooperation mit "imap GmbH – Institut für interkulturelle Management- und Politikberatung" unterstützt, die beide langjährige Erfahrung mit interkulturellen Öffnungsprozessen in Verwaltungen mitbringen.

Erste Zwischenergebnisse zu dem Modellvorhaben werden voraussichtlich im März 2014 bei einer Veranstaltung im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zusammen mit den beteiligten Ländern und Behörden öffentlich vorgestellt.

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

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