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Willkommenskultur: Ausländerbehörden haben Schlüsselfunktion

Modellprojekt "Ausländerbehörden – Willkommensbehörden" unterstützt die Etablierung einer Willkommenskultur - Auftaktkonferenz am 24. /25. März 2014

Ausgabe 0010/2014
Datum 25.03.2014

Der Begriff "Willkommenskultur" hat sich als fester Bestandteil der Diskussion um Zuwanderung und Integration etabliert, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und des wachsenden Fachkräftemangels. Der praktischen Umsetzung dieses Begriffs vor Ort widmet sich das Modellprojekt "Ausländerbehörden – Willkommensbehörden", das das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Oktober 2013 initiiert hat. Erste Ergebnisse des zweijährigen Modellprojekts wurden heute in Nürnberg vorgestellt.

"Ausländerbehörden sind für Zuwanderer die erste Anlaufstelle in Deutschland. Daher sind sie die zentralen Partner bei der Entwicklung einer Willkommenskultur vor Ort", so der Präsident des Bundesamts, Dr. Manfred Schmidt, bei der Auftaktveranstaltung des Modellprojekts. "Dass wir mit diesem Engagement für eine Willkommenskultur am Puls der Zeit sind, verdeutlicht ein Blick in den Koalitionsvertrag. Dort wird den Ausländerbehörden eine Schlüsselfunktion bei der Verbesserung der Willkommenskultur zugesprochen".

Das vom Bundesamt geförderte zweijährige Modellprojekt zielt darauf, Willkommenskultur ganz alltagspraktisch in Ausländerbehörden zu etablieren. Insgesamt zehn Bundesländer unterstützen das Modellvorhaben: Beteiligt sind die Ausländerbehörden Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg), Deggendorf (Bayern), Potsdam (Brandenburg), Wetteraukreis (Hessen), Essen (Nordrhein-Westfalen), Mainz (Rheinland-Pfalz), Chemnitz (Sachsen), Magdeburg (Sachsen-Anhalt), Kiel (Schleswig-Holstein) sowie Weimar (Thüringen). Beispielhaft werden diese Ausländerbehörden auf ihrem Weg zu "Willkommensbehörden" begleitet. Bei der Umsetzung vor Ort wird das Bundesamt von "Rambøll Management Consulting GmbH" in Kooperation mit der "imap GmbH – Institut für interkulturelle Management- und Politikberatung" unterstützt, die langjährige Erfahrung mit interkulturellen Öffnungsprozessen in Verwaltungen haben. Die Projektträger werden konkrete Maßnahmen mit den beteiligten Ausländerbehörden entwickeln und umsetzen.

Im Mittelpunkt der heutigen Auftaktveranstaltung in Nürnberg stand die Diskussion teilweise schon erprobter Praxisansätze vor Ort: Wie können Informationsangebote verbessert werden? Wie organisiere ich die Terminvergabe neu? Welche passgenauen Schulungen benötigen Mitarbeiter? Welche Anforderungen werden an die Räumlichkeiten gestellt?

Die Antworten auf diese Fragen sollen am Ende des zweijährigen Projekts Handlungsempfehlungen beantworten, zu denen die Projektinhalte zusammengefasst werden. Dieser "Werkzeugkoffer" soll anderen Behörden bei der eigenen Entwicklung zu Willkommensbehörden helfen.

"Gerade die Ausländerbehörden haben keine leichte Aufgabe, da sie über Jahrzehnte ausschließlich Ordnungsbehörden waren", so die Projektleiter Angela Köllner und Bülent Arslan. "Es gibt aber schon gute Beispiele die zeigen, wie der Wandel zu einem "Gesicht Deutschlands" gegenüber Zuwanderern und die Umsetzung von Willkommenskultur in die Praxis möglich sind".

Weitere Informationen zum Modellprojekt "Ausländerbehörden - Willkommensbehörden" finden Sie in den beliegenden Materialien und Steckbriefen der beteiligten Ausländerbehörden.

Schon jetzt möchten wir Sie darauf hinweisen, dass im weiteren Verlauf des Projekts Pressetermine in ausgewählten Projektstandorten vorgesehen sind, um vor Ort die konkrete Umsetzung der Maßnahmen kennen zu lernen. Interessierte Medienvertreter können sich hierzu bereits jetzt an die Pressestelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge wenden.

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

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